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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Der erste Schritt aus dem Bett wird zur Prüfung
Du wachst auf, die erste Bewegung des Tages steht an. Noch bevor Du richtig bei Sinnen bist, setzt Du den Fuß auf den Boden und ein stechender, fast brennender Schmerz schießt durch Deine Ferse. Es fühlt sich an, als würdest Du direkt auf einen Nagel oder eine Glasscherbe treten. Du humpelst die ersten paar Meter, beißt die Zähne zusammen, bis der Schmerz langsam nachlässt und in ein dumpfes Pochen übergeht. Im Laufe des Tages wird es vielleicht besser, doch nach längerem Sitzen oder am Ende eines langen Arbeitstages kehrt der Schmerz mit voller Wucht zurück.
Dieses Szenario ist für unzählige Menschen bittere Realität. Es beschreibt den typischen "Anlaufschmerz" einer Plantarfasziitis, die oft mit einem Fersensporn einhergeht. Diese Beschwerde kann die Lebensqualität massiv einschränken. Jeder Spaziergang, jeder Einkauf, jeder Schritt wird zur Belastung. Sportliche Aktivitäten sind kaum noch denkbar. Viele Betroffene beginnen, bestimmte Bewegungen zu meiden, was wiederum zu Fehlhaltungen und neuen Problemen führen kann. Bevor wir uns ansehen, wie eine unterstützende Anwendung wie die Ganzkörperkältetherapie in ein Gesamtkonzept passen kann, müssen wir verstehen, was in Deinem Fuß eigentlich vor sich geht.
Was genau schmerzt da eigentlich in der Ferse?
Obwohl umgangssprachlich fast immer vom "Fersensporn" die Rede ist, ist der knöcherne Auswuchs selbst meist nicht die direkte Ursache des Schmerzes. Der Schmerz entsteht in der Regel durch eine Entzündung der Sehnenplatte an der Fußsohle, der sogenannten Plantarfaszie. Mediziner sprechen daher präziser von einer Plantarfasziitis.
Stell Dir die Plantarfaszie wie ein starkes, fächerförmiges Band vor, das von Deinem Fersenbein zu den Zehengrundgelenken verläuft. Sie ist entscheidend für die Stabilität des Fußlängsgewölbes und wirkt bei jedem Schritt wie ein Stoßdämpfer. Wird diese Sehnenplatte über einen längeren Zeitraum chronisch überlastet, können an ihrem Ansatz am Fersenbein winzige Verletzungen, sogenannte Mikrotraumen, entstehen. Der Körper reagiert darauf mit einem Entzündungsprozess. Dieser verursacht die Schwellung, die Überwärmung und den charakteristischen Schmerz.
Der Fersensporn, also der dornartige Knochenauswuchs, ist oft eine Folge dieser chronischen Zugbelastung. Der Körper versucht, den strapazierten Sehnenansatz zu verstärken, indem er dort Knochensubstanz ablagert. Dieser Sporn ist auf einem Röntgenbild gut sichtbar, aber viele Menschen haben einen solchen Sporn, ohne jemals Schmerzen zu verspüren. Umgekehrt leiden viele unter den Symptomen einer Plantarfasziitis, ohne einen sichtbaren Sporn zu haben. Der Schmerz ist also das Resultat der Entzündung, nicht des Knochens. Das ist eine wichtige Erkenntnis für das Verständnis der Behandlungsansätze.
Die Ursachen: Eine Kette von Belastungen
Eine Plantarfasziitis entsteht selten über Nacht. Meist ist sie das Ergebnis einer langen Kette von Faktoren, die zu einer Überlastung führen. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
- Überpronation und Fußfehlstellungen: Ein Absenken des Fußgewölbes (Senk- oder Plattfuß) oder ein nach innen Knicken des Fußes (Überpronation) verändert die Biomechanik beim Gehen und erhöht die Spannung auf die Plantarfaszie.
- Ungeeignetes Schuhwerk: Schuhe ohne ausreichend Dämpfung, ohne stützendes Fußbett oder mit zu harten Sohlen können die Belastung bei jedem Schritt direkt an die Ferse weitergeben.
- Übergewicht: Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht erhöht die Last, die Deine Füße bei jedem Schritt tragen und abfedern müssen.
- Berufliche Belastung: Menschen, die beruflich viel stehen oder auf harten Böden gehen müssen, wie Verkaufspersonal, Lagerarbeiter oder Pflegekräfte, haben ein erhöhtes Risiko.
- Sportliche Überlastung: Eine plötzliche Steigerung des Trainingsumfangs oder der Intensität, insbesondere bei Laufsportarten oder "Stop-and-Go"-Sportarten wie Tennis und Basketball, kann die Sehnenplatte überfordern. Auch das Laufen auf hartem Untergrund spielt eine Rolle.
