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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Wenn der eigene Körper spannt
Du kennst dieses Gefühl vielleicht. Am Ende eines langen Tages im Büro oder nach einer ausgedehnten Shoppingtour durch die Memminger Innenstadt fühlen sich deine Beine schwer und bleiern an. Die Socken haben tiefe Abdrücke am Knöchel hinterlassen. Vielleicht sind es auch die Finger, die am Morgen steif und aufgedunsen wirken und es unmöglich machen, einen Ring über das Gelenk zu schieben. Dieses Gefühl, dass das Gewebe spannt und der Körper irgendwie „zu eng“ geworden ist, kennen viele Menschen. Oft ist es eine vorübergehende Erscheinung, die nach etwas Ruhe und Hochlagern der Beine wieder verschwindet. Manchmal jedoch ist diese Ansammlung von Flüssigkeit im Gewebe, medizinisch als Ödem bezeichnet, ein hartnäckiger Begleiter oder sogar ein Warnsignal des Körpers. Für viele Betroffene beginnt dann eine Suche nach wirksamen Wegen, um die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zurückzugewinnen. Neben etablierten medizinischen Behandlungen rücken auch unterstützende Anwendungen wie die Ganzkörperkältetherapie in den Fokus, um den Körper in seinen Regulationsprozessen zu begleiten.
Was genau ist ein Ödem?
Eine Schwellung ist zunächst einmal eine sicht- und tastbare Volumenzunahme eines Körperteils. Die Ursache dafür ist in den meisten Fällen ein Ödem. Stell dir unser Kreislaufsystem wie ein weit verzweigtes Netz aus Röhren vor. Die großen Röhren sind die Arterien und Venen, die kleinsten sind die Haargefäße, die Kapillaren. Ihre Wände sind nicht vollständig dicht, sondern semipermeabel. Das bedeutet, sie lassen bestimmte Substanzen, vor allem Wasser, hindurchtreten. So wird das umliegende Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.
Normalerweise herrscht ein feines Gleichgewicht. Genauso viel Flüssigkeit, wie aus den Kapillaren ins Gewebe austritt, wird auch wieder abtransportiert. Dies geschieht zum einen durch die Venen und zum anderen durch das Lymphsystem, ein zweites, parallel verlaufendes Drainagesystem. Ein Ödem entsteht, wenn dieses Gleichgewicht gestört ist. Entweder wird zu viel Flüssigkeit aus den Gefäßen ins Gewebe gepresst oder der Abtransport über Venen und Lymphbahnen ist behindert. Die Folge: Die Flüssigkeit sammelt sich im Zwischenzellraum, das Gewebe schwillt an. Typischerweise treten Ödeme an den Beinen, Knöcheln und Füßen auf, da hier die Schwerkraft den Rückfluss zusätzlich erschwert. Sie können aber auch an Händen, Armen, im Gesicht oder am gesamten Körper auftreten.
Die vielfältigen Ursachen von Wassereinlagerungen
Die Gründe für ein gestörtes Flüssigkeitsgleichgewicht sind äußerst vielfältig. Sie reichen von harmlosen Alltagsphänomenen bis hin zu ernsthaften Erkrankungen, die unbedingt einer ärztlichen Behandlung bedürfen.
Häufige und meist unbedenkliche Auslöser sind:
- Langes Stehen oder Sitzen, was den venösen Rückfluss aus den Beinen verlangsamt.
- Große Hitze im Sommer, die zu einer Weitstellung der Blutgefäße führt.
- Hormonelle Schwankungen, zum Beispiel vor der Menstruation oder während einer Schwangerschaft.
- Eine sehr salzreiche Ernährung, da Salz Wasser im Körper bindet.
- Flugreisen durch den veränderten Luftdruck und langes Sitzen.
Auch Verletzungen wie eine Verstauchung oder ein Insektenstich führen zu einer lokalen Schwellung. Hierbei handelt es sich um eine akute Entzündungsreaktion, bei der die Gefäße absichtlich durchlässiger werden, um Abwehrzellen zum Ort des Geschehens zu transportieren.
