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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Podologin (37 Jahre Praxis), sektorale Heilpraktikerin für Podologie
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Du bückst dich, um eine Getränkekiste anzuheben. Vielleicht arbeitest du auch nur im Garten oder sitzt lange am Schreibtisch. Plötzlich durchfährt dich ein Schmerz. Er ist scharf, ziehend, fast elektrisierend und beginnt nicht einfach nur im Kreuz, sondern strahlt unverkennbar von dort aus. Über das Gesäß zieht er sich die Rückseite deines Oberschenkels hinab, manchmal bis in den Fuß. Jeder Schritt, jede kleine Bewegung scheint den Schmerz neu zu entfachen. Herzlich willkommen in der Welt der Ischiasbeschwerden, einer Erfahrung, die den Alltag für Betroffene massiv einschränken kann. Dieser Schmerz ist mehr als nur ein einfaches Rückenleiden. Er hat einen Namen und eine Ursache. Und während die medizinische Abklärung und Behandlung an erster Stelle stehen, suchen viele Menschen nach ergänzenden Wegen, um mit den Symptomen besser umzugehen. Eine dieser Möglichkeiten, die zunehmend Beachtung findet, ist die Ganzkörperkältetherapie.
Der Schmerz, der vom Rücken ins Bein zieht
Eine Ischialgie, umgangssprachlich oft als "Ischias" bezeichnet, ist kein eigenständiges Krankheitsbild. Sie ist vielmehr ein Symptom, ein Nervenschmerz, der entsteht, wenn der Ischiasnerv oder seine Wurzeln gereizt, eingeklemmt oder entzündet sind. Dieser Nerv, der Nervus ischiadicus, ist der dickste und längste Nerv des menschlichen Körpers. Er entspringt aus mehreren Nervenwurzeln im unteren Bereich der Lendenwirbelsäule und dem Kreuzbein, verläuft tief im Gesäßmuskel und zieht sich dann an der Rückseite des Beins bis hinunter in den Fuß, wo er sich in weitere Äste aufteilt.
Genau dieser lange Verlauf erklärt das charakteristische Beschwerdebild. Der Schmerz ist typischerweise einseitig. Betroffene beschreiben ihn oft als brennend, stechend oder einschießend. Er kann dumpf und nagend sein, sich aber auch bei bestimmten Bewegungen wie Husten, Niesen oder Pressen schlagartig verstärken. Hinzu kommen häufig neurologische Begleiterscheinungen. Dazu gehören:
- Kribbeln oder Ameisenlaufen im Bein oder Fuß.
- Ein Gefühl von Taubheit oder eine verminderte Empfindlichkeit der Haut.
- Muskelschwäche, die sich zum Beispiel durch ein "Nachziehen" des Beins oder Schwierigkeiten beim Anheben des Fußes bemerkbar macht.
Die Intensität reicht von einem leichten, aber konstanten Störgefühl bis hin zu unerträglichen Schmerzen, die jede Bewegung zur Qual machen. Die Lebensqualität leidet enorm. An normales Sitzen, Gehen oder Schlafen ist oft nicht zu denken. Für viele Menschen hier in der Region Memmingen und im Unterallgäu bedeutet das, dass gewohnte Aktivitäten wie das Wandern in den nahen Bergen oder die Gartenarbeit plötzlich unmöglich werden.
Was steckt hinter einer Ischialgie? Ursachen und Hintergründe
Die Ursache für die Reizung des Ischiasnervs liegt fast immer im Bereich der Lendenwirbelsäule. Der häufigste Auslöser ist ein Bandscheibenvorfall. Dabei tritt der gallertartige Kern einer Bandscheibe aus seiner faserigen Hülle aus und drückt direkt auf eine der Nervenwurzeln, die den Ischiasnerv bilden. Dieser mechanische Druck allein kann schon Schmerzen verursachen. Zusätzlich führt das ausgetretene Gewebe zu einer lokalen Entzündungsreaktion. Chemische Botenstoffe werden freigesetzt, die die Nervenwurzel zusätzlich reizen und schmerzempfindlicher machen.
Weitere mögliche Ursachen sind:
- Spinale Stenose: Eine Verengung des Wirbelkanals, oft altersbedingt durch knöcherne Anbauten (Spondylophyten), kann den verfügbaren Platz für die Nervenwurzeln einengen.
- Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Wenn ein Wirbelkörper über den darunterliegenden gleitet, kann dies ebenfalls zu einer Kompression der Nervenwurzeln führen.
