Schmerzen & Gelenke

Nervenschmerzen: Hilfe durch Kältekammer?

Wenn Nerven schmerzen, leidet der ganze Mensch. Ein Einblick, wie Kältekammer eine ärztliche Behandlung begleitend unterstützen kann.

KI-generiertNervenschmerzen: Hilfe durch Kältekammer? – KI-generiertes Symbolbild
Nervenschmerzen: Hilfe durch Kältekammer?. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person oder Behandlungssituation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act).

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Helga Maria Freitag, Gründerin und Podologin in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie

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Es ist dieser eine Moment am Morgen, der den ganzen Tag vorwegnimmt. Das Gefühl, barfuß auf einer Matte aus Glasscherben zu stehen, obwohl der Boden glatt und warm ist. Oder dieses kribbelnde, brennende Ziehen im Arm, das dich aus dem Schlaf reißt und einfach nicht nachlassen will. Vielleicht ist es auch der quälende Schmerz nach einer Gürtelrose, der Monate nach dem Abheilen der Bläschen noch immer da ist, wie ein böser Geist. Nervenschmerzen, medizinisch auch neuropathische Schmerzen genannt, haben viele Gesichter. Eines haben sie gemeinsam: Sie greifen tief in den Alltag ein und rauben Lebensqualität. Sie sind nicht einfach nur ein Symptom. Sie werden zur Krankheit selbst. Genau hier, an diesem Punkt der alltäglichen Belastung, suchen viele Menschen nach ergänzenden Wegen, um ihren Körper zu unterstützen und ihr Wohlbefinden zu steigern. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine solche Möglichkeit, die wir dir hier vorstellen möchten.

Der Schmerz, der aus den Nerven kommt

Um zu verstehen, wie eine Kälteanwendung unterstützen kann, müssen wir zuerst einen Blick auf die Natur des Schmerzes werfen. Normalerweise ist Schmerz ein wichtiges Warnsignal. Du fasst auf eine heiße Herdplatte, und der Schmerz lässt dich die Hand sofort zurückziehen. Das ist der sogenannte nozizeptive Schmerz, eine direkte Reaktion auf eine Verletzung. Dein Nervensystem funktioniert hier wie eine perfekt arbeitende Alarmanlage.

Bei neuropathischen Schmerzen ist diese Alarmanlage gestört. Die Nervenfasern selbst sind geschädigt oder funktionieren nicht mehr richtig. Sie senden Schmerzsignale an das Gehirn, ohne dass es einen äußeren Reiz gibt. Man kann es sich wie ein defektes Stromkabel vorstellen, das Funken sprüht und falsche Signale sendet. Die Ursachen dafür sind vielfältig:

  • Stoffwechselerkrankungen: Die häufigste Ursache ist die Diabetes mellitus, die zu einer diabetischen Polyneuropathie führen kann, oft beginnend mit Missempfindungen in den Füßen.
  • Infektionen: Viren wie das Herpes-Zoster-Virus (Gürtelrose) können Nerven direkt schädigen und eine Post-Zoster-Neuralgie hinterlassen. Auch eine Borreliose kann Nervenschmerzen auslösen.
  • Mechanische Schäden: Ein Bandscheibenvorfall, der auf eine Nervenwurzel drückt, oder Verletzungen nach Unfällen und Operationen können Nerven quetschen oder durchtrennen.
  • Toxische Einflüsse: Bestimmte Medikamente, wie manche Chemotherapeutika, oder übermäßiger Alkoholkonsum können die Nerven angreifen.
  • Autoimmunerkrankungen: Bei Multipler Sklerose beispielsweise greift das Immunsystem die Schutzhüllen der Nerven an, was zu vielfältigen neurologischen Symptomen, einschließlich Schmerzen, führen kann.
  • Fibromyalgie: Dieses komplexe Schmerzsyndrom geht oft mit Symptomen einher, die neuropathischen Schmerzen sehr ähnlich sind, obwohl die genauen Ursachen noch erforscht werden [1].

Das Beschwerdebild ist so bunt wie die Ursachen. Es reicht von einem ständigen Brennen über plötzliche, stromstoßartige Attacken bis hin zu einem quälenden Kribbeln oder Taubheitsgefühlen. Oft kommt eine extreme Berührungsempfindlichkeit hinzu, bei der schon die Kleidung auf der Haut als schmerzhaft empfunden wird.

