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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Der Morgen im November
Der Wecker klingelt. Es ist 6:30 Uhr. Draußen ist es noch tiefschwarz. Du drückst die Schlummertaste, nicht nur einmal. Der Gedanke, aufzustehen und in den Tag zu starten, fühlt sich an wie eine unüberwindbare Hürde. Alles ist gedämpft, die Farben scheinen verblasst, die Geräusche weit weg. Selbst der Kaffee duftet nicht mehr so verheißungsvoll wie noch im Sommer. Die Decke ist eine schwere, aber sichere Festung. Darunter zu bleiben, scheint die einzig richtige Option. Doch der Alltag ruft. Du schleppst Dich aus dem Bett, fühlst Dich unendlich müde, obwohl Du vielleicht acht Stunden geschlafen hast. Eine bleierne Schwere liegt auf Deinen Schultern und Deiner Stimmung. Die Freude an Dingen, die Dir sonst Spaß machen, ist verflogen. Der Appetit verlangt nach Zucker und Kohlenhydraten. Ein Treffen mit Freunden am Abend? Lieber absagen. Die Couch ruft lauter.
Diese Beschreibung ist für viele Menschen in unseren Breitengraden, auch hier im Allgäu, eine alljährliche Realität. Es ist das Gefühl, dass mit dem schwindenden Licht auch die eigene Lebensenergie gedimmt wird. Dieses Phänomen ist als "Winterblues" bekannt. Es ist mehr als nur schlechte Laune an einem verregneten Tag. Es ist ein Zustand, der Wochen oder Monate andauern kann und die Lebensqualität spürbar beeinträchtigt. Eine Möglichkeit, den Körper aus diesem Zustand wachzurütteln und neue Impulse zu setzen, wird in der Anwendung von Ganzkörperkältetherapie gesehen.
Was genau passiert beim Winterblues?
Aus medizinischer Sicht ist der Winterblues, auch subsyndromale saisonal-affektive Störung (S-SAD) genannt, die leichtere Form der saisonal-affektiven Störung (SAD), einer Unterform der Depression. Er ist keine bloße Einbildung, sondern hat nachvollziehbare biologische Wurzeln. Das Beschwerdebild ist typisch und wiederkehrend. Es beginnt im Herbst, erreicht seinen Höhepunkt in den dunkelsten Monaten Dezember und Januar und klingt im Frühling mit zunehmender Tageslänge von selbst wieder ab.
Die Symptome sind oft diffus, aber in ihrer Gesamtheit sehr belastend:
- Anhaltende Müdigkeit und erhöhtes Schlafbedürfnis: Du könntest ständig schlafen und fühlst Dich trotzdem nicht erholt. Das Aufstehen am Morgen wird zur Qual.
- Antriebslosigkeit und gedrückte Stimmung: Eine allgemeine Lustlosigkeit macht sich breit. Die Stimmung ist oft melancholisch oder gleichgültig, ohne dass es einen konkreten Anlass dafür gibt.
- Heißhunger auf Kohlenhydrate und Süßes: Der Körper scheint nach schneller Energie in Form von Schokolade, Pasta oder Gebäck zu verlangen, was oft zu einer Gewichtszunahme im Winter führt.
- Sozialer Rückzug: Die Energie für soziale Kontakte fehlt. Ein Abend allein auf dem Sofa erscheint verlockender als ein Treffen mit Freunden oder der Familie.
- Konzentrationsschwierigkeiten: Die geistige Leistungsfähigkeit kann nachlassen, das Denken fühlt sich anstrengender und langsamer an.
Wichtig ist die Abgrenzung zu einer schweren depressiven Episode, die sich durch tiefere Hoffnungslosigkeit, den Verlust jeglicher Freude, Appetitlosigkeit und oft auch Schlafstörungen äußert. Wenn Du unsicher bist oder die Beschwerden Deinen Alltag massiv einschränken, ist der erste und wichtigste Schritt immer das Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt. Nur medizinisches Fachpersonal kann eine verlässliche Diagnose stellen und eine eventuell notwendige Therapie einleiten. Unsere Anwendungen in der Kältekammer in Memmingen verstehen sich als regenerative Wellness-Anwendung, die ein ärztliches Gesamtkonzept unterstützen kann, es aber niemals ersetzt.