Dauerhafte oder zunehmende Ödeme können jedoch auf zugrunde liegende medizinische Probleme hinweisen. Eine ärztliche Abklärung ist in diesen Fällen unerlässlich. Mögliche Ursachen sind:
- Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz): Die Venenklappen in den Beinen schließen nicht mehr richtig, das Blut versackt und presst Flüssigkeit ins Gewebe.
- Herzschwäche (Herzinsuffizienz): Das Herz pumpt nicht mehr kräftig genug. Es kommt zu einem Rückstau des Blutes vor dem Herzen, was zu Ödemen in den Beinen oder sogar in der Lunge führen kann.
- Nierenerkrankungen: Die Nieren können überschüssige Flüssigkeit und Salze nicht mehr ausreichend ausscheiden.
- Lebererkrankungen: Eine fortgeschrittene Lebererkrankung kann die Produktion des Proteins Albumin stören, das für die Bindung von Wasser in den Blutgefäßen wichtig ist.
- Lymphödem: Das Lymphsystem selbst ist geschädigt, oft nach Operationen oder Bestrahlungen im Rahmen einer Krebstherapie. Der Abtransport der Lymphe ist blockiert.
- Allergische Reaktionen: Hierbei werden Botenstoffe wie Histamin freigesetzt, die die Gefäße schlagartig durchlässig machen.
Diese Beispiele zeigen, warum du Schwellungen, die über Tage anhalten, sich verschlimmern oder von anderen Symptomen wie Atemnot, Schmerzen oder Hautveränderungen begleitet werden, niemals selbst diagnostizieren solltest. Der erste und wichtigste Schritt ist immer der Gang zu deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Der Weg zur Diagnose: Was der Arzt untersucht
Um die Ursache deiner Ödeme zu finden, wird dein Arzt oder deine Ärztin eine systematische Untersuchung durchführen. Am Anfang steht immer ein ausführliches Gespräch (Anamnese). Dabei werden Fragen gestellt wie:
- Seit wann bestehen die Schwellungen?
- An welchen Körperstellen treten sie auf? Sind sie einseitig oder beidseitig?
- Sind sie morgens oder abends schlimmer?
- Gibt es begleitende Symptome wie Schmerzen, Rötung, Luftnot oder Gewichtszunahme?
- Welche Vorerkrankungen gibt es und welche Medikamente nimmst du ein?
Danach folgt die körperliche Untersuchung. Der Arzt wird die betroffenen Stellen genau betrachten und abtasten. Ein wichtiger Test ist der sogenannte Dellen-Test: Drückt der Arzt mit dem Finger für einige Sekunden fest auf die geschwollene Stelle und es bleibt eine sichtbare Delle zurück, spricht man von einem „eindrückbaren“ Ödem. Dies ist ein typisches Zeichen für Wassereinlagerungen. Zusätzlich werden Herz und Lunge abgehorcht und der Blutdruck gemessen.
Je nach Verdacht können weitere Untersuchungen notwendig werden:
- Blutuntersuchung: Sie gibt Aufschluss über die Funktion von Nieren, Leber und Herz sowie über Entzündungswerte oder einen Mangel an Eiweißen.
- Urinuntersuchung: Hier kann ein erhöhter Eiweißverlust nachgewiesen werden, der auf eine Nierenschädigung hindeutet.
- Ultraschall (Sonografie): Mit einer Doppler- oder Duplexsonografie kann der Arzt den Blutfluss in den Venen und Arterien darstellen und so eine Venenschwäche oder eine Thrombose erkennen. Auch die inneren Organe wie Herz und Leber können beurteilt werden.
- Elektrokardiogramm (EKG): Es überprüft die Herzfunktion.
Erst wenn die genaue Ursache feststeht, kann eine gezielte und wirksame Therapie eingeleitet werden.
