Gesundheit & Immunsystem

Multiple Sklerose & Kältekammer: Ein Ratgeber

Der Wecker klingelt, doch der Körper gehorcht nicht. Ein Blick auf die unsichtbaren Hürden der Multiplen Sklerose und wie Kälteanwendungen eine Hilfe im Alltag sein können.

KI-generiertMultiple Sklerose & Kältekammer: Ein Ratgeber – KI-generiertes Symbolbild
Multiple Sklerose & Kältekammer: Ein Ratgeber. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Person oder Behandlungssituation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act).

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Helga Maria Freitag, Gründerin und Podologin in Memmingen

Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie

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Wenn der eigene Körper zur Belastung wird

Der Morgen beginnt nicht mit dem Klingeln des Weckers. Er beginnt mit einem inneren Scan. Wie fühlen sich die Beine heute an? Sind sie schwer wie Blei oder kribbeln sie nur leicht? Lässt sich die Kaffeetasse sicher greifen oder droht sie aus zittrigen Fingern zu gleiten? Für viele Menschen mit Multipler Sklerose (MS) ist dieser tägliche Check eine zermürbende Routine. Die Krankheit ist oft unsichtbar für Außenstehende, doch für Betroffene ist sie eine ständige Begleiterin, die den Alltag unvorhersehbar macht. Eine der größten Herausforderungen ist die Fatigue, eine lähmende, alles durchdringende Erschöpfung, die nichts mit normaler Müdigkeit zu tun hat. Sie fühlt sich an wie eine schwere Decke, die jede Bewegung, jeden klaren Gedanken erstickt. Hinzu kommen oft Spastiken, also schmerzhafte Muskelverspannungen, oder Missempfindungen, die von einem leichten Kribbeln bis zu brennenden Schmerzen reichen. In diesem komplexen Zusammenspiel aus Symptomen suchen viele nach Wegen, um ihre Lebensqualität zu verbessern und sich ein Stück Kontrolle zurückzuerobern. Neben etablierten medizinischen Behandlungen rücken dabei auch komplementäre Ansätze in den Fokus. Eine dieser Methoden, die zunehmend auf Interesse stößt, ist die Ganzkörperkältetherapie. Doch wie kann eine dreiminütige Anwendung bei minus 110 Grad Celsius hier eine Unterstützung sein?

Multiple Sklerose: Ein Angriff auf das Nervensystem

Um zu verstehen, wo eine Kälteanwendung ansetzen könnte, müssen wir einen Blick auf die Vorgänge im Körper bei einer Multiplen Sklerose werfen. MS ist eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung des zentralen Nervensystems, also des Gehirns und des Rückenmarks. Bei einer Autoimmunerkrankung richtet sich das körpereigene Immunsystem fälschlicherweise gegen gesunde Strukturen. Im Fall der MS greifen Immunzellen die Myelinscheiden an. Du kannst dir diese Myelinscheiden wie die isolierende Kunststoffummantelung eines Stromkabels vorstellen. Sie umhüllen die Nervenfasern (Axone) und sorgen dafür, dass elektrische Impulse schnell und präzise von einer Nervenzelle zur nächsten weitergeleitet werden.

Wird diese Schutzschicht durch die Entzündungsreaktion beschädigt oder zerstört, sprechen Mediziner von Demyelinisierung. Die Nervenimpulse werden verlangsamt, fehlerhaft übertragen oder komplett blockiert. Ein kurzer, stechender Schmerz. Dann wieder nichts. Ein Bein, das plötzlich nachgibt. Ein Wort, das auf der Zunge liegt, aber nicht ausgesprochen werden kann. Die Stellen, an denen diese Entzündungsherde auftreten, sind im Gehirn und Rückenmark verstreut. Der Name der Krankheit leitet sich davon ab: "Multiple" für die vielen Herde und "Sklerose" für die narbigen Verhärtungen, die nach Abklingen der Entzündung zurückbleiben können.

Da das zentrale Nervensystem praktisch alle Körperfunktionen steuert, ist das Beschwerdebild der MS extrem vielfältig. Es reicht von Sehstörungen über Gleichgewichtsprobleme, Lähmungserscheinungen und Blasenfunktionsstörungen bis hin zu den bereits erwähnten Symptomen wie Fatigue und Spastik. Ein besonderes Phänomen, das viele Betroffene kennen, ist das Uhtoff-Phänomen: Eine vorübergehende Verschlechterung der Symptome bei einer Erhöhung der Körpertemperatur, zum Beispiel an heißen Sommertagen, in der Sauna oder bei Fieber. Dies zeigt, wie empfindlich die bereits geschädigten Nervenfasern auf äußere Einflüsse reagieren.