Der Weg zur Diagnose ist ärztliche Aufgabe

Wenn du solche Symptome bei dir beobachtest, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu deiner Hausärztin oder deinem Neurologen. Niemand sollte mit solchen Beschwerden allein bleiben oder auf eigene Faust experimentieren. Die Diagnostik ist entscheidend, um die Ursache zu finden und eine gezielte Behandlung einzuleiten.

Eine Ärztin oder ein Arzt wird dich zunächst ausführlich zu deinen Beschwerden befragen: Wo tritt der Schmerz auf? Wie fühlt er sich an? Wann hat er begonnen? Gibt es Auslöser? Danach folgt eine gründliche neurologische Untersuchung. Dabei werden zum Beispiel deine Reflexe, dein Berührungsempfinden, dein Temperaturempfinden und deine Muskelkraft getestet. Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen wie eine Blutabnahme, eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) oder bildgebende Verfahren wie ein MRT notwendig sein.

Diese Abklärung ist die unerlässliche Grundlage für alles Weitere. Unsere Anwendung in der Kältekammer in Memmingen ist eine reine Wellness- und Regenerationsanwendung. Sie stellt keine medizinische Behandlung dar und ersetzt niemals eine ärztliche Diagnose oder Therapie.

Etablierte Therapien als Basis

Die medizinische Behandlung von Nervenschmerzen ist oft langwierig und erfordert Geduld. Sie stützt sich auf mehrere Säulen. An erster Stelle steht, wenn möglich, die Behandlung der Grunderkrankung, also zum Beispiel die optimale Einstellung eines Diabetes.

Die Schmerzbehandlung selbst unterscheidet sich von der bei "normalen" Schmerzen. Herkömmliche Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol sind bei neuropathischen Schmerzen oft wirkungslos. Stattdessen kommen spezielle Medikamentengruppen zum Einsatz:

  • Antidepressiva und Antikonvulsiva: Bestimmte Medikamente, die ursprünglich gegen Depressionen oder Epilepsie entwickelt wurden, können in niedrigerer Dosierung die gestörte Schmerzverarbeitung im Nervensystem positiv beeinflussen.
  • Lokale Wirkstoffe: Pflaster oder Salben mit Wirkstoffen wie Lidocain oder Capsaicin können bei umschriebenen Schmerzarealen Linderung verschaffen.
  • Opioide: Starke Opioide werden wegen ihres Suchtpotenzials und ihrer Nebenwirkungen nur sehr zurückhaltend und bei stärksten Schmerzen eingesetzt.

Neben Medikamenten spielen nicht-medikamentöse Verfahren eine zentrale Rolle. Physiotherapie, Ergotherapie, Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung, aber auch psychologische Schmerztherapie helfen Betroffenen, besser mit dem Schmerz umzugehen, die Funktionalität zu verbessern und einen Teufelskreis aus Schmerz, Angst und Rückzug zu durchbrechen.

Ganzkörperkältetherapie als unterstützender Baustein

In ein solches multimodales Konzept kann sich die Ganzkörperkältetherapie als ergänzender Baustein einfügen. Sie zielt nicht darauf ab, eine der ärztlich verordneten Therapien zu ersetzen, sondern das Wohlbefinden auf einer anderen Ebene zu fördern und dem Körper einen intensiven, regenerativen Reiz zu geben.

Wenn du bei uns in Memmingen in die Kältekammer steigst, setzt du deinen Körper für rund drei Minuten einer extrem trockenen Kälte von -110 °C aus. Dieser starke Temperaturreiz auf der Haut kann verschiedene physiologische Reaktionen anstoßen, die für Menschen mit Nervenschmerzen interessant sein könnten.

Eine erste, sehr direkte Wirkung ist die auf die Schmerzleitung. Kälte verlangsamt die Geschwindigkeit, mit der Nerven Signale weiterleiten. Diesen Effekt kennt jeder, der schon einmal einen Eisbeutel auf eine Prellung gelegt hat. Der Schmerz wird gedämpft, die Stelle fühlt sich taub an. Bei der Ganzkörperkältetherapie wird dieser Reiz auf die gesamte Hautoberfläche ausgeübt. Viele unserer Gäste berichten von einer unmittelbaren Linderung ihrer Schmerzwahrnehmung, die für einige Stunden anhalten kann. Dieser Effekt kann ein wertvolles "Zeitfenster" schaffen, in dem Bewegungen leichter fallen oder man einfach einmal durchatmen kann.

