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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Wenn der eigene Körper fremd wirkt
Der Tag war lang, aber nicht übermäßig anstrengend. Trotzdem fühlen sich deine Beine am Abend an, als wärst du einen Marathon gelaufen. Sie sind schwer, spannen und schmerzen bei der leisesten Berührung. Du betrachtest sie und siehst eine Form, die nicht zu dem passt, was der Rest deines Körpers oder dein Lebensstil widerspiegeln. Du ernährst dich bewusst, bewegst dich regelmäßig, doch die Fettpolster an Oberschenkeln, Hüfte und manchmal auch an den Armen bleiben hartnäckig. Sie werden sogar mehr. Kleidung zu kaufen wird zur Herausforderung, weil Ober- und Unterkörper scheinbar nicht zusammengehören. Dieses Gefühl, im eigenen Körper gefangen zu sein und für etwas bestraft zu werden, für das man nichts kann, kennen viele Frauen mit Lipödem. Es ist eine chronische Erkrankung, die weit mehr als nur ein kosmetisches Problem darstellt. Für viele Betroffene beginnt ein langer Weg auf der Suche nach Linderung und Verständnis. In diesem komplexen Zusammenspiel etablierter Behandlungen kann die Ganzkörperkältetherapie eine unterstützende Rolle einnehmen, um die Lebensqualität im Alltag zu verbessern.
Das Lipödem verstehen: Mehr als nur Fettgewebe
Ein Lipödem ist eine krankhafte und schmerzhafte Fettverteilungsstörung, die fast ausschließlich Frauen betrifft. Charakteristisch ist eine unproportionale Zunahme des Unterhautfettgewebes, typischerweise an den Beinen und Armen. Hände und Füße bleiben dabei meist schlank, was zu einem sichtbaren Kontrast führt. Dieses Fettgewebe ist anders beschaffen als normales Depotfett. Es reagiert kaum auf Diäten oder sportliche Aktivität.
Die Erkrankung verläuft in der Regel in Stadien, die sich nicht primär am Umfang, sondern an der Beschaffenheit der Haut und des Gewebes orientieren. Anfangs ist die Hautoberfläche noch glatt, das Unterhautgewebe aber bereits verdickt. Später wird die Haut unebener, es bilden sich Dellen und eine Art "Reiterhosen"-Phänomen. In fortgeschrittenen Stadien können sich große, deformierende Fettlappen bilden, die die Beweglichkeit stark einschränken.
Entscheidend für das Verständnis des Lipödems ist die damit verbundene Symptomatik. Die betroffenen Areale sind oft extrem druckempfindlich und schmerzhaft. Viele Frauen berichten von einem ständigen Spannungs- oder Schweregefühl. Zudem neigt das Gewebe zu Hämatomen, also blauen Flecken, die schon bei kleinsten Stößen entstehen. Diese Beschwerden können im Tagesverlauf, bei Wärme oder nach langem Stehen und Sitzen zunehmen. Es handelt sich also nicht um eine Frage der Disziplin, sondern um einen medizinischen Zustand, der eine angepasste Behandlung erfordert.
Ursachen und Auslöser: Eine Spurensuche im Körper
Die genauen Ursachen des Lipödems sind wissenschaftlich noch nicht vollständig geklärt. Es gibt jedoch starke Hinweise auf eine genetische Veranlagung, da die Erkrankung familiär gehäuft auftritt. Wenn deine Mutter oder Großmutter ähnliche Körperproportionen und Beschwerden hatte, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass auch du betroffen bist.
Ein zentraler Faktor scheinen hormonelle Veränderungen im weiblichen Körper zu sein. Oft beginnt die Erkrankung oder verschlimmert sich in Phasen hormoneller Umstellung wie der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Dies deutet darauf hin, dass weibliche Hormone, insbesondere Östrogene, eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und dem Fortschreiten des Lipödems spielen.
Zusätzlich wird eine Beteiligung des Lymphsystems und der kleinsten Blutgefäße, der Kapillaren, diskutiert. Man vermutet, dass die Kapillaren im erkrankten Gewebe brüchiger und durchlässiger sind. Dadurch kann Flüssigkeit leichter ins Gewebe austreten, was die Schwellungen und die Neigung zu blauen Flecken erklärt. Auch entzündliche Prozesse im Fettgewebe selbst scheinen eine Rolle zu spielen und tragen zu den Schmerzen und der Gewebeveränderung bei. Diese komplexe Gemengelage macht deutlich, warum eine einfache Gewichtsreduktion das Problem nicht lösen kann.