Die Ursachen der MS sind bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht von einem multifaktoriellen Geschehen aus, bei dem eine genetische Veranlagung und verschiedene Umweltfaktoren wie Virusinfektionen oder ein Vitamin-D-Mangel zusammenspielen und die fehlgeleitete Immunreaktion auslösen.

Diagnose und etablierte Therapiesäulen

Der Weg zur Diagnose einer Multiplen Sklerose ist oft langwierig und erfordert eine sorgfältige Abklärung durch neurologisches Fachpersonal. Kein einzelner Test kann die Krankheit eindeutig beweisen. Die Diagnose stützt sich auf eine Kombination aus:

  • Anamnese: Eine detaillierte Erhebung Deiner Krankengeschichte und Symptome.
  • Neurologische Untersuchung: Die Überprüfung von Reflexen, Koordination, Muskelkraft und Sensibilität.
  • Magnetresonanztomografie (MRT): Mit dieser bildgebenden Methode können die entzündlichen Läsionen im Gehirn und Rückenmark sichtbar gemacht werden.
  • Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit (evozierte Potenziale): Hier wird gemessen, wie schnell elektrische Reize entlang der Nervenbahnen weitergeleitet werden.
  • Liquorpunktion: Die Untersuchung des Nervenwassers (Liquor), das dem Rückenmarkskanal entnommen wird, kann typische Entzündungszeichen aufzeigen.

Ist die Diagnose gesichert, stützt sich die moderne MS-Therapie auf drei Hauptsäulen. Erstens die Behandlung des akuten Schubs, meist mit hochdosiertem Kortison, um die Entzündung schnell einzudämmen. Zweitens die verlaufsmodifizierende Langzeittherapie mit Medikamenten, die das Immunsystem regulieren und die Häufigkeit und Schwere von Schüben reduzieren sollen. Drittens die symptomatische Therapie, die darauf abzielt, konkrete Beschwerden wie Spastik, Schmerzen oder Blasenstörungen zu lindern. Ein unverzichtbarer Teil dieses Gesamtkonzepts sind nicht-medikamentöse Maßnahmen wie Physio- und Ergotherapie, Logopädie und psychologische Unterstützung. Genau in diesem Bereich der symptomatischen Begleitung und der Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens kann die Ganzkörperkältetherapie eine Rolle spielen. Sie ist keine Alternative zur ärztlich verordneten Behandlung, sondern eine mögliche Ergänzung, die Du immer mit Deinem behandelnden Ärzteteam absprechen solltest.

Das Prinzip der Ganzkörperkältetherapie

Wenn Du unser Studio in Memmingen betrittst, entscheidest Du Dich für eine Anwendung, die auf einem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip beruht: dem gezielten Einsatz eines extremen Kältereizes. In unserer Kältekammer herrscht eine trockene Kälte von minus 110 Grad Celsius. Bekleidet mit Badekleidung, Handschuhen, Socken, Schuhen, einem Mund-Nasen-Schutz und einem Stirnband zum Schutz der Ohren, verbringst Du rund drei Minuten in dieser Umgebung. Das mag zunächst extrem klingen, doch durch die sehr geringe Luftfeuchtigkeit wird die Kälte als weniger schneidend empfunden als beispielsweise ein eisiger Wind bei null Grad.

Während dieser kurzen Zeitspanne sinkt die Temperatur Deiner Hautoberfläche rapide ab, was eine Reihe von physiologischen Reaktionen im Körper auslöst [5]. Die Blutgefäße in der Peripherie, also in Haut, Armen und Beinen, ziehen sich schlagartig zusammen (Vasokonstriktion). Dies ist ein Schutzmechanismus des Körpers, um den warmen Blutkern im Rumpf zu erhalten und die inneren Organe zu schützen. Verlässt Du die Kammer wieder, geschieht das Gegenteil: Die Gefäße weiten sich stark (Vasodilatation), und das sauerstoff- und nährstoffreiche Blut strömt zurück in das Gewebe. Viele unserer Gäste berichten von einem intensiven Gefühl der Frische und Energie, das sich unmittelbar nach der Anwendung einstellt. Die Kälte führt zudem zur Ausschüttung von Endorphinen, körpereigenen Botenstoffen, die schmerzlindernd und stimmungsaufhellend wirken können. Die moderne Technik der Wirbelstromkühlung in unserer Kammer sorgt für eine besonders gleichmäßige und schnelle Abkühlung der Luft, was für die Effektivität des Reizes entscheidend ist [6].