Die Biologie hinter der Dunkelheit
Warum reagiert unser Körper so empfindlich auf den Lichtmangel im Winter? Die Ursachen sind komplex, doch die Forschung konzentriert sich vor allem auf das Zusammenspiel von Licht, Hormonen und unserem inneren Rhythmus.
Die zentrale Rolle spielt das Sonnenlicht, das über die Netzhaut unserer Augen auf die Zirbeldrüse im Gehirn wirkt. Diese Drüse steuert die Produktion des Hormons Melatonin. Einfach gesagt: Bei Dunkelheit wird viel Melatonin ausgeschüttet, was uns müde macht und den Schlaf fördert. Bei Helligkeit wird die Produktion gehemmt. Im Winter ist es länger dunkel, also produziert der Körper mehr und länger Melatonin. Das erklärt die ständige Müdigkeit.
Gleichzeitig beeinflusst das Licht auch den Spiegel des Neurotransmitters Serotonin. Serotonin wird oft als "Glückshormon" bezeichnet, da es maßgeblich an der Regulation von Stimmung, Appetit und Schlaf beteiligt ist. Ein Mangel an Sonnenlicht scheint die Verfügbarkeit von Serotonin im Gehirn zu verringern, was die gedrückte Stimmung und den Heißhunger auf Kohlenhydrate erklären könnte. Der Körper versucht quasi, über zuckerreiche Nahrung die Serotoninproduktion anzukurbeln.
Zusätzlich kann der gesamte zirkadiane Rhythmus, unsere innere 24-Stunden-Uhr, aus dem Takt geraten. Dieser Rhythmus steuert unzählige Körperfunktionen von der Hormonausschüttung bis zur Körpertemperatur. Wenn die äußeren Lichtsignale schwach und unregelmäßig sind, kann diese innere Uhr "driften", was zu einem Gefühl führt, ständig zur falschen Zeit wach oder müde zu sein.
Was etablierte Medizin empfiehlt
Glücklicherweise bist Du dem Winterblues nicht hilflos ausgeliefert. Die moderne Medizin kennt wirksame Strategien, um die dunkle Jahreszeit besser zu überstehen. Diese Ansätze bilden die Basis jeder seriösen Behandlung.
Die wirksamste und am besten erforschte Methode ist die Lichttherapie. Dabei setzt Du Dich täglich, am besten morgens, für etwa 30 Minuten vor eine spezielle Tageslichtlampe mit einer Beleuchtungsstärke von 10.000 Lux. Dieses helle, UV-freie Licht simuliert das Sonnenlicht und signalisiert Deinem Gehirn, die Melatoninproduktion zu drosseln und die Serotoninaktivität zu steigern.
Bewegung, vor allem an der frischen Luft, ist ein weiterer zentraler Baustein. Schon ein täglicher Spaziergang zur Mittagszeit kann einen Unterschied machen. Selbst an einem bewölkten Wintertag ist das natürliche Tageslicht draußen um ein Vielfaches heller als die Beleuchtung in Innenräumen. Bewegung an sich kurbelt zudem die Produktion von Endorphinen und anderen stimmungsaufhellenden Botenstoffen an.
Eine ausgewogene Ernährung kann den Heißhungerattacken entgegenwirken. Komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, viel Gemüse und eiweißreiche Lebensmittel halten den Blutzuckerspiegel stabil und sorgen für eine langanhaltende Sättigung.
In schwereren Fällen oder bei einer diagnostizierten SAD können auch Psychotherapie oder eine medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva notwendig sein. Dies gehört jedoch ausschließlich in die Hände von erfahrenen Ärztinnen und Therapeuten.