- Piriformis-Syndrom: In selteneren Fällen wird der Ischiasnerv nicht an seiner Wurzel, sondern in seinem weiteren Verlauf im Gesäß gereizt. Dort verläuft er direkt unter oder manchmal sogar durch den Piriformis-Muskel. Ist dieser Muskel verspannt, verkürzt oder entzündet, kann er auf den Nerv drücken und ischiasähnliche Symptome auslösen.
- Entzündliche Prozesse: Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis, wie beispielsweise die axiale Spondyloarthritis, können ebenfalls Entzündungen im Bereich der Wirbelsäule verursachen und Ischialgien nach sich ziehen [2].
Unabhängig von der genauen Ursache spielt das Entzündungsgeschehen oft eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung und Verstärkung der Schmerzen. Die Bekämpfung dieser Entzündung ist daher ein wichtiger Ansatzpunkt in vielen Therapiekonzepten.
Der Weg zur Diagnose: Was Ärztinnen und Ärzte tun
Wenn du unter den beschriebenen Symptomen leidest, ist der Gang zur Ärztin oder zum Arzt unerlässlich. Eine Selbstdiagnose ist gefährlich, denn hinter den Beschwerden können sich auch ernste Erkrankungen verbergen. Insbesondere bei starken Lähmungserscheinungen oder dem Verlust der Kontrolle über Blase und Darm handelt es sich um einen medizinischen Notfall, der eine sofortige klinische Abklärung erfordert.
Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der du den Schmerzverlauf und die Begleitsymptome genau schilderst. Danach folgt eine körperliche und neurologische Untersuchung. Die Ärztin oder der Arzt wird die Kraft deiner Muskulatur, deine Reflexe und deine Sensibilität im Bein testen. Ein klassischer Test ist das Lasègue-Zeichen: Im Liegen wird dein gestrecktes Bein langsam angehoben. Tritt dabei der typische ausstrahlende Schmerz auf, ist dies ein starker Hinweis auf eine Reizung der Ischiaswurzeln.
Um die genaue Ursache zu finden, kommen oft bildgebende Verfahren zum Einsatz. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist hier das Mittel der Wahl, da sie Weichteile wie Bandscheiben und Nerven sehr gut darstellen kann. Sie zeigt, ob und wo ein Bandscheibenvorfall auf eine Nervenwurzel drückt.
Konventionelle Wege: Wie Ischiasbeschwerden behandelt werden
Die gute Nachricht ist, dass die meisten Ischialgien konservativ, also ohne Operation, erfolgreich behandelt werden können. Das Ziel ist es, den Schmerz zu lindern und die Funktion wiederherzustellen. Die Therapie setzt sich meist aus mehreren Bausteinen zusammen:
1. Schmerzbehandlung: Zunächst kommen oft schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz, meist aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). 2. Bewegung und Physiotherapie: Auch wenn es schwerfällt, ist dosierte Bewegung entscheidend. Absolute Bettruhe wird heute nur noch für sehr kurze Zeit empfohlen. Gezielte physiotherapeutische Übungen sollen die Rumpfmuskulatur stärken, die Wirbelsäule stabilisieren und verspannte Muskulatur dehnen. Die Stufenlagerung, bei der man auf dem Rücken liegt und die Unterschenkel im rechten Winkel auf einem Hocker oder Kissenstapel ablegt, kann kurzfristig den Druck von der Nervenwurzel nehmen. 3. Wärme- oder Kälteanwendungen: Je nach Ursache und individuellem Empfinden kann Wärme (zur Muskelentspannung) oder lokale Kälte (zur Schmerzlinderung) als angenehm empfunden werden. 4. Injektionen: Bei starken Schmerzen können Ärztinnen und Ärzte kortisonhaltige und lokal betäubende Mittel direkt an die betroffene Nervenwurzel spritzen, um die Entzündung und den Schmerz gezielt zu bekämpfen.
Eine Operation wird in der Regel nur dann in Betracht gezogen, wenn die konservativen Maßnahmen über einen längeren Zeitraum keine Besserung bringen oder wenn schwere neurologische Ausfälle vorliegen.
Ganzkörperkältetherapie: Ein unterstützender Ansatz bei Ischias
Innerhalb eines solchen multimodalen Therapiekonzepts kann die Ganzkörperkältetherapie eine sinnvolle, unterstützende Rolle einnehmen. Es handelt sich hierbei um eine Wellness- und Regenerationsanwendung, die nicht die Ursache des Problems, wie einen Bandscheibenvorfall, beseitigt. Vielmehr zielt sie darauf ab, die Symptome zu beeinflussen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern, was den Umgang mit der Erkrankung erleichtern kann.