Der Weg zur Diagnose: Klarheit durch ärztliche Expertise
Wenn du bei dir die beschriebenen Symptome wiedererkennst, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu einer spezialisierten Ärztin oder einem spezialisierten Arzt. Fachleute für Gefäßerkrankungen (Phlebologen) oder Lympherkrankungen (Lymphologen) sind hier die richtigen Ansprechpartner. Eine Selbstdiagnose ist nicht zielführend und kann unsicher machen.
Die Diagnose des Lipödems erfolgt in erster Linie klinisch, das heißt durch eine körperliche Untersuchung und ein ausführliches Gespräch (Anamnese). Der Arzt wird dich nach deinen Beschwerden fragen: Seit wann bestehen sie? Gibt es Schmerzen? Wie stark sind sie? Nehmen sie im Tagesverlauf zu? Gibt es ähnliche Fälle in deiner Familie?
Anschließend wird das Gewebe sorgfältig abgetastet. Erfahrene Mediziner können die typische, oft knotige oder körnige Struktur des Unterhautfettgewebes ertasten. Sie achten auf die typische Verteilung des Fettes und die Aussparung von Füßen und Händen. Ein typisches Zeichen ist der "Muff" oder "Kragen" oberhalb des Knöchels, wo das krankhafte Gewebe abrupt endet. Der sogenannte Kneiftest kann die typische Schmerzhaftigkeit aufzeigen. Auch das Stemmer'sche Zeichen wird geprüft: Lässt sich die Hautfalte über der zweiten und dritten Zehe anheben, ist dies ein Hinweis gegen ein reines Lymphödem, schließt ein Lipödem jedoch nicht aus. Zur Abgrenzung von anderen Erkrankungen wie einem Lymphödem, einer Adipositas oder venösen Stauungen kann auch eine Ultraschalluntersuchung der Gefäße und des Gewebes sinnvoll sein. Die ärztliche Abklärung ist unerlässlich, um einen individuellen Therapieplan zu erstellen.
Die Säulen der konservativen Therapie
Die Behandlung des Lipödems zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die Lebensqualität zu verbessern. Die Basis bildet die sogenannte Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE). Sie besteht aus mehreren Bausteinen:
- Manuelle Lymphdrainage (MLD): Durch sanfte, rhythmische Grifftechniken wird der Abtransport von Lymphflüssigkeit aus dem Gewebe angeregt. Das kann Schwellungen und Spannungsgefühle reduzieren.
- Kompressionstherapie: Das Tragen von maßgefertigten medizinischen Kompressionsstrümpfen oder -strumpfhosen übt einen konstanten Druck von außen auf das Gewebe aus. Das verhindert, dass sich erneut Flüssigkeit ansammelt, unterstützt die Venen- und Lymphgefäßfunktion und kann Schmerzen lindern. Konsequentes Tragen ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
- Bewegung in Kompression: Sport und Bewegung sind wichtig, sollten aber gelenkschonend sein. Besonders empfehlenswert sind Aktivitäten im Wasser wie Aqua-Jogging oder Aqua-Cycling. Der Wasserdruck wirkt wie eine sanfte Lymphdrainage und die Gelenke werden entlastet. An Land sollte die Bewegung immer mit getragener Kompression erfolgen.
- Hautpflege: Die Haut über dem Lipödem-Gewebe ist oft trocken und empfindlich. Eine sorgfältige Pflege mit pH-neutralen, feuchtigkeitsspendenden Lotionen ist wichtig, um die Hautbarriere zu stärken und Infektionen vorzubeugen.
Ergänzend kann eine angepasste, antientzündliche Ernährung helfen, das allgemeine Wohlbefinden zu steigern und entzündliche Prozesse im Körper zu reduzieren. Es geht hierbei nicht um eine radikale Diät zur Gewichtsabnahme, sondern um eine bewusste Auswahl von Lebensmitteln, die dem Körper guttun. Als operative Maßnahme steht die Liposuktion zur Verfügung, bei der das krankhafte Fettgewebe abgesaugt wird. Dies ist ein invasiver Eingriff, der sorgfältig abgewogen werden muss.
Ganzkörperkältetherapie als ergänzender Baustein
Innerhalb dieses umfassenden Therapiekonzepts kann die Ganzkörperkältetherapie eine wertvolle, unterstützende Rolle spielen. Bei uns im Studio Kältekammer Memmingen betrittst du für rund drei Minuten eine Kammer mit trockener Kälte von -110 °C. Dieser extreme Kältereiz auf der Hautoberfläche löst im Körper eine Reihe von Reaktionen aus, die für Lipödem-Betroffene von Interesse sein können.
