Schmerzen & Gelenke

Morbus Bechterew & Kältekammer

Der tiefe Rückenschmerz bei Morbus Bechterew prägt den Alltag. Eine Kältekammer kann eine unterstützende Maßnahme sein. Erfahre hier, wie und warum.

KI-generiertMorbus Bechterew & Kältekammer – KI-generiertes Symbolbild
Morbus Bechterew & Kältekammer. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person oder Behandlungssituation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act).

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Helga Maria Freitag, Gründerin und Podologin in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag medizinische Podologin (37 Jahre Praxis), sektorale Heilpraktikerin für Podologie

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Ein Morgen wie jeder andere?

Der Wecker klingelt. Doch das Aufstehen ist kein einfacher, fließender Akt. Es ist ein Prozess. Ein zäher Kampf gegen eine unsichtbare Kraft, die den Rücken festhält. Zuerst ist da dieser tiefe, dumpfe Schmerz im unteren Rücken und im Gesäß. Dann die Steifigkeit, die sich anfühlt, als wäre die Wirbelsäule über Nacht eingerostet. Jede Bewegung ist mühsam und schmerzt. Es dauert Minuten, manchmal eine halbe Stunde, bis der Körper durch langsame, bewusste Bewegungen und eine heiße Dusche eine gewisse Geschmeidigkeit zurückgewinnt. Für viele Menschen mit Morbus Bechterew ist dies kein Ausnahmezustand, sondern der alltägliche Beginn eines Tages. Es ist ein Leben mit einem ständigen Begleiter: dem entzündlichen Schmerz. Neben der etablierten ärztlichen Behandlung und der unverzichtbaren Bewegungstherapie suchen viele Betroffene nach ergänzenden Wegen, um ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine solche unterstützende Möglichkeit, die in den Fokus rückt.

Wenn der Körper sich selbst bekämpft: Was ist Morbus Bechterew?

Morbus Bechterew, heute oft als axiale Spondyloarthritis (axSpA) bezeichnet, ist mehr als nur Rückenschmerz. Es handelt sich um eine chronisch entzündlich rheumatische Erkrankung, die vor allem die Wirbelsäule und die Kreuzdarmbeingelenke betrifft. Das sind die Gelenke, die das Becken mit dem unteren Teil der Wirbelsäule verbinden. Dein Immunsystem, das eigentlich Krankheitserreger abwehren sollte, richtet sich irrtümlicherweise gegen körpereigene Strukturen. Es löst Entzündungsreaktionen in den Sehnenansätzen und Gelenken aus.

Diese chronischen Entzündungen können dazu führen, dass die betroffenen Gelenke und Bänder im Laufe von Jahren verknöchern. Die Wirbelsäule verliert ihre Flexibilität, wird zunehmend steif und kann sich in fortgeschrittenen Stadien zu einer sichtbaren Krümmung, dem sogenannten Rundrücken, verformen. Im Extremfall kann die gesamte Wirbelsäule zu einem starren Block verschmelzen, was bildhaft als „Bambusstabwirbelsäule“ beschrieben wird. Doch die Erkrankung beschränkt sich nicht auf den Rücken. Auch andere Gelenke wie Hüften, Knie oder Schultern können betroffen sein. Ebenso können Entzündungen an den Augen (Uveitis), der Haut (Schuppenflechte) oder dem Darm (chronisch entzündliche Darmerkrankungen) auftreten. Eine tiefe, lähmende Erschöpfung, die Fatigue, begleitet viele Betroffene und schränkt den Alltag zusätzlich ein. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber eine starke genetische Komponente ist bekannt. Viele Betroffene tragen das genetische Merkmal HLA-B27 in sich. Dieses Merkmal allein löst die Krankheit jedoch nicht aus; weitere, noch unbekannte Faktoren müssen hinzukommen.

Der Weg zur Diagnose: Ein Puzzle für Spezialisten

Der Weg zur Diagnose ist oft langwierig. Die ersten Symptome, typischerweise ein schleichend beginnender, tiefer Kreuzschmerz, treten meist zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr auf. Charakteristisch ist, dass der Schmerz in Ruhe und in der Nacht schlimmer wird, während Bewegung Linderung verschafft. Diese Art von Schmerz wird oft fälschlicherweise als einfacher „Hexenschuss“ oder muskuläre Verspannung abgetan.