Bei uns im Studio in Memmingen betrittst du für etwa drei Minuten eine Kammer, in der eine trockene Kälte von rund -110 °C herrscht. Diese wird durch eine moderne Wirbelstromkühlung erzeugt. Während dieser kurzen Zeit wird die Hautoberfläche stark abgekühlt, ohne dass die Körperkerntemperatur absinkt [6]. Dieser intensive, aber kurze Kältereiz kann im Körper verschiedene Reaktionen auslösen, die bei Ischiasbeschwerden als positiv empfunden werden können.
Viele unserer Gäste berichten von einer spürbaren Schmerzlinderung direkt nach der Anwendung. Dieser schmerzhemmende (analgetische) Effekt wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass die extreme Kälte die Leitgeschwindigkeit von Nervenfasern vorübergehend verlangsamt. Die Schmerzsignale werden also weniger effizient an das Gehirn weitergeleitet. Zudem kann die Kälte die Aktivität von Schmerzrezeptoren in der Haut dämpfen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der mögliche Einfluss auf Entzündungsprozesse. Wie bereits erwähnt, sind Entzündungen oft ein zentraler Faktor bei Ischialgien. Systematische Übersichtsarbeiten deuten darauf hin, dass Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen positive Effekte haben könnten [1]. Der Kältereiz scheint die Freisetzung von entzündungsfördernden Botenstoffen, sogenannten Zytokinen, beeinflussen zu können. So wurde in einer Untersuchung mit gesunden Männern beobachtet, dass Serien von Kälteanwendungen die Konzentration des Entzündungsmarkers Interleukin-6 (IL-6) im Blut verändern können [4]. Ein geringeres Maß an systemischer Entzündung könnte theoretisch auch die lokale Entzündung an der Nervenwurzel positiv beeinflussen.
Was die Forschung zur Ganzkörperkältetherapie zeigt
Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie ist ein dynamisches Feld, doch die Datenlage ist für viele spezifische Anwendungsgebiete noch begrenzt. Das gilt auch für Ischiasbeschwerden. Es gibt bislang keine großen, randomisiert-kontrollierten Studien, die die Wirkung der Kältekammer explizit bei Patienten mit Ischialgie durch einen Bandscheibenvorfall untersucht haben. Die folgenden Ausführungen basieren daher auf Studien zu verwandten Mechanismen und Krankheitsbildern und müssen mit der gebotenen Vorsicht interpretiert werden. Sie zeigen, was untersucht wurde und welche Hypothesen sich daraus ableiten lassen, aber sie beweisen keine Wirksamkeit für diesen speziellen Fall.
Die Forschung konzentriert sich oft auf die grundlegenden physiologischen Reaktionen des Körpers auf extreme Kälte. Eine zentrale Hypothese betrifft die Beeinflussung von Entzündungsprozessen. Eine systematische Übersichtsarbeit, die Studien zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zusammenfasste, kam zu dem Schluss, dass die Ganzkörperkältetherapie positive Effekte, insbesondere auf die Schmerzwahrnehmung, haben könnte [1]. Auch wenn Ischias nicht primär eine rheumatische Erkrankung ist, spielt die Entzündung der Nervenwurzel eine wesentliche Rolle. Die beobachteten Effekte bei Rheuma könnten daher eine gewisse Übertragbarkeit auf andere entzündungsbedingte Schmerzzustände nahelegen. Eine andere Studie untersuchte die Auswirkungen von Kälteanwendungen auf Marker für Entzündungen und oxidativen Stress bei gesunden Männern und fand Hinweise darauf, dass sich die Konzentrationen bestimmter Botenstoffe wie Interleukin-6 verändern könnten [4].
Eine weitere Untersuchung an Patienten mit axialer Spondyloarthritis, einer Erkrankung, die ebenfalls mit chronischen Rückenschmerzen einhergeht, und Fibromyalgie-Syndrom, deutet auf mögliche positive Effekte auf Schmerz und Krankheitsaktivität hin, wenn Ganzkörperkältetherapie mit Bewegung kombiniert wird [2]. Auch hier ist die direkte Übertragbarkeit auf die Ischialgie limitiert, doch die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Kälteanwendungen bei chronischen Schmerzzuständen des Bewegungsapparates.