Was die Forschung zeigt

Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie bei Multipler Sklerose steckt noch in den Anfängen, aber es gibt erste vielversprechende Ansätze. Es ist wichtig, diese Ergebnisse mit der gebotenen wissenschaftlichen Vorsicht zu betrachten. Die Studien sind oft klein, und die Mechanismen sind noch nicht vollständig verstanden [7].

Eine zentrale Untersuchung befasste sich gezielt mit den Auswirkungen von Kälteanwendungen auf Menschen mit MS [3]. In dieser Studie wurde beobachtet, wie sich eine Serie von Ganzkörperkälteanwendungen auf die Fatigue und den funktionellen Status der Teilnehmenden auswirkte. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Kältetherapie das Potenzial haben könnte, die lähmende Erschöpfung zu reduzieren und die körperliche Funktionsfähigkeit zu verbessern [3]. Die Teilnehmenden schienen sich nach der Anwendungsserie leistungsfähiger und weniger müde zu fühlen. Dies ist ein wichtiger Hinweis, da gerade die Fatigue die Lebensqualität stark einschränkt und medikamentös schwer zu behandeln ist.

Andere Forschungsarbeiten, die zwar nicht an MS-Patienten, aber an gesunden Probanden oder Sportlern durchgeführt wurden, liefern mögliche Erklärungsansätze für solche Effekte. So wird untersucht, ob Kältereize entzündliche Prozesse im Körper beeinflussen können. Da MS eine entzündliche Erkrankung ist, ist dieser Aspekt von besonderem Interesse. Einige Studien zeigen, dass Kälteanwendungen die Konzentration bestimmter Entzündungsmarker im Blut verändern können [2, 8]. Systematische Übersichtsarbeiten zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die ebenfalls eine starke Entzündungskomponente aufweisen, deuten ebenfalls in eine solche Richtung [4]. Ein weiterer untersuchter Mechanismus ist der Einfluss auf den oxidativen Stress. Dies beschreibt ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien im Körper, das bei vielen chronischen Erkrankungen eine Rolle spielt. Es gibt Hinweise darauf, dass serielle Kälteanwendungen die antioxidative Kapazität des Körpers stärken könnten, wie eine Studie an gesunden Männern nahelegt [1].

Die Grenzen dieser Forschung müssen jedoch klar benannt werden. Oftmals handelt es sich um kleine Studien mit wenigen Teilnehmenden [3]. Die Beobachtungszeiträume sind meist kurz, sodass keine Aussagen über Langzeiteffekte getroffen werden können. Zudem ist die Übertragbarkeit von Ergebnissen, die bei gesunden Männern oder Sportlern gewonnen wurden, auf das komplexe Krankheitsgeschehen der MS nicht ohne Weiteres möglich [1, 2, 8]. Es bedarf weiterer, größerer und methodisch hochwertigerer Studien, um den Stellenwert der Ganzkörperkältetherapie bei MS fundiert zu beurteilen. Die bisherigen Daten geben jedoch Anlass zur Hoffnung und begründen, warum die Anwendung als komplementäre Maßnahme in Betracht gezogen wird.

Kältetherapie in Deinem MS-Management integrieren

Wenn Du Dich entscheidest, die Ganzkörperkältetherapie als Teil Deines persönlichen Gesundheitsmanagements auszuprobieren, ist es entscheidend, dies als unterstützende Maßnahme zu verstehen. Sie ist kein Ersatz für Deine ärztliche Behandlung, sondern eine mögliche Ergänzung Deines Werkzeugkastens zur Symptomlinderung und Steigerung des Wohlbefindens. Viele unserer Gäste mit MS hier im Unterallgäu nutzen die Kältekammer, um gezielt bestimmte Symptome anzugehen.

Einige berichten, dass sie sich nach einer Anwendung wacher und geistig klarer fühlen, was ihnen hilft, die massive Fatigue für einige Stunden in den Hintergrund zu drängen. Dieser Energiegewinn kann genutzt werden, um wichtige Termine wahrzunehmen, den Haushalt zu bewältigen oder einfach qualitativ hochwertige Zeit mit der Familie zu verbringen. Andere nutzen die Kältetherapie gezielt vor ihrer Physiotherapie. Sie berichten, dass Muskelspastiken vorübergehend nachlassen und die Beweglichkeit verbessert ist, was die Übungen effektiver und weniger schmerzhaft macht.

Die Anwendung ist kurz und lässt sich gut in den Alltag integrieren. Der gesamte Aufenthalt bei uns im Studio in Memmingen dauert mit Vor- und Nachbereitung selten länger als 15 bis 20 Minuten. Wichtig ist, auf die Signale Deines Körpers zu hören. Wie bei jeder neuen Maßnahme gilt es, individuell herauszufinden, welcher Rhythmus und welche Frequenz für Dich am besten passen. Manche kommen mehrmals pro Woche in einer intensiven Startphase, andere nutzen die Kältekammer ein- bis zweimal wöchentlich zur Erhaltung ihres Zustands. Unsere Anwendung versteht sich als eine Wellness- und Regenerationsmaßnahme, die Dir helfen kann, Dich in Deinem Körper wieder wohler zu fühlen.