- Verkürzte Wadenmuskulatur: Eine verkürzte oder verspannte Wadenmuskulatur erhöht den Zug auf die Achillessehne, was sich indirekt auch auf die Spannung der Plantarfaszie auswirkt.
Gerade hier im Allgäu, wo viele Menschen gerne wandern und in den Bergen unterwegs sind, sehen wir oft Beschwerdebilder, die durch eine Kombination aus unpassenden Schuhen und einer ungewohnt hohen Belastung auf unebenem Terrain entstehen.
Der Weg zur Diagnose: Was Dein Arzt tut
Wenn Du unter den beschriebenen Symptomen leidest, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu einer orthopädischen oder hausärztlichen Praxis. Eine Selbstdiagnose ist nicht zielführend, da auch andere Erkrankungen Fersenschmerzen verursachen können.
Die Ärztin oder der Arzt wird zunächst eine ausführliche Anamnese erheben. Dabei fragt er oder sie genau nach der Art des Schmerzes, wann er auftritt und was ihn verstärkt oder lindert. Anschließend folgt eine körperliche Untersuchung. Durch Abtasten der Fußsohle kann der typische Druckschmerz am Ansatz der Plantarfaszie am Fersenbein ausgelöst werden. Auch die Beweglichkeit des Sprunggelenks und die Muskelspannung der Wade werden überprüft.
In vielen Fällen reicht diese klinische Untersuchung bereits für eine klare Diagnose. Um andere Ursachen auszuschließen oder einen knöchernen Fersensporn sichtbar zu machen, können bildgebende Verfahren eingesetzt werden:
- Röntgen: Macht den knöchernen Sporn sichtbar, falls einer vorhanden ist.
- Ultraschall (Sonografie): Kann eine Verdickung und entzündliche Veränderungen der Plantarfaszie direkt darstellen.
- Magnetresonanztomografie (MRT): Wird seltener eingesetzt, kann aber sehr detailliert Weichteilveränderungen, Entzündungen und eventuelle Ermüdungsbrüche zeigen.
Erst nach einer gesicherten ärztlichen Diagnose sollte ein individueller Behandlungsplan erstellt werden.
Bewährte Wege aus dem Schmerz
Die Behandlung der Plantarfasziitis ist oft langwierig und erfordert Geduld. Das Ziel ist es, die Entzündung zu reduzieren, die Schmerzen zu lindern und die Ursachen der Überlastung zu beheben. Die Therapie ist multimodal, das heißt, sie setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen:
1. Entlastung und Schonung: Die akute Belastung, die den Schmerz auslöst, muss reduziert werden. Das kann eine vorübergehende Sportpause oder eine Anpassung der beruflichen Tätigkeit bedeuten. 2. Dehnübungen: Regelmäßiges und konsequentes Dehnen der Wadenmuskulatur und der Plantarfaszie selbst ist einer der wichtigsten Pfeiler der Therapie. 3. Physiotherapie: Hier werden gezielte Übungen zur Kräftigung der Fußmuskulatur und zur Verbesserung der Koordination erlernt. Manuelle Techniken können Verklebungen im Gewebe lösen. 4. Einlagenversorgung: Orthopädische Maßeinlagen können Fußfehlstellungen korrigieren und die Plantarfaszie gezielt entlasten. Oft haben sie eine weiche Aussparung im Fersenbereich. 5. Medikamentöse Therapie: Kurzfristig können entzündungshemmende Schmerzmittel (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac Linderung verschaffen. 6. Stoßwellentherapie: Bei dieser Methode werden hochenergetische Schallwellen auf den schmerzhaften Bereich gerichtet, um Heilungsprozesse anzuregen. 7. Injektionen: In hartnäckigen Fällen können Kortisoninjektionen direkt an die entzündete Sehne verabreicht werden, um die Entzündung schnell zu dämpfen.
In diesem breiten Spektrum an etablierten Methoden kann die Ganzkörperkältetherapie eine wertvolle, unterstützende Rolle im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes spielen.
Ganzkörperkältetherapie: Eine unterstützende Option bei Fersensporn
Die Anwendung von Kälte zur Linderung von Schmerzen und Entzündungen ist seit Jahrhunderten bekannt. Die Ganzkörperkältetherapie bei -110 °C hebt dieses Prinzip auf eine neue Ebene. Bei dieser Anwendung setzt Du Deinen Körper für rund drei Minuten einer extrem trockenen Kälte aus. Wichtig ist hier der Hinweis, dass es sich in unserem Studio in Memmingen um eine Wellness- und Regenerationsanwendung handelt, die keine ärztliche Behandlung ersetzt, diese aber begleiten kann.