Ein neuer Impuls: Wie Kältetherapie Dich unterstützen kann
In ein solches Gesamtkonzept aus Licht, Bewegung und bewusster Lebensführung kann sich eine Ganzkörperkältetherapie als ergänzender Baustein einfügen. Die Idee dahinter ist, dem Körper einen kurzen, aber extrem starken Reiz zu geben, der eine Kaskade positiver physiologischer Reaktionen auslösen kann. In unserer Kältekammer in Memmingen setzt Du Dich für rund drei Minuten einer trockenen Kälte von minus 110 Grad Celsius aus. Es handelt sich hierbei um eine elektrische Kühlung mittels Wirbelstrom, bei der kein Stickstoff zum Einsatz kommt.
Was passiert dabei im Körper? Der plötzliche, extreme Temperaturabfall an der Hautoberfläche wird von unzähligen Kälterezeptoren registriert und an das Gehirn gemeldet. Der Körper interpretiert dies als eine akute, aber harmlose "Gefahrensituation" und aktiviert seine Schutz- und Regulationsmechanismen.
- Ausschüttung von Botenstoffen: Der Körper schüttet vermehrt Adrenalin und Noradrenalin aus. Noradrenalin spielt eine wichtige Rolle bei Wachheit, Konzentration und Motivation. Ein Mangel wird auch mit depressiven Verstimmungen in Verbindung gebracht. Gleichzeitig kann die Anwendung die Freisetzung von Endorphinen anregen, die schmerzlindernd wirken und ein Gefühl des Wohlbefindens erzeugen können.
- Wirkung auf das Nervensystem: Die Ganzkörperkältetherapie scheint die Aktivität des parasympathischen Nervensystems, unseres "Ruhenervs", zu fördern. Viele unserer Gäste berichten von einem Gefühl tiefer Entspannung und einem verbesserten Schlaf in den Nächten nach der Anwendung.
- Entzündungshemmende Prozesse: Die Kälte kann dazu beitragen, systemische, niedrigschwellige Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren. Solche Prozesse werden in der neueren Forschung ebenfalls mit der Entstehung von depressiven Symptomen diskutiert.
- Subjektives Erleben: Unabhängig von den messbaren Effekten ist die Erfahrung selbst für viele ein starkes Erlebnis. Die drei Minuten in der Kälte fordern volle Konzentration auf den eigenen Körper und die Atmung. Das Gefühl danach, wenn das Blut zurück in die Peripherie strömt und ein angenehmes Kribbeln und eine wohlige Wärme den Körper durchfluten, wird oft als belebend und energetisierend beschrieben. Es ist ein Gefühl, den eigenen Körper wieder intensiv zu spüren und die eigene Resilienz zu erfahren.
Eine Ganzkörperkältetherapie kann somit als ein bewusster Akt der Selbstfürsorge verstanden werden, der den Körper aus seiner winterlichen Lethargie "aufweckt" und das etablierte Programm aus Licht und Bewegung sinnvoll ergänzen kann.
Was die Forschung zeigt
Die wissenschaftliche Untersuchung der Ganzkörperkältetherapie bei psychischen Beschwerden wie Depressionen und deren leichteren Formen steckt noch in den Anfängen. Die bisherigen Studien sind oft klein und die Ergebnisse müssen mit Vorsicht interpretiert werden. Dennoch geben sie erste interessante Hinweise auf mögliche Wirkmechanismen, die auch für das Verständnis des Winterblues relevant sein könnten.
Eine randomisierte kontrollierte Studie untersuchte die Wirksamkeit der Ganzkörperkältetherapie als Zusatzbehandlung zu einer bestehenden medikamentösen Therapie bei Menschen mit Depressionen [1]. Die Teilnehmenden absolvierten über mehrere Wochen eine Serie von Kälteanwendungen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die Gruppe, die zusätzlich zur Medikation die Kälteanwendungen erhielt, eine stärkere Verbesserung ihrer depressiven Symptome zeigte als die Kontrollgruppe, die nur die Medikamente bekam. Eine frühere, kleinere Untersuchung an Patienten mit depressiven Störungen und Angststörungen kam zu ähnlichen Beobachtungen und sah in der Kälteanwendung eine potenziell nützliche Begleitbehandlung [3].
