Haut & Erscheinungsbild

Schuppenflechte: Wie Kältekammer unterstützen kann

Der Alltag mit Schuppenflechte ist belastend. Eine Kältekammer kann eine sinnvolle Ergänzung im Umgang mit den Symptomen sein.

KI-generiertSchuppenflechte: Wie Kältekammer unterstützen kann – KI-generiertes Symbolbild
Schuppenflechte: Wie Kältekammer unterstützen kann. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person oder Behandlungssituation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act).

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Helga Maria Freitag, Gründerin und Podologin in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie

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Wenn die eigene Haut zum Gegner wird

Der Sommer kommt. Für die meisten Menschen bedeutet das kurze Ärmel, Freibad und unbeschwerte Stunden in der Sonne. Für dich bedeutet es vielleicht etwas anderes. Du überlegst dir genau, welches T-Shirt die geröteten, schuppenden Stellen an den Ellenbogen am besten verdeckt. Du meidest Situationen, in denen neugierige Blicke auf deine Haut fallen könnten. Die Schuppenflechte, medizinisch Psoriasis genannt, ist weit mehr als ein kosmetisches Problem. Sie ist eine ständige Begleiterin, die nicht nur Juckreiz und Schmerzen verursachen kann, sondern auch tief in die Seele greift und das Selbstbewusstsein beeinträchtigt. Viele Betroffene suchen neben der unerlässlichen ärztlichen Behandlung nach Wegen, ihren Körper zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern. Ein solcher Weg, der in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist die unterstützende Anwendung der Ganzkörperkältetherapie.

Die Haut im Ausnahmezustand: Ursachen und Auslöser

Um zu verstehen, wie eine Kälteanwendung ansetzen kann, musst du zuerst verstehen, was in deinem Körper passiert. Die Schuppenflechte ist keine ansteckende Krankheit und hat nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie ist eine komplexe, chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung. Das bedeutet, dein Immunsystem, das dich eigentlich vor Krankheitserregern schützen soll, richtet sich irrtümlicherweise gegen körpereigene Zellen, in diesem Fall gegen Zellen der Haut.

Dieser fehlgeleitete Angriff löst eine Kettenreaktion aus. Entzündungsbotenstoffe werden im Übermaß ausgeschüttet. Diese wiederum befehlen den Hautzellen, sich viel zu schnell zu erneuern. Normalerweise dauert ein Hauterneuerungszyklus etwa 28 Tage. Bei einem Psoriasis-Schub kann dieser Prozess auf drei bis vier Tage verkürzt sein. Die Haut hat keine Zeit, die unreifen Zellen ordnungsgemäß abzustossen. Sie sammeln sich an der Oberfläche, was zu den typischen verdickten, geröteten und stark schuppenden Hautarealen, den sogenannten Plaques, führt. Darunter ist die Haut stark durchblutet und entzündet, was den quälenden Juckreiz und manchmal auch Schmerzen verursacht.

Die genaue Ursache ist nicht vollständig geklärt, aber eine genetische Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle. Jedoch bricht die Krankheit nicht bei jedem aus, der die Veranlagung in sich trägt. Es bedarf oft bestimmter Auslöser, sogenannter Trigger, um einen Schub zu provozieren oder eine bestehende Psoriasis zu verschlimmern. Dazu gehören:

  • Psychischer Stress und seelische Belastungen
  • Infektionen, insbesondere durch Streptokokken (z. B. bei einer Mandelentzündung)
  • Mechanische Reize auf der Haut (enge Kleidung, Verletzungen, Kratzen)
  • Bestimmte Medikamente
  • Hormonelle Umstellungen
  • Alkoholkonsum und Rauchen

Die Erkenntnis, dass es sich um einen tiefgreifenden Entzündungsprozess handelt, ist der Schlüssel zum Verständnis möglicher Therapieansätze, sowohl der medizinischen als auch der begleitenden.

Der Weg zur Diagnose: Was der Arzt feststellt

Bevor du irgendeine unterstützende Maßnahme in Erwägung ziehst, steht immer der Gang zur Hautärztin oder zum Hautarzt. Nur medizinisches Fachpersonal kann eine gesicherte Diagnose stellen und andere Hauterkrankungen, die ähnlich aussehen können, ausschließen. Die Diagnose erfolgt meist durch eine einfache Blickdiagnose. Die charakteristischen Plaques, oft an typischen Stellen wie Ellenbogen, Knien, der behaarten Kopfhaut oder der Kreuzbeinregion, sind für den erfahrenen Blick eindeutig. Manchmal wird zusätzlich eine kleine Hautprobe entnommen (Biopsie) und unter dem Mikroskop untersucht, um letzte Zweifel auszuräumen.