Die Diagnose stellt eine Rheumatologin oder ein Rheumatologe. Sie ist ein Puzzle aus mehreren Teilen:

  • Anamnese: Deine Ärztin oder Dein Arzt wird Dich ausführlich zu Deinen Beschwerden befragen. Wann tritt der Schmerz auf? Wie fühlt er sich an? Bessert er sich bei Bewegung? Gibt es eine Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten andauert? Gibt es andere Fälle von rheumatischen Erkrankungen in Deiner Familie?
  • Körperliche Untersuchung: Bestimmte Bewegungstests können Hinweise auf eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule und der Kreuzdarmbeingelenke geben.
  • Blutuntersuchung: Im Blut können Entzündungswerte (wie das C-reaktive Protein, CRP) erhöht sein. Zudem wird in der Regel auf das genetische Merkmal HLA-B27 getestet. Ein positiver Test ist ein starker Hinweis, aber kein Beweis. Umgekehrt schließt ein negativer Test die Erkrankung nicht aus.
  • Bildgebung: Die Magnetresonanztomographie (MRT) ist das wichtigste bildgebende Verfahren. Sie kann frühe entzündliche Veränderungen an den Kreuzdarmbeingelenken und der Wirbelsäule sichtbar machen, lange bevor knöcherne Veränderungen auf einem Röntgenbild zu sehen wären.

Es ist entscheidend, dass Du bei anhaltenden, entzündlich anmutenden Rückenschmerzen eine ärztliche Abklärung suchst. Nur eine Fachärztin oder ein Facharzt kann eine gesicherte Diagnose stellen und eine entsprechende Therapie einleiten.

Fundament der Behandlung: Bewegung und Medikamente

Die Behandlung des Morbus Bechterew steht auf zwei Säulen: Bewegungstherapie und medikamentöse Therapie. Das Ziel ist, die Schmerzen zu lindern, die Entzündung zu kontrollieren, die Beweglichkeit zu erhalten und die Versteifung der Wirbelsäule zu verlangsamen oder aufzuhalten.

Regelmäßige und gezielte Bewegung ist das A und O. Tägliche Dehnungs- und Kräftigungsübungen sind unverzichtbar, um der Versteifung entgegenzuwirken und die Haltung zu verbessern. Spezielle „Bechterew-Gymnastik“, oft in Gruppen unter physiotherapeutischer Anleitung, ist besonders wirksam. Sportarten, die die Wirbelsäule mobilisieren und die Rumpfmuskulatur stärken, wie Schwimmen, Nordic Walking oder Pilates, sind ideal.

Medikamentös kommen zunächst meist nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Wenn diese nicht ausreichen oder die Krankheit weiter fortschreitet, können sogenannte Biologika, insbesondere TNF-alpha-Blocker, verordnet werden. Diese modernen Medikamente greifen gezielt in die entzündlichen Prozesse des Immunsystems ein und können die Krankheitsaktivität oft sehr effektiv senken. Die gesamte medikamentöse Behandlung gehört ausschließlich in die Hände Deiner behandelnden Ärztin oder Deines behandelnden Arztes. In dieses Gesamtkonzept können sich ergänzende Maßnahmen wie die Ganzkörperkältetherapie einfügen.

Was die Forschung zur Kältetherapie bei Rheuma zeigt

Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen wie dem Morbus Bechterew ist ein aktives, aber noch junges Feld. Die Ergebnisse sind vielversprechend, müssen aber mit der gebotenen wissenschaftlichen Vorsicht interpretiert werden. Es ist wichtig zu verstehen, was Studien aussagen können und wo ihre Grenzen liegen.

Eine systematische Übersichtsarbeit, die verschiedene Studien zur Kältetherapie bei entzündlich rheumatischen Erkrankungen zusammenfasste, deutet darauf hin, dass Kälteanwendungen einen positiven Effekt auf Schmerzen, Gelenkschwellungen und die allgemeine Krankheitsaktivität haben könnten [1]. Die Autoren dieser Übersicht betonen jedoch, dass die Qualität der bisherigen Studien oft begrenzt ist und größere, methodisch hochwertigere Untersuchungen notwendig sind, um diese Effekte klar zu belegen.

Eine spezifischere klinische Untersuchung befasste sich mit Patientinnen und Patienten mit axialer Spondyloarthritis, zu der auch der Morbus Bechterew zählt [2]. In dieser Studie wurde die Ganzkörperkältetherapie in Kombination mit einem Bewegungsprogramm untersucht. Die Teilnehmenden, die die Kälteanwendungen erhielten, berichteten über eine signifikante Reduktion ihrer Schmerzen und ihrer Krankheitsaktivität im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Solche Ergebnisse sind ermutigend, denn sie stammen aus einer für das Krankheitsbild relevanten Patientengruppe. Gleichzeitig hat auch diese Studie ihre Grenzen: Die Teilnehmerzahl war relativ klein, und es war keine verblindete Studie. Das bedeutet, die Teilnehmenden wussten, dass sie die Kälteanwendung erhielten, was die Ergebnisse durch einen Placebo-Effekt beeinflusst haben könnte.