Die Säulen der konventionellen Ödem-Therapie
Die Behandlung eines Ödems richtet sich immer nach seiner Ursache. Steckt eine Herz- oder Nierenerkrankung dahinter, steht die Therapie dieser Grunderkrankung im Vordergrund. Unabhängig von der Ursache gibt es jedoch eine Reihe von Maßnahmen, die darauf abzielen, die angesammelte Flüssigkeit aus dem Gewebe zu mobilisieren und die Symptome zu lindern. Man spricht hier von der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE).
Die wichtigsten Bausteine sind:
- Kompressionstherapie: Durch das Tragen von medizinischen Kompressionsstrümpfen oder das Anlegen von Kompressionsverbänden wird von außen ein definierter Druck auf das Gewebe ausgeübt. Dieser Druck unterstützt die Venen- und Lymphgefäße dabei, die Flüssigkeit wieder aufzunehmen und abzutransportieren.
- Manuelle Lymphdrainage: Eine spezielle Massagetechnik, die von geschulten Physiotherapeuten durchgeführt wird. Mit sanften, rhythmischen Griffen wird der Abfluss der Lymphflüssigkeit angeregt und in Richtung der zuständigen Lymphknoten geleitet.
- Bewegungstherapie: Gezielte Übungen, idealerweise mit angelegter Kompression, aktivieren die Muskelpumpe vor allem in den Beinen. Bei jeder Muskelanspannung werden die Venen zusammengepresst, was das Blut herzwärts befördert.
- Hautpflege: Die Haut über einem Ödem ist oft trocken, gespannt und anfällig für Verletzungen und Infektionen. Eine sorgfältige, pH-neutrale Pflege ist daher sehr wichtig.
Ergänzend können je nach Ursache Medikamente, sogenannte Diuretika (umgangssprachlich "Wassertabletten"), zum Einsatz kommen. Sie regen die Nieren an, mehr Salz und Wasser auszuscheiden. Ihre Anwendung muss jedoch ärztlich streng überwacht werden, da sie den Elektrolythaushalt des Körpers stark beeinflussen können.
Die unterstützende Rolle der Ganzkörperkältetherapie
Innerhalb eines solchen umfassenden, ärztlich begleiteten Behandlungsplans kann die Ganzkörperkältetherapie eine wertvolle unterstützende Maßnahme sein. Es handelt sich dabei um eine Wellness- und Regenerationsanwendung, die keine der oben genannten medizinischen Therapien ersetzt, diese aber sinnvoll ergänzen kann. Bei uns im Studio in Memmingen dauert eine Sitzung in der elektrisch betriebenen Kältekammer bei minus 110 Grad Celsius nur rund drei Minuten.
Die intensive Kälte löst im Körper eine Reihe von physiologischen Reaktionen aus, die für Menschen mit Ödemneigung von Interesse sein können. 1. Gefäßverengung (Vasokonstriktion): Der stärkste und unmittelbarste Effekt der Kälte ist eine massive Verengung der oberflächlichen Blutgefäße in der Haut und im Unterhautgewebe. Der Körper tut dies, um den Wärmeverlust zu minimieren und die Kerntemperatur stabil zu halten. Für das Gewebe bedeutet das: Der Druck in den kleinen Kapillaren sinkt, und es wird weniger Flüssigkeit in das umliegende Gewebe abgepresst. Dieser Effekt kann helfen, die weitere Zunahme eines Ödems zu verlangsamen. 2. Mögliche entzündungshemmende Effekte: Viele Schwellungen, insbesondere nach Verletzungen, aber auch bei rheumatischen Erkrankungen, haben eine entzündliche Komponente. Die Forschung untersucht, inwieweit Ganzkörperkältetherapie systemische Entzündungsprozesse beeinflussen kann [2, 6]. Eine Dämpfung dieser Prozesse könnte dazu beitragen, die mit der Entzündung einhergehende Schwellung zu reduzieren. 3. Verbesserte Durchblutung nach der Anwendung: Nach den drei Minuten in der Kälte verlässt du die Kammer. Der Körper beginnt nun, sich wieder aufzuwärmen. Dabei weiten sich die zuvor verengten Gefäße stark (reaktive Hyperämie). Dieser "Pump-Effekt" kann die Durchblutung im gesamten Körper anregen und den Stoffwechsel im Gewebe fördern, was den Abtransport von Flüssigkeit und Stoffwechselendprodukten unterstützen könnte.