Deine Ärztin oder dein Arzt wird außerdem die Schwere deiner Psoriasis beurteilen. Dabei spielen die Ausdehnung auf der Körperoberfläche, die Stärke der Rötung, die Dicke der Plaques und die Intensität des Juckreizes eine Rolle. Diese Einordnung ist entscheidend für die Wahl der richtigen medizinischen Therapie. Jede Form der Selbstbehandlung, auch eine unterstützende Kälteanwendung in unserer Kältekammer in Memmingen, sollte niemals eine ärztliche Abklärung und Begleitung ersetzen. Sie ist eine regenerative Wellness-Anwendung, die ein Gesamtkonzept ergänzen kann.

Konventionelle Therapien: Die Säulen der Behandlung

Die moderne Medizin verfügt über ein breites Spektrum an wirksamen Behandlungen, um die Symptome der Schuppenflechte zu kontrollieren. Das Ziel ist es, die Entzündung zu hemmen, die übermäßige Zellteilung zu normalisieren und die Beschwerden zu lindern. Eine Heilung im Sinne einer vollständigen und dauerhaften Beseitigung der Krankheit ist bisher nicht möglich, aber eine weitgehende Symptomfreiheit kann oft erreicht werden.

Die Therapie erfolgt meist nach einem Stufenplan: 1. Äußerliche (topische) Therapie: Bei leichten Formen kommen Cremes, Salben und Lotionen zum Einsatz. Sie enthalten oft Kortison zur Entzündungshemmung oder Vitamin-D3-Abkömmlinge zur Normalisierung des Zellwachstums. 2. Lichttherapie (Phototherapie): Bei mittelschweren bis schweren Formen wird die Haut gezielt mit UV-Licht bestimmter Wellenlängen bestrahlt. Dies verlangsamt die Zellteilung und wirkt entzündungshemmend. 3. Innerliche (systemische) Therapie: Wenn äußere Behandlungen nicht ausreichen, werden Medikamente in Tabletten- oder Spritzenform verabreicht. Klassische Systemtherapeutika unterdrücken das Immunsystem im Ganzen. Moderne Biologika greifen sehr gezielt in die fehlgeleiteten Immunprozesse ein, indem sie spezifische Entzündungsbotenstoffe blockieren.

All diese Therapien sind hochwirksam, können aber auch Nebenwirkungen haben und erfordern eine engmaschige ärztliche Kontrolle. Viele Betroffene suchen daher nach komplementären Wegen, die sie in ihren Alltag integrieren können, um die medizinische Behandlung zu unterstützen und ihr Wohlbefinden ganzheitlich zu steigern. Hier setzt die Idee der Ganzkörperkältetherapie an.

Wie Ganzkörperkältetherapie bei Schuppenflechte unterstützen kann

Die Anwendung von Kälte zur Linderung von Beschwerden ist keine neue Erfindung. Doch die Ganzkörperkältetherapie geht einen Schritt weiter. Für rund drei Minuten setzt du deinen Körper in unserer Kältekammer einer trockenen Kälte von -110 °C aus. Dieser extreme, aber sehr kurze Reiz löst im Körper eine Reihe von Reaktionen aus, die für Menschen mit Schuppenflechte von Interesse sein können.

Der wichtigste Ansatzpunkt ist die vermutete entzündungshemmende Wirkung. Die Psoriasis ist eine Entzündungskrankheit. Der starke Kältereiz könnte dazu beitragen, die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen zu modulieren und gleichzeitig die Produktion von entzündungshemmenden Substanzen anzuregen. Dies ist ein zentraler Mechanismus, der in der Forschung untersucht wird [6]. Es handelt sich dabei nicht um eine Heilung, sondern um eine mögliche Beeinflussung der Prozesse, die den Krankheitsschub antreiben.

Ein weiterer, sehr direkter und oft schnell spürbarer Effekt ist die Linderung des Juckreizes. Der quälende Juckreiz ist für viele Betroffene die größte Belastung. Er verleitet zum Kratzen, was die Haut weiter verletzt und die Entzündung anfacht, ein Teufelskreis. Die extreme Kälte wirkt auf die Nervenenden in der Haut. Sie verlangsamt die Leitgeschwindigkeit der Nervenfasern, die den Juckreiz an das Gehirn melden. Viele unserer Gäste berichten von einer deutlichen und manchmal über Stunden anhaltenden Reduzierung des Juckreizes direkt nach der Anwendung. Allein diese Unterbrechung des Juck-Kratz-Zyklus kann eine enorme Erleichterung sein und der Haut die Chance geben, sich zu beruhigen.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung auf die Psyche. Ein Schub wird oft durch Stress ausgelöst oder verschlimmert. Die Kälteanwendung führt zu einer Ausschüttung von Endorphinen, den körpereigenen „Glückshormonen“. Das kann die Stimmung heben, das allgemeine Wohlbefinden verbessern und zur Stressreduktion beitragen. Wenn du dich mental besser und entspannter fühlst, kann sich das indirekt auch positiv auf dein Hautbild auswirken.