Wie kann ein so kurzer, intensiver Kältereiz bei einem Fersensporn unterstützend wirken? Die physiologischen Reaktionen des Körpers sind vielfältig:
- Entzündungshemmende Wirkung: Der extreme Temperaturabfall an der Hautoberfläche kann dazu führen, dass der Körper die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) herunterreguliert und gleichzeitig die Produktion entzündungshemmender Substanzen anregt. Bei einer Plantarfasziitis, einer primär entzündlichen Erkrankung, ist dies ein zentraler Ansatzpunkt.
- Schmerzlinderung (Analgesie): Die Kälte verlangsamt die Leitungsgeschwindigkeit der Nerven. Schmerzsignale vom Fuß erreichen das Gehirn also langsamer und abgeschwächt. Zudem kann die Kälte die Ausschüttung von Endorphinen anregen, körpereigenen Substanzen mit schmerzstillender und stimmungsaufhellender Wirkung. Viele unserer Gäste berichten von einer deutlichen Schmerzreduktion direkt nach der Anwendung, die für einige Stunden anhalten kann.
- Abschwellende Wirkung: Die Blutgefäße in der Haut und der Peripherie ziehen sich durch die Kälte schlagartig zusammen (Vasokonstriktion). Nach Verlassen der Kältekammer weiten sie sich wieder stark (Vasodilatation). Dieser "Pumpeffekt" kann den Abtransport von Flüssigkeit aus dem entzündeten Gewebe fördern und so zur Abschwellung beitragen.
Viele Betroffene nutzen die Kältekammer, um aus dem akuten Schmerzkreislauf auszubrechen. Wenn der Schmerz für einige Stunden gedämpft ist, fallen die so wichtigen Dehnübungen und die physiotherapeutischen Maßnahmen oft leichter. Die Ganzkörperkältetherapie kann so ein "Fenster der Gelegenheit" öffnen, in dem die aktive Therapie effektiver umgesetzt werden kann.
Was die Forschung zur Kältetherapie zeigt
Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie ist ein dynamisches Feld. Es ist wichtig, die Ergebnisse realistisch einzuordnen. Direkte, groß angelegte Studien speziell zur Wirkung von Ganzkörperkälte bei Plantarfasziitis gibt es bislang kaum. Die Erkenntnisse werden daher oft aus Untersuchungen zu ähnlichen Beschwerdebildern oder aus der Grundlagenforschung abgeleitet. Hierbei müssen wir stets vorsichtig in der Interpretation bleiben.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist die mögliche Beeinflussung von Entzündungsprozessen. Eine systematische Übersichtsarbeit, die den Einsatz von Kryotherapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen analysierte, legt nahe, dass Kälteanwendungen positive Effekte auf Schmerz und Entzündungsaktivität haben könnten [2]. Obwohl eine Plantarfasziitis keine rheumatische Erkrankung ist, teilt sie sich das Merkmal der lokalen Entzündung, was eine gewisse Übertragbarkeit der grundlegenden Mechanismen denkbar macht.
Untersuchungen an gesunden Probanden geben Hinweise auf die physiologischen Reaktionen des Körpers. So wurde in einer Studie beobachtet, dass sich nach wiederholten Kälteanwendungen die Konzentration des entzündungsfördernden Botenstoffs Interleukin-6 (IL-6) im Blut verändern kann [3]. Solche Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Ganzkörperkältetherapie tatsächlich in der Lage sein könnte, systemische Entzündungsmarker zu beeinflussen. Ein weiterer Review, der sich auf die Anwendung bei Sportlern konzentrierte, fasst zusammen, dass Kälteanwendungen Entzündungs- und Muskelmarker nach Belastungen positiv modulieren könnten, was für die durch Überlastung getriggerte Plantarfasziitis relevant sein könnte [8].
Die thermografische Beobachtung der Haut zeigt eindrücklich die unmittelbare Reaktion des Körpers: Die Hauttemperatur sinkt während der kurzen Anwendung drastisch ab [5]. Dieser starke thermische Reiz ist der Auslöser für die nachgeschalteten neurophysiologischen und hormonellen Reaktionen.
Es ist jedoch entscheidend, die Grenzen der aktuellen Forschung zu benennen. Viele Studien wurden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt, was die statistische Aussagekraft einschränkt. Oft werden gesunde Sportler untersucht, deren Körper anders reagieren mag als der von Personen mit einer chronischen Schmerzerkrankung. Die Beobachtungszeiträume sind häufig kurz, sodass Langzeiteffekte unklar bleiben. Die genauen Mechanismen sind komplex und noch nicht in allen Details verstanden [7]. Daher kann aus der Forschung kein Heilversprechen abgeleitet werden. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass die Ganzkörperkältetherapie auf physiologischen Wegen wirken kann, die für die unterstützende Behandlung von Entzündungs- und Schmerzzuständen wie der Plantarfasziitis plausibel erscheinen.