Viele unserer Gäste, die wegen eines Lipödems zu uns kommen, berichten von einer spürbaren Linderung ihrer Hauptsymptome. Der vielleicht wichtigste Effekt ist die mögliche Reduktion von Schmerzen. Die intensive Kälte kann die Leitungsgeschwindigkeit von Nervenfasern vorübergehend herabsetzen und die Schmerzwahrnehmung dämpfen. Ähnlich wie ein lokaler Kältepack auf einer Prellung kann die Ganzkörperkälte zu einer allgemeinen Schmerzlinderung beitragen.
Ein weiterer zentraler Punkt ist das Schwere- und Spannungsgefühl. Die Kälte führt zu einer starken Verengung der oberflächlichen Blutgefäße (Vasokonstriktion). Dieser Prozess könnte dabei helfen, die Durchlässigkeit der kleinen Gefäße zu verringern und den Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe zu reduzieren. Nach der Anwendung weiten sich die Gefäße wieder, was die Durchblutung anregt. Viele Frauen beschreiben ein Gefühl von Leichtigkeit und "entstauten" Beinen nach einer Sitzung. Diese Effekte sind wohlgemerkt temporär, können aber bei regelmäßiger Anwendung eine willkommene Entlastung im Alltag bieten. Die Ganzkörperkältetherapie versteht sich dabei als eine reine Wellness- und Regenerationsanwendung, die ärztlich verordnete Maßnahmen wie die Kompressionstherapie nicht ersetzt, sondern ergänzen kann.
Was die Forschung zeigt
Es ist wichtig, die wissenschaftliche Datenlage zur Ganzkörperkältetherapie bei Lipödem realistisch einzuordnen. Direkte, groß angelegte Studien, die gezielt die Wirkung von Kältekammern auf Patientinnen mit Lipödem untersuchen, fehlen bisher. Um den potenziellen Nutzen zu verstehen, müssen wir daher auf Forschung aus angrenzenden Gebieten blicken und mögliche Parallelen vorsichtig ableiten.
Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die Wirkung von Kälte auf Entzündungsprozesse. Da beim Lipödem chronische, niedriggradige Entzündungen im Fettgewebe eine Rolle spielen, ist die Forschung zu entzündlich-rheumatischen Erkrankungen interessant. Eine systematische Übersichtsarbeit legt nahe, dass Kälteanwendungen bei diesen Krankheitsbildern positive Effekte haben könnten, etwa auf Schmerzen und Entzündungsaktivität [2]. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Kälte auch die entzündliche Komponente des Lipödems positiv beeinflussen könnte.
Untersuchungen an gesunden Männern haben gezeigt, dass Serien von Kälteanwendungen bestimmte Marker im Blut verändern können. So wurde beobachtet, dass der Spiegel des Entzündungsbotenstoffs Interleukin-6 (IL-6) nach einer Reihe von Kältekammer-Sitzungen sinken kann [4]. Andere Arbeiten deuten darauf hin, dass Kälteanwendungen den oxidativen Stress im Körper reduzieren könnten, indem sie die körpereigenen antioxidativen Systeme stärken [3]. Oxidativer Stress wird mit vielen chronischen Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht. Diese Ergebnisse liefern mögliche Erklärungsmodelle dafür, warum viele Anwenderinnen eine Linderung ihrer Beschwerden wahrnehmen.
Ein weiterer Aspekt ist die oft mit dem Lipödem einhergehende Erschöpfung (Fatigue). Eine Studie an Patienten mit Multipler Sklerose, einer ebenfalls chronischen Erkrankung, zeigte, dass Ganzkörperkältetherapie die Fatigue reduzieren und den funktionellen Status verbessern konnte [1]. Auch wenn die Ursachen der Fatigue unterschiedlich sind, ist es denkbar, dass der anregende und aktivierende Effekt der Kälte auch Lipödem-Betroffenen zu mehr Energie im Alltag verhelfen kann.
Man muss jedoch die Grenzen dieser Forschung klar benennen. Die zitierten Studien wurden oft mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt [1, 3, 4]. Die Beobachtungszeiträume sind meist kurz. Zudem ist es bei einer Kälteanwendung nicht möglich, eine "Placebo"-Gruppe zu schaffen, die nicht merkt, dass sie behandelt wird. Die Ergebnisse von Studien mit gesunden Männern [3, 4] oder Patienten mit anderen Erkrankungen [1, 2] lassen sich nicht eins zu eins auf Frauen mit Lipödem übertragen. Dennoch geben sie wertvolle Hinweise auf die physiologischen Wirkmechanismen und untermauern die positiven Erfahrungsberichte vieler Anwenderinnen, ohne ein Heilversprechen abzugeben.