Was die Forschung zeigt

Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie bei Psoriasis steckt noch in den Anfängen. Es gibt keine großen, abschließenden Studien, die eine Wirksamkeit eindeutig belegen. Die Erkenntnisse, die wir haben, stammen oft aus Untersuchungen zu anderen Anwendungsfeldern, insbesondere aus dem Sport und der Behandlung von rheumatischen Entzündungskrankheiten. Dennoch lassen sich aus diesen Arbeiten interessante Hypothesen ableiten und vorsichtige Rückschlüsse ziehen.

Ein zentraler Forschungsbereich ist die Wirkung von Kälte auf Entzündungsmarker und oxidativen Stress im Körper. In Studien mit gesunden Männern oder Athleten wurde beobachtet, dass eine Serie von Kälteanwendungen die Konzentration bestimmter entzündungsfördernder Botenstoffe wie Interleukin-6 (IL-6) im Blut beeinflussen könnte [3, 6]. Gleichzeitig gibt es Hinweise darauf, dass die körpereigenen antioxidativen Systeme gestärkt werden könnten, was dabei hilft, den sogenannten oxidativen Stress zu reduzieren [8]. Da sowohl chronische Entzündungen als auch oxidativer Stress bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Psoriasis eine wesentliche Rolle spielen, ist die Frage naheliegend, ob diese Effekte auch für Menschen mit Schuppenflechte relevant sein könnten. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Ergebnisse nicht direkt auf ein Krankheitsbild wie Psoriasis übertragbar sind. Die Untersuchungen fanden an gesunden Probanden statt, deren Körper anders reagiert als ein Körper, der sich in einem chronischen Entzündungszustand befindet.

Andere Untersuchungen haben sich mit der rein physikalischen Reaktion der Haut beschäftigt. Mittels Thermografie konnte gezeigt werden, wie sich die Hauttemperatur während und nach einer Kälteanwendung drastisch verändert [1]. Zunächst ziehen sich die oberflächlichen Blutgefäße stark zusammen, um den Körperkern vor Auskühlung zu schützen. Die Haut kühlt stark ab. Nach dem Verlassen der Kammer kommt es zu einer reaktiven, starken Erweiterung der Gefäße. Die Haut wird intensiv durchblutet. Dieser Prozess könnte die Versorgung der Haut mit Sauerstoff und Nährstoffen verbessern und den Abtransport von Entzündungsstoffen fördern. Auch hier handelt es sich um eine physiologische Beobachtung, deren konkreter Nutzen für das Hautbild bei Psoriasis weiter erforscht werden muss.

Die Grenzen der aktuellen Forschung müssen klar benannt werden. Viele Studien haben nur eine kleine Teilnehmerzahl, die Beobachtungszeiträume sind oft kurz und es fehlen häufig Kontrollgruppen, die eine Placebo-Behandlung erhalten [5]. Die Übertragbarkeit von Ergebnissen aus dem Leistungssport auf eine chronische Hauterkrankung ist begrenzt [4, 7]. Dennoch liefern die bisherigen Daten und die zahlreichen positiven Erfahrungsberichte von Anwendern eine plausible Grundlage dafür, die Ganzkörperkältetherapie als eine sinnvolle, unterstützende Maßnahme im Rahmen eines ärztlich betreuten Gesamtkonzepts zu betrachten.

Der Ablauf einer Ganzkörperkältetherapie in Memmingen

Wenn du dich für eine Kälteanwendung entscheidest, ist es wichtig zu wissen, was dich erwartet. Der Gedanke an -110 °C mag zunächst abschreckend wirken, aber die Kälte ist sehr trocken und daher gut auszuhalten. Bei uns im Studio Kältekammer Memmingen legen wir größten Wert auf Sicherheit und eine persönliche Betreuung.

Zuerst führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit dir. Hier klären wir, ob bei dir eventuell Kontraindikationen vorliegen, und beantworten all deine Fragen. Danach ziehst du dich bis auf Badebekleidung oder Unterwäsche um. Wichtig ist, dass die Kleidung und deine Haut absolut trocken sind. Zum Schutz der empfindlichsten Körperstellen erhältst du von uns Handschuhe, Socken, feste Schuhe, einen Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband oder eine Mütze.