Darüber hinaus werden komplexere, systemische Effekte diskutiert. Der massive Kältereiz könnte die Ausschüttung von entzündungshemmenden Botenstoffen im Körper anregen und gleichzeitig die Produktion von entzündungsfördernden Substanzen drosseln [2, 3]. Da auch bei manchen neuropathischen Schmerzformen unterschwellige Entzündungsprozesse eine Rolle spielen, ist dies ein vielversprechender Ansatzpunkt. Auch die Freisetzung von Endorphinen, körpereigenen "Glückshormonen", wird durch den extremen Reiz angeregt. Das kann nicht nur die Stimmung aufhellen, sondern hat auch eine eigene schmerzmodulierende Wirkung.

Für viele Menschen im Allgäu und Unterallgäu, die regelmäßig zu uns kommen, ist die Anwendung zu einem festen Bestandteil ihrer Selbstfürsorge-Routine geworden. Sie nutzen die Kältekammer nicht als alleinige Lösung, sondern als eine von mehreren Maßnahmen, um ihre Lebensqualität zu erhalten und aktiv zu gestalten.

Was die Forschung zur Kältetherapie zeigt

Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie ist ein relativ junges Feld. Es ist wichtig, die Ergebnisse mit der gebotenen wissenschaftlichen Vorsicht zu betrachten. Viele Studien sind klein, haben kurze Beobachtungszeiträume oder untersuchen sehr spezifische Personengruppen, was die Übertragbarkeit auf alle Formen von Nervenschmerzen erschwert. Dennoch gibt es interessante Beobachtungen, die als Hypothesen für die Wirkungsweise dienen können.

Ein Bereich, der Parallelen aufweist, ist die Forschung zur Fibromyalgie, einem Syndrom, das durch weitverbreitete Schmerzen, Müdigkeit und eben auch neuropathie-ähnliche Symptome gekennzeichnet ist. Eine klinische Untersuchung, die Ganzkörperkälteanwendungen bei Patientinnen und Patienten mit Fibromyalgie-Syndrom begleitend zu einem Bewegungsprogramm einsetzte, deutet darauf hin, dass die Kälteanwendungen zu einer Verbesserung der krankheitsspezifischen Symptomatik beitragen könnten [1]. Solche Ergebnisse müssen zwar in größeren Studien bestätigt werden, sie geben aber einen Hinweis darauf, dass die Kälte möglicherweise die Schmerzverarbeitung positiv beeinflussen kann.

Ein zentraler Wirkmechanismus, der in der Forschung immer wieder diskutiert wird, ist die mögliche entzündungshemmende Wirkung. Systematische Übersichtsarbeiten zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen legen nahe, dass Kälte Entzündungsprozesse beeinflussen kann [2]. Auch Untersuchungen an gesunden Probanden zeigten, dass serielle Kälteanwendungen Einfluss auf Entzündungsmarker wie Interleukin-6 und den antioxidativen Status des Körpers haben könnten [3]. Zwar lässt sich aus Studien an Gesunden nicht direkt auf Kranke schließen, doch es nährt die Hypothese, dass die Kälte eine systemische, antientzündliche Reaktion im Körper hervorrufen könnte. Dies wäre für jene Nervenschmerzen relevant, bei denen eine entzündliche Komponente eine Rolle spielt.

Die Forschung steckt hier aber noch in den Anfängen. Eine große Herausforderung ist die Durchführung von Placebo-kontrollierten Studien. Wie erzeugt man eine glaubhafte Schein-Behandlung, ohne dass die Probanden merken, dass sie nicht der echten Kälte ausgesetzt sind? Diese methodische Hürde erschwert es, eindeutige Belege zu gewinnen [7]. Die bisherigen Erkenntnisse sind daher vor allem als vielversprechende Hinweise und Erklärungsmodelle zu verstehen. Sie zeigen, dass die beobachteten positiven Effekte, von denen viele Anwender berichten, eine plausible physiologische Grundlage haben könnten. Die Forschung wird in den kommenden Jahren hoffentlich noch klarere Antworten liefern.

Dein erster Besuch bei uns: Ablauf und Sicherheitshinweise zur Kältetherapie

Wenn du dich für eine Anwendung entscheidest, ist es uns wichtig, dass du dich sicher und gut aufgehoben fühlst. Vor deinem ersten Gang in die Kältekammer führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Wir erklären dir den genauen Ablauf und klären eventuelle Kontraindikationen ab.

Gerade bei Nervenschmerzen gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Wenn du unter einer Kälteempfindlichkeit wie dem Raynaud-Syndrom leidest, bei dem sich die Finger und Zehen bei Kälte stark verengen und weiß werden, ist eine Ganzkörperkältetherapie nicht geeignet. Auch schwere, unbehandelte Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine akute Thrombose oder eine ausgeprägte Kälteallergie sind klare Ausschlussgründe. Sprich im Zweifel immer vorab mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.