Viele unserer Gäste aus dem gesamten Unterallgäu berichten von einem Gefühl der Leichtigkeit und einem spürbaren Abschwellen, besonders in den Beinen, nach einer Serie von Kälteanwendungen. Es ist eine Erfahrung, die den oft mühsamen Alltag mit Ödemen erleichtern kann.
Was die Forschung zur Ganzkörperkältetherapie zeigt
Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie ist ein relativ junges Feld, und die Datenlage entwickelt sich stetig weiter. Es ist wichtig, die Ergebnisse mit Bedacht zu interpretieren, da viele Fragen noch offen sind. Die Forschung konzentriert sich oft auf spezifische Anwendungsgebiete wie Sportregeneration oder rheumatische Erkrankungen, aber einige der beobachteten Mechanismen könnten auch für das Verständnis von Ödemen relevant sein.
Ein zentraler Ansatzpunkt ist die mögliche Beeinflussung von Entzündungsprozessen. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2014, die bestehende Studien zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zusammenfasste, deutet darauf hin, dass Kälte potenziell positive Effekte haben könnte [2]. Da Entzündungen oft mit Schwellungen einhergehen, ist dieser Aspekt von besonderem Interesse. Ein weiterer Review, der sich auf die Anwendung bei Sportlern konzentrierte, kam ebenfalls zu dem Schluss, dass Ganzkörperkältetherapie Entzündungs- und Muskelmarker beeinflussen kann, was für die Regeneration nach Belastungen relevant ist [6].
Andere Studien haben sich direkt die Wirkung auf bestimmte Botenstoffe und zelluläre Prozesse im Körper angesehen. So wurde beispielsweise in einer Untersuchung mit gesunden Männern festgestellt, dass eine Serie von Kälteanwendungen die Konzentration bestimmter Entzündungsmarker wie Interleukin-6 (IL-6) im Blut beeinflussen könnte [4]. Wiederum andere Arbeiten deuten darauf hin, dass regelmäßige Kältereize das Gleichgewicht zwischen oxidativem Stress und antioxidativen Schutzsystemen im Körper zugunsten der Schutzsysteme verschieben könnten [3, 6]. Oxidativer Stress spielt bei vielen chronischen Erkrankungen und Alterungsprozessen eine Rolle und kann die Funktion der Gefäßwände beeinträchtigen. Eine Reduktion könnte sich daher theoretisch positiv auf die Gefäßgesundheit auswirken.
Es ist jedoch entscheidend, die Grenzen dieser Forschung zu sehen. Viele Studien werden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt [4]. Die untersuchten Gruppen sind oft sehr spezifisch, zum Beispiel junge, gesunde Männer oder Leistungssportler [3, 4, 6, 7]. Ob sich die Ergebnisse direkt auf ältere Menschen oder Personen mit chronischen Erkrankungen, die zu Ödemen führen, übertragen lassen, ist unklar. Ein weiteres methodisches Problem ist oft die fehlende Verblindung. Die Teilnehmer wissen, dass sie eine Kälteanwendung erhalten, was einen Placebo-Effekt begünstigen kann [5]. Die meisten Untersuchungen beobachten zudem nur kurzfristige Effekte. Langzeitstudien, die die Wirksamkeit und Sicherheit über Monate oder Jahre belegen, sind selten. Die Wissenschaft liefert also interessante Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen, aber keine endgültigen Beweise. Die Anwendung bei Ödemen bleibt daher ein unterstützender, erfahrungsbasierter Ansatz.
Vorsichtsmaßnahmen und Kontraindikationen
So wohltuend die Kälte auch sein kann, die Ganzkörperkältetherapie ist eine intensive Anwendung, die nicht für jeden geeignet ist. Der massive Kältereiz stellt eine erhebliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Eine ärztliche Rücksprache vor der ersten Anwendung ist daher immer zu empfehlen, insbesondere wenn du wegen deiner Ödeme bereits in Behandlung bist.