Dann betrittst du die Kältekammer. Du bist während der gesamten Anwendung, die nur etwa drei Minuten dauert, über ein Fenster und eine Sprechanlage mit unserem geschulten Personal in Kontakt. Du kannst die Kammer jederzeit verlassen. Du bewegst dich langsam und atmest ruhig. Die Kälte fühlt sich an wie ein intensiver Winterspaziergang, aber ohne den bissigen Wind. Nach den drei Minuten verlässt du die Kammer und spürst sofort ein angenehmes Kribbeln am ganzen Körper. Die Haut rötet sich leicht, ein Zeichen für die reaktiv einsetzende starke Durchblutung. Die meisten Menschen fühlen sich danach erfrischt, klar und energetisiert. Für eine spürbare Unterstützung bei chronischen Beschwerden wie der Schuppenflechte wird in der Regel eine Serie von Anwendungen empfohlen.

Wichtige Hinweise und Kontraindikationen

Die Ganzkörperkältetherapie ist eine sichere Anwendung, aber nicht für jeden geeignet. Deine Gesundheit und Sicherheit haben oberste Priorität. Personen mit den folgenden Erkrankungen dürfen die Kältekammer nicht nutzen:

  • Schwere, unbehandelte Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten)
  • Unbehandelter Bluthochdruck
  • Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
  • Kälteallergie oder Raynaud-Syndrom
  • Schwere Anämie
  • Schwangerschaft

Speziell im Hinblick auf die Schuppenflechte gilt: Bei stark nässenden, offenen oder blutenden Hautstellen ist eine Anwendung nicht möglich. Eine leichte Schuppung oder Rötung ist hingegen kein Problem. Sprich im Zweifel immer zuerst mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Nur sie oder er kann beurteilen, ob die Ganzkörperkältetherapie für dich und deine aktuelle gesundheitliche Situation eine passende Ergänzung darstellt. Wir im Herzen des Unterallgäus verstehen unsere Anwendung als einen Baustein für dein Wohlbefinden, nicht als medizinische Behandlung.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich die Kältekammer bei Schuppenflechte nutzen?

Für chronische Beschwerden wird oft eine Initialserie von 10 bis 20 Anwendungen in relativ kurzem Abstand empfohlen, zum Beispiel drei- bis fünfmal pro Woche. Danach können regelmäßige einzelne Anwendungen zur Aufrechterhaltung des Effekts, etwa ein- bis zweimal pro Woche, sinnvoll sein. Dies ist jedoch sehr individuell.

Ist die Anwendung schmerzhaft?

Nein. Die extreme Kälte ist intensiv, wird aber durch die absolute Trockenheit der Luft als nicht schmerzhaft empfunden. Das Gefühl ist nicht mit einem Sprung in eiskaltes Wasser vergleichbar. Die kurze Dauer von maximal drei Minuten macht die Anwendung sehr gut tolerierbar.

Kann die Ganzkörperkältetherapie meine Medikamente ersetzen?

Auf keinen Fall. Die Kälteanwendung ist eine rein unterstützende Maßnahme zur Steigerung des Wohlbefindens und zur Linderung von Symptomen wie Juckreiz. Setze niemals ohne Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt verordnete Medikamente ab oder ändere deren Dosierung.

Wann sehe ich eine Verbesserung meines Hautbildes?

Das ist sehr unterschiedlich. Eine Linderung des Juckreizes berichten viele Gäste schon nach der ersten Anwendung. Eine sichtbare Verbesserung des Hautbildes, falls sie eintritt, benötigt in der Regel mehrere Anwendungen über einen längeren Zeitraum und ist nicht garantiert.

Was muss ich vor und nach der Anwendung beachten?

Deine Haut muss komplett trocken sein, also dusche nicht direkt vorher. Trage keinen Schmuck und keine Piercings. Nach der Anwendung solltest du dich in Ruhe wieder an die Raumtemperatur gewöhnen und dich anziehen. Sportliche Betätigung ist danach gut möglich.

Ist die Ganzkörperkältetherapie eine anerkannte medizinische Behandlung für Psoriasis?

Nein, in Deutschland ist die Ganzkörperkältetherapie bei Psoriasis keine von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannte und erstattete Therapieform. Sie gilt als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) oder als Wellness- und Regenerationsanwendung, die du selbst finanzierst, um deine ärztliche Behandlung zu ergänzen.

Kältetherapie in Memmingen

Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Schuppenflechte begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.

Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.

Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.

Studien und Quellen

Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy

    Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.

  2. [2] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy

    Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.

  3. [3] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?

    Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.

  4. [4] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications

    Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.

  5. [5] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives

    Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.

  6. [6] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature

    Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.

  7. [7] Whole-body cryotherapy in athletes

    Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.

  8. [8] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men

    Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.