Dein Weg bei uns: Ablauf und Vorbereitung der Kältetherapie
Wenn Du Dich für eine unterstützende Anwendung in unserer Kältekammer in Memmingen entscheidest, legen wir größten Wert auf Sicherheit und eine sorgfältige Begleitung. Der Ablauf ist einfach und unkompliziert.
1. Vorgespräch und Aufklärung: Zunächst führen wir ein kurzes Gespräch, in dem wir mögliche Kontraindikationen abfragen und Dir den genauen Ablauf erklären. Deine Haut muss trocken sein und Du solltest kurz vorher keine Cremes oder Lotionen aufgetragen haben. 2. Vorbereitung: Du legst Deine Oberbekleidung ab und betrittst die Kammer in Badebekleidung oder Unterwäsche. Zum Schutz der kälteempfindlichen Stellen erhältst Du von uns Handschuhe, Socken, feste Schuhe, einen Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband. 3. Die Anwendung: Du verbringst rund drei Minuten in der elektrisch betriebenen Kältekammer bei -110 °C. Die Kälte ist trocken und daher gut auszuhalten, ganz anders als ein Eisbad. Du bist während der gesamten Zeit über ein Fenster und eine Sprechanlage mit unserem geschulten Personal in Kontakt und kannst die Kammer jederzeit verlassen. Während der Anwendung bewegst Du Dich langsam und atmest ruhig. 4. Nach der Anwendung: Zurück in der normalen Raumtemperatur spürst Du ein angenehmes Kribbeln am ganzen Körper. Das Blut strömt zurück in die peripheren Gefäße. Viele beschreiben ein Gefühl von Frische und Leichtigkeit. Nimm Dir danach einen Moment Zeit, um nachzuspüren und trinke ein Glas Wasser.
Wichtige Hinweise und Kontraindikationen
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine sichere Anwendung, aber nicht für jeden geeignet. Absolute Kontraindikationen, bei denen eine Anwendung nicht durchgeführt werden darf, sind unter anderem:
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina Pectoris, dekompensierte Herzinsuffizienz)
- Unbehandelter Bluthochdruck
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) ab Stadium II
- Raynaud-Syndrom
- Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
- Kälteallergie
- Schwangerschaft
Bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen ist die Rücksprache mit Deiner behandelnden Ärztin oder Deinem Arzt unerlässlich. Wir betonen erneut: Unsere Anwendung dient der Regeneration und dem Wohlbefinden und ist kein Ersatz für eine medizinische Diagnose oder Therapie.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Kältekammer bei einem Fersensporn nutzen?
Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, da die Reaktion sehr individuell ist. Viele unserer Gäste mit ähnlichen Beschwerden beginnen mit einer initialen Serie von 5 bis 10 Anwendungen in relativ kurzem Abstand, um einen Effekt zu erzielen. Danach werden die Abstände je nach Bedarf vergrößert.
Ist die Ganzkörperkältetherapie schmerzhaft?
Die extreme Kälte ist ein intensiver Reiz, wird aber von den meisten Menschen nicht als schmerzhaft empfunden. Die Trockenheit der Luft macht die Temperatur erträglicher als feuchte Kälte. Das Gefühl wird oft als prickelnd und erfrischend beschrieben.
Ersetzt die Kältetherapie die Behandlung beim Arzt?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine komplementäre, also ergänzende Maßnahme. Sie sollte immer in ein von Deinem Arzt oder Therapeuten erstelltes Gesamtkonzept aus Dehnung, Physiotherapie und ggf. Einlagen eingebettet sein.
Was muss ich vor und nach der Kälteanwendung beachten?
Deine Haut muss vollständig trocken sein, Schmuck und Piercings müssen abgelegt werden. Nach der Anwendung solltest Du Dich langsam wieder aufwärmen und dem Körper Zeit geben, zu reagieren. Auf direkte, intensive sportliche Belastung sollte direkt im Anschluss verzichtet werden.
Warum bei -110 °C? Reicht nicht auch ein kaltes Fußbad?
Ein lokales kaltes Fußbad kann akute Schmerzen lindern, löst aber nicht die gleichen systemischen Reaktionen aus wie die Ganzkörperkältetherapie. Der extreme, trockene Kältereiz auf der gesamten Hautoberfläche ist notwendig, um die zentralnervösen und hormonellen Anpassungen anzustoßen, die auf den ganzen Körper wirken können, inklusive der Beeinflussung von Entzündungsprozessen.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Fersensporn begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome
Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.
- [2] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [3] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [4] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [5] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [6] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [7] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [8] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.