Für die Anwendung selbst kleidest du dich bis auf die Badekleidung aus. Hände, Füße, Mund und Ohren werden mit Handschuhen, Schuhen, einem Mundschutz und einem Stirnband geschützt, da diese Bereiche besonders kälteempfindlich sind. Dann betrittst du die Kammer. Unsere Anlage in Memmingen arbeitet mit einer modernen Wirbelstromkühlung, die für eine sehr gleichmäßige und trockene Kälte sorgt. Du stehst oder bewegst dich langsam für etwa drei Minuten in der Kälte. Eine geschulte Person ist die ganze Zeit über bei dir, beobachtet dich und spricht mit dir. Du kannst die Anwendung jederzeit abbrechen.

Nach den drei Minuten verlässt du die Kammer. Die Haut ist gerötet, und ein intensives Kribbeln breitet sich im Körper aus. Das ist das Zeichen, dass das warme Blut zurück in die oberflächlichen Gewebe strömt. Viele beschreiben dieses Gefühl als extrem belebend und erfrischend. Der mögliche schmerzlindernde Effekt kann sofort oder mit leichter Verzögerung eintreten.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Ganzkörperkältetherapie bei Nervenschmerzen anwenden?

Eine pauschale Empfehlung gibt es nicht, da jeder Körper anders reagiert. Viele unserer Gäste mit chronischen Schmerzbildern beginnen mit einer Serie von zehn bis zwölf Anwendungen an möglichst aufeinanderfolgenden Tagen, um einen ersten Impuls zu setzen. Danach entscheiden sie individuell, ob sie mit ein bis drei Anwendungen pro Woche fortfahren, um das erreichte Wohlbefinden zu stabilisieren.

Ersetzt die Kälteanwendung meine Schmerzmedikamente?

Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine unterstützende Maßnahme zur Steigerung des Wohlbefindens. Ändere niemals deine ärztlich verordnete Medikation ohne Rücksprache mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt. Die Anwendung kann aber eventuell helfen, den Bedarf an Bedarfsmedikation zu reduzieren, was du ebenfalls mit deinem Arzt besprechen solltest.

Ist die Anwendung in der Kältekammer schmerzhaft?

Die Kälte von -110 °C ist intensiv, wird aber aufgrund der extremen Trockenheit der Luft meist nicht als schmerzhaft empfunden. Es ist eher ein starkes Prickeln auf der Haut. Im Vergleich zu einem Eisbad wird die trockene Kälte von den meisten Menschen als deutlich angenehmer beschrieben.

Warum könnte gerade die Kältetherapie bei der Schmerzwahrnehmung helfen?

Es werden mehrere Mechanismen diskutiert. Zum einen verlangsamt die extreme Kälte die Leitungsgeschwindigkeit der Nerven, was die Übertragung von Schmerzsignalen an das Gehirn direkt dämpfen kann. Zum anderen könnte der Kältereiz systemische Reaktionen wie die Ausschüttung von Endorphinen und entzündungshemmenden Botenstoffen anstoßen, die die Schmerzwahrnehmung im zentralen Nervensystem beeinflussen [2, 8].

Gibt es Nebenwirkungen, auf die ich achten muss?

Bei korrekter Anwendung und Beachtung der Kontraindikationen ist die Ganzkörperkältetherapie sehr sicher. Die häufigste Reaktion ist eine vorübergehende Rötung der Haut. In sehr seltenen Fällen können bei unsachgemäßem Schutz der Extremitäten oder bei Vorliegen nicht bekannter Gefäßerkrankungen leichte Erfrierungen auftreten, weshalb die sorgfältige Vorbereitung und Überwachung so wichtig sind.

Kann die Kältetherapie bei jeder Art von Nervenschmerz helfen?

Das lässt sich nicht pauschal sagen. Viele Gäste berichten von positiven Erfahrungen bei diffusen Schmerzbildern wie der Fibromyalgie [1] oder der Polyneuropathie. Der Effekt ist jedoch sehr individuell. Am besten findest du in einem persönlichen Versuch heraus, ob dein Körper positiv auf den Kältereiz anspricht.

Kältetherapie in Memmingen

Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Nervenschmerzen begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.

Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.

Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.

Studien und Quellen

Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome

    Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.

  2. [2] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review

    Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

  3. [3] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?

    Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.

  4. [4] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy

    Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.

  5. [5] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy

    Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.

  6. [6] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications

    Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.

  7. [7] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives

    Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.

  8. [8] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature

    Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.