Es ist jedoch essenziell, die Grenzen dieser Forschung zu verstehen. Viele der vorhandenen Studien sind klein, das heißt, sie wurden nur mit einer geringen Anzahl von Teilnehmenden durchgeführt [8]. Die Beobachtungszeiträume sind oft kurz, sodass sich kaum Aussagen über langfristige Effekte treffen lassen. Ein weiteres methodisches Problem ist die fehlende Verblindung: Die Teilnehmenden wissen, dass sie eine Kälteanwendung erhalten, was einen Placebo-Effekt begünstigen kann [8]. Die Forschung liefert also interessante Hinweise auf Wirkmechanismen wie Schmerzhemmung und Entzündungsmodulation. Sie erlaubt aber keine gesicherten Aussagen über die Wirksamkeit bei Ischiasbeschwerden. Die Anwendung bleibt ein komplementärer Ansatz, dessen individueller Nutzen in Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin ausgelotet werden sollte.
Wichtige Hinweise und Grenzen der Ganzkörperkältetherapie
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine intensive Anwendung, die nicht für jeden geeignet ist. Eine ärztliche Abklärung vor der ersten Anwendung ist bei bestehenden gesundheitlichen Problemen immer ratsam. Absolute Kontraindikationen, bei denen du eine Kältekammer nicht nutzen darfst, sind unter anderem:
- Nicht eingestellter Bluthochdruck und andere schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Herzinfarkt in der jüngeren Vergangenheit
- Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Raynaud-Syndrom
- Akute Thrombosen
- Kälteallergie
- Schwangerschaft
Bei Ischiasbeschwerden ist es besonders wichtig zu verstehen, dass die Ganzkörperkältetherapie die mechanische Ursache, wie den Druck eines Bandscheibenvorfalls, nicht beheben kann. Sie kann jedoch helfen, den Teufelskreis aus Schmerz, Entzündung und daraus resultierender Muskelverspannung zu durchbrechen. Sie kann dir ein Zeitfenster verschaffen, in dem du aufgrund reduzierter Schmerzen deine wichtigen physiotherapeutischen Übungen besser durchführen kannst. In diesem Sinne ist die Anwendung kein Ersatz für eine medizinische Behandlung, sondern eine mögliche Ergänzung, die deinen Weg zur Besserung unterstützen kann.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Ganzkörperkältetherapie und einem Eisbeutel?
Ein Eisbeutel wirkt lokal und kühlt das Gewebe tief und langsam herunter. Die Ganzkörperkältetherapie bei -110 °C ist ein kurzer, trockener Reiz, der primär die Kälterezeptoren der Haut aktiviert und eine systemische Reaktion des Körpers auslöst, ohne das Gewebe tief auszukühlen.
Wie oft sollte ich bei Ischiasbeschwerden zur Anwendung kommen?
Viele unserer Gäste berichten von positiven Erfahrungen, wenn sie in der akuten Phase mehrmals pro Woche für eine oder zwei Wochen kommen, um einen intensiven Impuls zu setzen. Danach können die Abstände individuell angepasst werden. Eine vorherige Absprache mit deinem Arzt ist hier sinnvoll.
Spüre ich sofort eine Linderung durch die Kältetherapie?
Die schmerzlindernde Wirkung kann bei vielen Menschen sehr schnell eintreten, oft direkt nach der ersten oder zweiten Anwendung. Dieser Effekt ist jedoch individuell und kann in seiner Dauer und Intensität variieren.
Kann Kältetherapie die Ursache meiner Ischiasbeschwerden beheben?
Nein. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine symptomatisch unterstützende Anwendung. Sie kann einen Bandscheibenvorfall nicht rückgängig machen oder eine knöcherne Enge beseitigen. Sie zielt darauf ab, die Begleitsymptome wie Schmerz und Entzündung zu beeinflussen.
Ist die Kälte von -110 °C nicht gefährlich?
Die Anwendung ist bei korrekter Durchführung und dem Ausschluss von Kontraindikationen sehr sicher. Da die Kälte extrem trocken ist, wird sie als weniger unangenehm empfunden als ein Bad in eiskaltem Wasser. Die kurze Dauer von rund drei Minuten verhindert ein Auskühlen des Körpers.
Wann sollte ich die Ganzkörperkältetherapie auf keinen Fall anwenden?
Du solltest die Kältekammer meiden, wenn du unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unkontrolliertem Bluthochdruck, Kälteallergie oder akuten fieberhaften Infekten leidest oder schwanger bist. Sprich im Zweifel immer zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Ischiasbeschwerden begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [2] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome
Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.
- [3] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [4] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [5] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [6] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [7] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [8] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.