Andere Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf die physiologischen Reaktionen des Körpers auf die extreme Kälte. Man beobachtet, dass die Hauttemperatur während der kurzen Anwendung drastisch absinkt, während die Körperkerntemperatur stabil bleibt [4]. Dieser starke, schnelle Kältereiz auf der Hautoberfläche scheint eine Kaskade von Reaktionen im Körper auszulösen. Untersuchungen aus dem Sportbereich legen nahe, dass die Ganzkörperkälte die Ausschüttung von entzündungsfördernden Botenstoffen (Zytokinen) beeinflussen und die Konzentration von entzündungshemmenden Botenstoffen erhöhen könnte [7]. Ob diese im sportlichen Kontext beobachteten Mechanismen direkt auf die chronisch entzündlichen Prozesse bei Morbus Bechterew übertragbar sind, ist Gegenstand aktueller Überlegungen und weiterer Forschung [6].

Die bisherige Forschung liefert interessante Hinweise darauf, dass die Ganzkörperkältetherapie bei Morbus Bechterew eine sinnvolle unterstützende Maßnahme sein kann, insbesondere zur Linderung von Schmerzen und zur Reduktion der subjektiv empfundenen Krankheitsaktivität [1, 2]. Es handelt sich jedoch um vorläufige Ergebnisse. Es braucht weitere, größere Studien mit längeren Beobachtungszeiträumen, um den Stellenwert der Methode fundiert zu bewerten.

Der Ablauf Deiner Ganzkörperkältetherapie bei uns in Memmingen

Wenn Du Dich für eine Kälteanwendung entscheidest, ist es wichtig, den Ablauf zu kennen. Bei uns im Studio Kältekammer Memmingen legen wir größten Wert auf Sicherheit und eine ruhige, professionelle Atmosphäre. Deine Anwendung ist kein Sprung ins kalte Wasser, sondern ein begleiteter Prozess. Du betrittst die Kältekammer in Badekleidung oder Unterwäsche. Zum Schutz der empfindlichsten Körperstellen trägst Du zusätzlich feste Schuhe, Socken, Handschuhe, einen Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband oder eine Mütze.

Unsere moderne Kältekammer arbeitet mit einer elektrischen Wirbelstromkühlung, was eine trockene und dadurch gut erträgliche Kälte von bis zu -110 °C erzeugt. Die Anwendung selbst dauert nur rund drei Minuten. Während der gesamten Zeit stehst Du über Sicht- und Sprechkontakt in Verbindung mit unserem geschulten Personal. Du bist also niemals allein. Du wirst angeleitet, Dich langsam und ruhig zu bewegen oder auf der Stelle zu gehen. Das hilft, die Kälte gleichmäßig auf der Haut zu verteilen.

Die extreme Kälte fühlt sich zunächst intensiv, aber nicht schmerzhaft an. Viele beschreiben es als ein starkes Kribbeln oder Piksen auf der Haut. Nach dem Verlassen der Kammer spürst Du sofort, wie Dein Körper reagiert. Ein intensives Wärmegefühl durchströmt den ganzen Körper, die Haut rötet sich leicht. Dieses Gefühl ist das Ergebnis der sich wieder weitenden Blutgefäße und der stark angeregten Durchblutung. Viele unserer Gäste hier aus dem Unterallgäu berichten von einem unmittelbaren Gefühl der Erleichterung, einer reduzierten Muskelspannung und einem Energieschub.

Wie Kältetherapie Deinen Alltag mit Morbus Bechterew unterstützen kann

Die Ganzkörperkältetherapie ist kein Heilmittel für Morbus Bechterew. Sie sollte als ein Baustein in Deinem persönlichen Gesundheitsmanagement verstanden werden. Ihr potenzieller Nutzen liegt darin, die Symptome zu lindern und dadurch die Wirksamkeit der Basistheapien zu verbessern. Stell Dir vor, Du nutzt die Kältekammer am Morgen. Der Kältereiz kann dazu beitragen, die morgendliche Steifigkeit und den Schmerz zu reduzieren. Das Aufstehen fällt leichter, und Du startest beweglicher in den Tag.

Besonders wertvoll kann die Anwendung vor Deiner Physiotherapie oder Deinem täglichen Übungsprogramm sein. Wenn die Schmerzen durch die Kälteanwendung vorübergehend gedämpft und die Muskeln entspannter sind, fallen Dir die Bewegungsübungen möglicherweise leichter. Du kannst sie vielleicht mit größerem Bewegungsumfang und weniger Beschwerden durchführen. Langfristig könnte dies dazu beitragen, die Beweglichkeit besser zu erhalten und die Muskulatur effektiver zu kräftigen. Der mögliche Einfluss auf das Entzündungsgeschehen und die Schmerzwahrnehmung kann Dir helfen, den Teufelskreis aus Schmerz, Schonhaltung und zunehmender Versteifung zu durchbrechen. Es geht darum, Dir Fenster der Schmerzlinderung und verbesserten Beweglichkeit zu schaffen, die Du aktiv für Deine Gesundheit nutzen kannst.

