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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Der Herbstwind fegt das erste bunte Laub durch die Straßen von Memmingen. Für viele ist das ein malerischer Anblick. Für dich ist es ein wiederkehrendes Signal. Ein leises Kratzen im Hals am Morgen, ein Ziehen in den Gliedern am Abend. Du ahnst bereits, was kommt: der nächste Infekt. Während Freunde und Kollegen die kühlere Jahreszeit genießen, planst du unbewusst schon die Tage auf dem Sofa, mit Tee und Taschentüchern als Begleiter. Dieses Gefühl, anfälliger zu sein als andere, jeden Virusinfekt „mitzunehmen“, der gerade kursiert, ist zermürbend. Es schränkt dein Leben ein, beruflich wie privat. Vielleicht hast du schon vieles probiert, von Vitaminpräparaten bis zu heißen Bädern. Doch der Kreislauf aus Ansteckung, Krankheit und kurzer Erholung scheint sich fortzusetzen. In dieser Situation suchen viele Menschen nach ergänzenden Wegen, um ihren Körper zu stärken und seine Selbstregulation zu fördern. Ein solcher Weg, der auf einem intensiven physiologischen Reiz basiert, ist die Ganzkörperkältetherapie.
Wenn der nächste Infekt schon wartet: Ein Kreislauf
Eine Erkältung pro Quartal gilt bei Erwachsenen als normal. Wenn du jedoch das Gefühl hast, von einem Infekt direkt in den nächsten zu rutschen, spricht man von einer erhöhten Infektanfälligkeit. Dieses Phänomen ist mehr als nur lästig. Es zehrt an den Kräften und untergräbt das Vertrauen in den eigenen Körper. Jeder geplante Ausflug, jede sportliche Aktivität, jede wichtige Arbeitswoche steht unter dem Vorbehalt der eigenen Gesundheit.
Die Symptome einer Erkältung sind uns allen vertraut. Sie beginnen oft schleichend mit Halsschmerzen und Frösteln, gefolgt von Schnupfen, Husten und einem allgemeinen Krankheitsgefühl. Der Körper ist vollauf damit beschäftigt, die viralen Eindringlinge zu bekämpfen. Das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Ist diese Aufgabe erledigt, braucht der Organismus Zeit zur Regeneration. Wenn die Abstände zwischen den Infekten jedoch zu kurz werden, befindet sich der Körper in einem ständigen Zustand von Kampf und unvollständiger Erholung. Dieser Dauerstress für das Immunsystem kann die Anfälligkeit weiter erhöhen. Es entsteht ein Teufelskreis, aus dem es schwer ist, auszubrechen. Betroffene fühlen sich oft chronisch müde, weniger leistungsfähig und frustriert.
Die Ursachen hinter häufigen Erkältungen
Hinter einer erhöhten Infektanfälligkeit steckt selten eine einzelne, klare Ursache. Meist handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren, die dein Immunsystem schwächen. Eine Erkältung, auch grippaler Infekt genannt, wird durch eine Vielzahl von Viren ausgelöst, am häufigsten durch Rhinoviren. Diese Viren gelangen über Tröpfcheninfektion auf unsere Schleimhäute in Nase und Rachen und beginnen sich dort zu vermehren. Ein starkes Immunsystem erkennt die Eindringlinge frühzeitig und leitet eine effektive Abwehrreaktion ein. Ist das System jedoch geschwächt, haben die Viren leichteres Spiel.
Zu den wichtigsten Faktoren, die die Immunabwehr beeinträchtigen können, gehört chronischer Stress. Das Stresshormon Cortisol kann bei dauerhaft erhöhten Werten die Funktion von Immunzellen unterdrücken. Auch Schlafmangel ist ein entscheidender Faktor. Im Schlaf finden wichtige Regenerations- und Reparaturprozesse statt, auch für das Immunsystem. Wer dauerhaft zu wenig oder schlecht schläft, gibt seinem Körper nicht die nötige Zeit, um seine Abwehrkräfte zu erneuern. Eine unausgewogene Ernährung, arm an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen, kann ebenfalls dazu führen, dass dem Immunsystem die notwendigen Bausteine für eine schlagkräftige Abwehr fehlen. Weitere Aspekte sind Bewegungsmangel, übermäßiger Alkoholkonsum und Rauchen. Manchmal können auch unentdeckte chronische Entzündungsherde im Körper oder bestimmte Grunderkrankungen die Immunfunktion beeinträchtigen.