Sicherheit an erster Stelle: Wann ist Vorsicht geboten?

Obwohl die Ganzkörperkältetherapie bei korrekter Anwendung als sicher gilt, gibt es wichtige Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen, die Du unbedingt beachten musst. Die wichtigste Regel lautet: Sprich Dein Vorhaben immer zuerst mit Deiner behandelnden Neurologin oder Deinem Neurologen ab. Nur sie können beurteilen, ob die Anwendung für Dich in Deiner individuellen gesundheitlichen Situation geeignet ist.

Absolute Kontraindikationen, bei denen eine Anwendung nicht durchgeführt werden darf, sind unter anderem:

  • Akute Herz- und Kreislauferkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten)
  • Instabile Angina Pectoris
  • Herzschrittmacher
  • Schwere, unbehandelte Hypertonie (Bluthochdruck)
  • Thrombosen
  • Akute fieberhafte Erkrankungen
  • Kälteallergie
  • Raynaud-Syndrom in schwerer Ausprägung

Gerade im Kontext der MS ist es wichtig, sensibel mit dem Thema Temperaturempfindlichkeit umzugehen. Während das Uhtoff-Phänomen bei Hitze zu einer Symptomverschlechterung führt, scheint der kurze, intensive und trockene Kältereiz in der Kammer einen anderen, oft als positiv empfundenen Effekt zu haben. Dennoch solltest Du Deinen Körper genau beobachten. Bei uns im Studio findet vor Deiner ersten Anwendung immer ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt, in dem wir alle gesundheitlichen Aspekte und mögliche Risiken mit Dir besprechen. Deine Sicherheit hat für uns oberste Priorität.

Häufige Fragen

Wie fühlt sich die Kältetherapie bei minus 110 Grad an?

Die Kälte ist sehr trocken und intensiv, aber die meisten empfinden sie als gut erträglich, da die Anwendung nur etwa drei Minuten dauert. Ein leichtes Kribbeln oder Prickeln auf der Haut ist normal. Unmittelbar danach stellt sich oft ein angenehmes Wärme- und Frischegefühl im ganzen Körper ein.

Kann die Ganzkörperkältetherapie meine Multiple Sklerose heilen?

Nein, das ist ein ganz klares Nein. Die Ganzkörperkältetherapie ist keine Heilmethode für MS. Sie ist eine rein unterstützende Wellness- und Regenerationsanwendung, die helfen kann, bestimmte Symptome wie Fatigue oder Spastik vorübergehend zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.

Wie oft sollte ich die Kältekammer bei MS nutzen?

Dies ist sehr individuell und sollte in Absprache mit Deinem Arzt und basierend auf Deinem eigenen Körpergefühl entschieden werden. Manche Betroffene starten mit einer Serie von zehn Anwendungen innerhalb von zwei bis drei Wochen und gehen dann zu ein bis zwei wöchentlichen Erhaltungsanwendungen über.

Ist die Kältetherapie mit meinen MS-Medikamenten verträglich?

Diese Frage kann und darf ausschließlich Dein behandelnder Arzt oder Deine Ärztin beantworten. Es ist unerlässlich, dass Du vor der ersten Anwendung grünes Licht von Deinem medizinischen Fachpersonal einholst, das Deine gesamte Medikation und Deinen Gesundheitszustand kennt.

Was passiert, wenn ich mich während der Anwendung unwohl fühle?

Du bist während der gesamten Anwendung über Sicht- und Sprechkontakt mit unserem geschulten Personal verbunden. Solltest Du Dich unwohl fühlen, kannst Du die Kammer jederzeit sofort verlassen. Deine Sicherheit steht immer an erster Stelle.

Kältetherapie in Memmingen

Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Multiple Sklerose begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.

Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.

Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.

Studien und Quellen

Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.

  1. [1] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men

    Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.

  2. [2] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?

    Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.

  3. [3] Whole-body cryostimulation (cryotherapy) provides benefits for fatigue and functional status in multiple sclerosis patients

    Miller E, Kostka J, Wlodarczyk T, Dugue B (2016), Acta Neurologica Scandinavica. Untersuchung zu Fatigue und funktionellem Status bei Multipler Sklerose.

  4. [4] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review

    Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.

  5. [5] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy

    Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.

  6. [6] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications

    Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.

  7. [7] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives

    Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.

  8. [8] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature

    Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.