Diese Studien sind vielversprechend, haben aber Grenzen. Sie wurden an Patientinnen und Patienten mit diagnostizierten Depressionen durchgeführt, nicht speziell am Winterblues. Zudem war die Kältetherapie immer Teil eines umfassenderen Behandlungskonzepts, was es schwierig macht, ihren isolierten Effekt genau zu bestimmen.
Ein weiteres für den Winterblues relevantes Symptom ist die ausgeprägte Müdigkeit, oft als Fatigue bezeichnet. Eine Studie mit Patienten, die an Multipler Sklerose litten, einer Erkrankung, die ebenfalls mit starker Fatigue einhergeht, untersuchte die Effekte von Kälteanwendungen. Die Ergebnisse legten nahe, dass die Ganzkörperkältetherapie die wahrgenommene Müdigkeit reduzieren und den funktionellen Status der Betroffenen verbessern könnte [2]. Auch wenn sich diese Ergebnisse nicht direkt auf den Winterblues übertragen lassen, weisen sie doch auf ein mögliches Potenzial der Kälteanwendung zur Steigerung von Energie und Antrieb hin.
Auf physiologischer Ebene gibt es Untersuchungen, die sich mit den körperlichen Reaktionen auf die Kälte befassen. Eine Studie an gesunden Männern deutete darauf hin, dass eine Serie von Kälteanwendungen dabei helfen könnte, Marker für oxidativen Stress im Körper zu reduzieren [4]. Oxidativer Stress ist ein Zustand, bei dem ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien herrscht und der mit zahlreichen chronischen Erkrankungen und Alterungsprozessen in Verbindung gebracht wird. Eine Reduktion dieses Stresses könnte zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen.
Die Forschung liefert erste, vorsichtig optimistische Hinweise darauf, dass die Ganzkörperkältetherapie positive Effekte auf Stimmung, Antrieb und allgemeine physiologische Stressmarker haben könnte. Es bedarf jedoch weiterer, größerer und methodisch robusterer Studien, um diese Effekte zu bestätigen und die genauen Wirkmechanismen zu klären. Die aktuelle Datenlage erlaubt keine Heilaussagen, stützt aber die Idee, Kälteanwendungen als unterstützende Maßnahme im Rahmen eines gesunden Lebensstils zu betrachten.
Wichtige Grenzen und Kontraindikationen der Kältetherapie
So vielversprechend die Anwendung sein kann, sie ist nicht für jeden geeignet. Deine Sicherheit und Dein Wohlbefinden stehen bei uns an erster Stelle. Deshalb führen wir vor Deiner ersten Anwendung bei uns im Studio in Memmingen ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Es gibt klare gesundheitliche Zustände, bei denen von einer Ganzkörperkältetherapie abzuraten ist.
Absolute Kontraindikationen sind unter anderem:
- Nicht oder instabil eingestellter Bluthochdruck
- Herzinfarkt oder Schlaganfall in der jüngeren Vergangenheit
- Herzschrittmacher oder andere elektronische Implantate
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- Akute Thrombosen oder Venenentzündungen
- Raynaud-Syndrom (Weißfingerkrankheit)
- Kälteallergie oder Kälteagglutininerkrankung
- Akute fieberhafte Infekte
- Schwangerschaft
Auch bei anderen Vorerkrankungen ist ärztliche Rücksprache unerlässlich. Sei bitte immer ehrlich und vollständig bei Deinen Angaben zu Deiner Gesundheit. Nur so können wir eine sichere Anwendung gewährleisten. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine intensive Anwendung für den Organismus. Sie ist ein starker Reiz, kein Allheilmittel. Sie dient der Regeneration, der Leistungssteigerung und dem Wohlbefinden und ist kein Ersatz für eine ärztliche Diagnose oder Therapie.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich zur Kältetherapie kommen, um den Winterblues zu lindern?