Der Weg zur Abklärung: Was Ärzte tun können
Wenn du unter wiederkehrenden Infekten leidest, ist der erste und wichtigste Schritt ein Gespräch mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Nur eine medizinische Fachperson kann beurteilen, ob es sich um eine harmlose, aber belastende Infektanfälligkeit handelt oder ob eine ernsthaftere Erkrankung dahintersteckt. Die Anwendung in unserer Kältekammer in Memmingen ist eine reine Wellness- und Regenerationsmaßnahme und ersetzt keinesfalls eine ärztliche Diagnose oder Behandlung.
Im Arztgespräch wird zunächst eine ausführliche Anamnese erhoben. Dabei werden Fragen zu Häufigkeit und Art der Infekte, zu Lebensgewohnheiten, Stresslevel, Schlaf, Ernährung und bekannten Vorerkrankungen gestellt. Darauf folgt eine körperliche Untersuchung, bei der unter anderem Hals, Nase, Ohren und Lunge begutachtet werden. Oft kann schon hier eine erste Einschätzung getroffen werden. Je nach Verdacht kann eine Blutuntersuchung sinnvoll sein. Dabei können Entzündungswerte, das Blutbild und die Konzentration bestimmter Vitamine und Mineralstoffe wie Vitamin D oder Zink überprüft werden. In seltenen Fällen können weiterführende Untersuchungen notwendig sein, um spezifische Immundefekte oder andere chronische Krankheiten auszuschließen. Ziel ist es, behandelbare Ursachen zu identifizieren und ein ganzheitliches Konzept zu entwickeln, das auf deine individuelle Situation zugeschnitten ist.
Ganzkörperkältetherapie als unterstützender Baustein
Nachdem eine ärztliche Abklärung erfolgt ist und keine Kontraindikationen vorliegen, kann die Ganzkörperkältetherapie eine interessante Ergänzung zu einem gesunden Lebensstil sein. Das Prinzip beruht auf einem kurzen, aber sehr intensiven Kältereiz. In unserer Kältekammer im Unterallgäu verbringst du für etwa drei Minuten eine Zeit bei trockenen minus 110 Grad Celsius. Du betrittst die Kammer in Badekleidung, mit Handschuhen, Socken, Schuhen, einem Mund-Nasen-Schutz und einem Stirnband zum Schutz der empfindlichen Körperstellen.
Der Körper reagiert auf diese extreme Kälte mit einer Reihe von reflexartigen Anpassungsprozessen. Um den Körperkern vor dem Auskühlen zu schützen, ziehen sich die oberflächlichen Blutgefäße in Armen und Beinen stark zusammen. Das Blut wird in Richtung des Rumpfes zentralisiert. Nach dem Verlassen der Kammer, wenn du dich wieder bei normaler Raumtemperatur befindest, weiten sich die Gefäße schlagartig. Das nun mit Sauerstoff angereicherte Blut strömt zurück in die Peripherie. Viele unserer Gäste beschreiben dieses Gefühl als prickelnd, erfrischend und belebend.
Die Idee hinter der Anwendung bei Infektanfälligkeit ist, dem Körper durch diesen starken Reiz einen Trainingsimpuls zu geben. Ähnlich wie beim Sport der Muskel gefordert wird, um stärker zu werden, wird hier das vegetative Nervensystem und das Regulationssystem des Körpers herausgefordert. Es wird angenommen, dass der Körper durch diese regelmäßigen, kontrollierten "Stressreize" seine Fähigkeit zur Selbstregulation verbessern könnte. Viele Anwender berichten davon, sich nach einer Serie von Kälteanwendungen wacher, energetischer und insgesamt widerstandsfähiger zu fühlen. Die Ganzkörperkältetherapie ist dabei kein Wundermittel, sondern ein Puzzleteil in einem Gesamtkonzept aus gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und Stressmanagement.