Kontraindikationen und wichtige Hinweise zur Kältetherapie
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine sichere Anwendung, wenn sie korrekt durchgeführt wird und bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen erfüllt sind. Gerade bei Lipödem-Patientinnen, die oft eine veränderte Gewebestruktur und Durchblutung haben, ist eine sorgfältige Abklärung wichtig.
Absolute Kontraindikationen, bei denen eine Anwendung nicht möglich ist, sind:
- Unbehandelter Bluthochdruck
- Herzinfarkt oder Schlaganfall in den letzten sechs Monaten
- Instabile Angina Pectoris, schwere Herzrhythmusstörungen
- Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
- Raynaud-Syndrom (Weißfingerkrankheit)
- Kälteallergie
- Schwangerschaft
- Akute fieberhafte Erkrankungen
Vor deiner ersten Anwendung bei uns im Studio in Memmingen führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Wir fragen gezielt nach Vorerkrankungen, um sicherzustellen, dass die Anwendung für dich sicher ist. Deine Haut muss trocken sein und du solltest keinen frischen Körperschmuck tragen. Hände, Füße, Ohren und Mund werden mit Handschuhen, festen Schuhen, einem Stirnband und einem Mundschutz geschützt. Solltest du dich während der kurzen Sitzung unwohl fühlen, kannst du die Kammer jederzeit verlassen. Die Anwendung bei uns ist keine medizinische Behandlung, sondern eine Maßnahme zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich zur Ganzkörperkältetherapie kommen?
Für den Einstieg empfehlen viele unserer Gäste eine initiale Serie von zehn bis zwanzig Anwendungen in einem relativ kurzen Zeitraum, zum Beispiel zwei- bis dreimal pro Woche. Um die positiven Effekte aufrechtzuerhalten, kann anschließend eine regelmäßige Anwendung von ein bis zwei Mal pro Woche sinnvoll sein. Der Rhythmus ist jedoch sehr individuell.
Kann die Kältetherapie meine Kompressionsversorgung ersetzen?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine ergänzende Maßnahme. Die Kompressionstherapie ist eine der fundamentalen Säulen der Lipödem-Behandlung und sollte unbedingt konsequent weitergeführt werden, wie von deiner Ärztin oder deinem Arzt verordnet.
Hilft die Kältetherapie beim Abnehmen an den betroffenen Stellen?
Die Anwendung ist keine Methode zur gezielten Fettreduktion an den Lipödem-Arealen. Der Fokus liegt klar auf der Linderung von Symptomen wie Schmerz, Schweregefühl und Entzündungsreaktionen. Der Kalorienverbrauch während der Anwendung ist zwar erhöht, aber nicht ausreichend für eine signifikante Gewichtsabnahme.
Was spüre ich während und nach der Anwendung?
In der Kältekammer spürst du eine intensive, aber trockene und gut erträgliche Kälte auf der Haut, vergleichbar mit einem Wintertag bei Minusgraden ohne Wind. Nach den drei Minuten fühlst du dich oft sofort erfrischt und belebt. Viele beschreiben ein angenehmes Kribbeln auf der Haut und ein Gefühl der Leichtigkeit in den Beinen.
Ist die Anwendung schmerzhaft?
Die Kälte selbst ist nicht schmerzhaft, sondern ein starker Reiz. Da die Luft extrem trocken ist, wird die Kälte als weniger beißend empfunden als feuchte Kälte. Die Anwendung ist mit drei Minuten sehr kurz, und das Gefühl der Erleichterung danach überwiegt für die meisten bei Weitem das kurze Kälteempfinden.
Kann ich direkt nach der manuellen Lymphdrainage in die Kältekammer?
Das ist eine sehr beliebte Kombination hier in der Region Memmingen und Unterallgäu. Viele Frauen berichten, dass die Effekte der Lymphdrainage durch die anschließende Kälteanwendung intensiviert und verlängert werden. Die Beine fühlen sich danach oft besonders leicht und entstaut an. Sprich die Reihenfolge am besten mit deinem Therapeuten ab.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Lipödem begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Whole-body cryostimulation (cryotherapy) provides benefits for fatigue and functional status in multiple sclerosis patients
Miller E, Kostka J, Wlodarczyk T, Dugue B (2016), Acta Neurologica Scandinavica. Untersuchung zu Fatigue und funktionellem Status bei Multipler Sklerose.
- [2] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [3] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [4] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [5] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [6] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [7] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [8] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.