Für eine unterstützende Wirkung beim Winterblues berichten viele unserer Gäste von positiven Erfahrungen mit einer initialen Serie von Anwendungen, zum Beispiel zwei- bis dreimal pro Woche über zwei bis drei Wochen. Danach kann eine wöchentliche Anwendung ausreichen, um den Effekt aufrechtzuerhalten. Dies ist jedoch sehr individuell.
Was ziehe ich in der Kältekammer an?
Du betrittst die Kammer in Badebekleidung. Zum Schutz der empfindlichsten Körperstellen sind Handschuhe, Socken, feste Schuhe, ein Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband oder eine Mütze obligatorisch. Wir stellen Dir alles Notwendige zur Verfügung. Schmuck und Piercings müssen abgelegt werden und die Haut muss absolut trocken sein.
Ersetzt eine Ganzkörperkältetherapie den Arztbesuch bei Verdacht auf eine Depression?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine Wellness- und Regenerationsanwendung. Bei anhaltender gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit oder anderen psychischen Beschwerden ist die Abklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt unerlässlich. Wir stellen keine Diagnosen und geben keine Heilversprechen.
Ist die Kälte von -110 °C nicht gefährlich?
Die Kälte ist extrem, aber es handelt sich um eine sehr trockene Luft. Dadurch wird die Temperatur als weniger kalt empfunden als beispielsweise ein Bad in eiskaltem Wasser. Die Anwendungsdauer ist mit rund drei Minuten sehr kurz und Du wirst während der gesamten Zeit von unserem geschulten Personal betreut. Bei Beachtung der Kontraindikationen ist die Anwendung sicher.
Was fühle ich direkt nach der Anwendung?
Unmittelbar nach dem Verlassen der Kammer verspüren die meisten Menschen ein starkes Kribbeln auf der Haut, wenn das warme Blut zurück in die Arme und Beine strömt. Diesem Gefühl folgt oft eine wohlige Wärme, eine spürbare Belebung und eine mentale Klarheit. Viele berichten von einem echten Energieschub.
Kann ich die Anwendung auch präventiv nutzen, bevor der Winterblues richtig zuschlägt?
Ja, das ist ein sehr guter Ansatz. Viele unserer Stammgäste beginnen bereits im Oktober oder November mit regelmäßigen Anwendungen, um ihren Körper und Geist auf die dunkle Jahreszeit vorzubereiten und die Resilienz gegenüber dem saisonalen Stimmungstief zu stärken. Prävention ist oft der beste Weg.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Winterblues begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Efficacy of the Whole-Body Cryotherapy as Add-on Therapy to Pharmacological Treatment of Depression: A Randomized Controlled Trial
Rymaszewska J, Lion KM, Pawlik-Sobecka L, et al. (2020), Frontiers in Psychiatry. Randomisierte kontrollierte Studie zur Kälteanwendung als Ergänzung bei Depression.
- [2] Whole-body cryostimulation (cryotherapy) provides benefits for fatigue and functional status in multiple sclerosis patients
Miller E, Kostka J, Wlodarczyk T, Dugue B (2016), Acta Neurologica Scandinavica. Untersuchung zu Fatigue und funktionellem Status bei Multipler Sklerose.
- [3] Whole-body cryotherapy as adjunct treatment of depressive and anxiety disorders
Rymaszewska J, Ramsey D, Chladzinska-Kiejna S (2008), Archivum Immunologiae et Therapiae Experimentalis. Begleitende Kälteanwendung bei depressiven und Angstsymptomen, kleine Stichprobe.
- [4] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [5] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [6] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [7] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.
- [8] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.