Grenzen und wichtige Vorsichtsmaßnahmen

Die Ganzkörperkältetherapie ist eine sichere Anwendung, wenn sie korrekt durchgeführt wird und bestimmte Kontraindikationen beachtet werden. Sie ist nicht für jeden geeignet. Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten die Kältekammer nicht oder nur nach ausdrücklicher ärztlicher Freigabe nutzen.

Zu den absoluten Kontraindikationen gehören:

  • Unbehandelter oder schlecht eingestellter Bluthochdruck
  • Herzinfarkt oder Schlaganfall in den letzten sechs Monaten
  • Herzschrittmacher
  • Instabile Angina Pectoris, schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Thrombosen oder Venenentzündungen
  • Kälteallergie (Kälteurtikaria)
  • Raynaud-Syndrom in schwerer Ausprägung
  • Akute fieberhafte Erkrankungen
  • Schwangerschaft

Es ist unerlässlich, dass Du vor Deiner ersten Anwendung ehrlich und vollständig über Deinen Gesundheitszustand informierst. Wenn Du wegen Deines Morbus Bechterew oder anderer Erkrankungen in ärztlicher Behandlung bist, besprich Dein Vorhaben, eine Kältekammer zu nutzen, vorab mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt. Die Anwendung bei uns ist eine Wellness- und Regenerationsmaßnahme zur Unterstützung des Wohlbefindens und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Therapie.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich zur Ganzkörperkältetherapie kommen?

Die Häufigkeit ist sehr individuell. Viele Betroffene mit chronischen Beschwerden berichten von den besten Ergebnissen, wenn sie die Kältekammer regelmäßig nutzen, zum Beispiel in Form einer initialen Serie von zehn bis zwanzig Anwendungen und danach zur Aufrechterhaltung ein bis drei Mal pro Woche. Finde gemeinsam mit uns heraus, welcher Rhythmus für Dich und Deinen Körper am besten passt.

Ersetzt die Kältetherapie meine Medikamente gegen Morbus Bechterew?

Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine rein unterstützende Maßnahme. Sie kann Dir helfen, Symptome wie Schmerz und Steifigkeit zu lindern, aber sie ersetzt niemals die von Deiner Ärztin oder Deinem Arzt verordnete medikamentöse Therapie. Änderungen an Deiner Medikation dürfen ausschließlich in Absprache mit Deinem behandelnden Facharzt erfolgen.

Ist die Kälte von -110 °C nicht gefährlich oder schmerzhaft?

Die Kälte ist sehr trocken, was sie deutlich erträglicher macht als feuchte Kälte. Die Anwendung ist zudem sehr kurz. Die meisten Menschen empfinden die Kälte als intensiv, aber nicht als schmerzhaft. Dein Körperkern kühlt in den drei Minuten nicht aus, nur die Hautoberfläche wird stark heruntergekühlt, was den gewünschten physiologischen Reiz auslöst.

Was spüre ich direkt nach der Kälteanwendung?

Unmittelbar nach dem Verlassen der Kammer setzt eine starke Reaktion des Körpers ein. Die Blutgefäße weiten sich, was zu einem intensiven, oft als sehr angenehm empfundenen Wärmegefühl führt. Viele berichten von einem Gefühl der Leichtigkeit, einer reduzierten Muskelspannung und einem belebenden Energieschub.

Kann ich die Kältekammer auch vor dem Sport nutzen?

Ja, das ist sogar eine sehr sinnvolle Anwendung. Die Kälteanwendung kann die Schmerzwahrnehmung dämpfen und die Muskulatur auf die bevorstehende Belastung vorbereiten. Speziell bei Morbus Bechterew kann es Dir helfen, Deine wichtigen Bewegungsübungen effektiver und mit weniger Beschwerden durchzuführen.

Muss ich vor der ersten Anwendung etwas Besonderes beachten?

Vor Deiner ersten Sitzung führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch mit Dir und klären mögliche Kontraindikationen ab. Am Tag der Anwendung solltest Du auf das Auftragen von Cremes oder Bodylotion verzichten und sicherstellen, dass Deine Haut vollständig trocken ist. Schmuck und Piercings müssen abgelegt werden.

Kältetherapie in Memmingen

Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Morbus Bechterew begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.

Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.

Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.

Studien und Quellen

Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review

    Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

  2. [2] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome

    Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.

  3. [3] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy

    Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.

  4. [4] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy

    Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.

  5. [5] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications

    Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.

  6. [6] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives

    Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.

  7. [7] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature

    Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.

  8. [8] Whole-body cryotherapy in athletes

    Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.