Absolute Kontraindikationen, bei denen eine Anwendung nicht stattfinden darf, sind unter anderem:
- Unbehandelter Bluthochdruck
- Herzinfarkt oder Schlaganfall in den letzten sechs Monaten
- Instabile Angina Pectoris, Herzschrittmacher
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Tiefe Beinvenenthrombose
- Akute fieberhafte Infekte
- Schwere Anämie
- Kälteallergie (Kälteurtikaria)
- Raynaud-Syndrom
- Schwangerschaft
Vor jeder Sitzung bei uns im Studio führen wir ein ausführliches Vorgespräch und klären über alle Sicherheitsmaßnahmen auf. Du betrittst die Kammer nur mit trockener Haut, Badebekleidung, Handschuhen, Socken, Schuhen sowie Mund- und Ohrenschutz. Schmuck und Piercings müssen abgelegt werden. Während der gesamten Anwendung stehst du mit uns in Sicht- und Sprechkontakt. Deine Sicherheit hat für uns oberste Priorität.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Kältekammer bei Schwellungen nutzen?
Die Anwendungshäufigkeit ist sehr individuell und hängt von der Ursache und Ausprägung deiner Beschwerden ab. Viele unserer Gäste beginnen mit einer initialen Serie von fünf bis zehn Anwendungen innerhalb von zwei bis drei Wochen, um eine erste Reaktion des Körpers zu beobachten. Danach entscheiden sie sich oft für ein bis zwei Erhaltungsanwendungen pro Woche oder nach Bedarf.
Ist die Anwendung in der Kältekammer schmerzhaft?
Die trockene Kälte von minus 110 Grad Celsius wird als sehr intensiv, aber meist nicht als schmerzhaft empfunden. Die meisten beschreiben es als ein starkes Prickeln oder Pieksen auf der Haut. Da die Anwendung nur rund drei Minuten dauert, ist sie für die allermeisten Menschen gut auszuhalten.
Kann die Ganzkörperkältetherapie meine Kompressionsstrümpfe ersetzen?
Nein, auf keinen Fall. Die Kompressionstherapie ist eine medizinisch etablierte und nachgewiesen wirksame Basistherapie bei vielen Ödem-Formen. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine rein unterstützende Wellness-Anwendung, die diesen unverzichtbaren Baustein ergänzen, aber niemals ersetzen kann.
Was spüre ich direkt nach einer Sitzung?
Unmittelbar nach dem Verlassen der Kammer fühlen sich die meisten Menschen erfrischt, wach und energetisiert. Die Haut prickelt und ist gerötet, da die Durchblutung stark angeregt wird. Viele berichten auch von einem sofortigen Gefühl der Leichtigkeit, besonders in den Beinen.
Benötige ich für die Kälteanwendung eine ärztliche Überweisung?
Nein, für eine Anwendung bei uns benötigst du keine ärztliche Überweisung. Da es sich jedoch um eine intensive Anwendung handelt und Ödeme oft auf ernsthafte Erkrankungen hinweisen, raten wir dir dringend, die Ursache deiner Beschwerden vorab ärztlich abklären zu lassen und das Einverständnis deines Arztes oder deiner Ärztin einzuholen.
Für wen ist die Kältetherapie bei Ödemen generell nicht geeignet?
Personen mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unbehandeltem Bluthochdruck, akuten Thrombosen, Kälteallergie oder während einer Schwangerschaft dürfen die Kältekammer nicht nutzen. Eine detaillierte Abklärung von Kontraindikationen erfolgt immer im Vorgespräch bei uns im Studio.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Schwellungen und Ödeme begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Whole-body cryostimulation (cryotherapy) provides benefits for fatigue and functional status in multiple sclerosis patients
Miller E, Kostka J, Wlodarczyk T, Dugue B (2016), Acta Neurologica Scandinavica. Untersuchung zu Fatigue und funktionellem Status bei Multipler Sklerose.
- [2] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [3] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [4] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [5] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [6] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [7] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [8] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.