Was die Forschung zur Ganzkörperkältetherapie zeigt
Die wissenschaftliche Erforschung der Ganzkörperkältetherapie ist ein relativ junges Feld, und die Datenlage ist noch im Aufbau. Die meisten Studien konzentrieren sich auf die Anwendungsgebiete Sportregeneration und entzündliche Erkrankungen. Direkte, große und kontrollierte Studien zur Wirkung auf die Häufigkeit von Erkältungen bei gesunden Menschen fehlen bisher. Dennoch gibt es interessante Einzelbeobachtungen aus Studien an anderen Personengruppen, die vorsichtige Hinweise auf die physiologischen Wirkmechanismen geben können.
Mehrere Untersuchungen haben sich mit den Effekten von Kälteserien auf Marker des Immunsystems und des Entzündungsgeschehens befasst. So wurde in einer Studie mit gesunden Männern beobachtet, wie sich eine Serie von Kälteanwendungen auf die Anzahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und auf den Entzündungsmarker Interleukin-6 auswirkte [3]. Die Leukozyten sind ein zentraler Bestandteil der zellulären Immunabwehr. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Kältereize das Immunsystem modulieren könnten. Eine andere Untersuchung, ebenfalls an gesunden Männern, fand Hinweise darauf, dass eine Serie von Ganzkörperkälteanwendungen Marker für oxidativen Stress im Körper reduzieren könnte [2]. Oxidativer Stress entsteht durch ein Ungleichgewicht von zellschädigenden freien Radikalen und schützenden Antioxidantien und wird mit zahlreichen Alterungs- und Krankheitsprozessen in Verbindung gebracht. Eine Verringerung dieses Stresses könnte die Zellen, einschließlich der Immunzellen, entlasten und ihre Funktion unterstützen.
Umfassende Übersichtsarbeiten zu den Effekten bei Sportlern und bei Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen legen nahe, dass Kälteanwendungen entzündungshemmende Prozesse fördern können [1, 7]. Zwar ist eine Entzündung eine notwendige und wichtige Reaktion des Immunsystems auf einen Infekt, eine überschießende oder chronische Entzündungsreaktion kann den Körper jedoch belasten. Die Fähigkeit, Entzündungsprozesse effizient zu regulieren, ist daher ein Kennzeichen eines gesunden Immunsystems.
Es ist jedoch entscheidend, die Grenzen dieser Forschung zu betonen. Viele der vorhandenen Studien wurden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt, was die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse einschränkt [6]. Oftmals handelt es sich um Beobachtungen bei spezifischen Gruppen wie Leistungssportlern oder Patienten mit bestimmten Erkrankungen, deren Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf die Allgemeinbevölkerung mit Infektanfälligkeit übertragbar sind. Zudem sind die untersuchten Effekte oft kurzfristiger Natur. Es fehlen Langzeitstudien, die über mehrere Monate oder gar eine ganze Wintersaison hinweg die tatsächliche Infekthäufigkeit erfassen. Die bisherige Forschung liefert also spannende Hypothesen zu den Wirkmechanismen, aber keine endgültigen Beweise. Sie zeigt, dass die Ganzkörperkältetherapie mehr ist als nur "kalt", sondern tiefgreifende physiologische Reaktionen auslöst, deren volles Potenzial und genaue Zusammenhänge noch weiter erforscht werden müssen.
Für wen ist die Ganzkörperkältetherapie geeignet und für wen nicht?
Obwohl die Ganzkörperkältetherapie für viele Menschen eine sichere und gut verträgliche Anwendung ist, gibt es bestimmte gesundheitliche Bedingungen, bei denen von einer Anwendung abzuraten ist. Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Eine sorgfältige Prüfung dieser Kontraindikationen vor der ersten Anwendung ist daher unerlässlich.
Du solltest die Kältekammer nicht nutzen, wenn du unter folgenden Bedingungen leidest:
- Akute fieberhafte Infekte: Während einer Erkältung oder eines anderen akuten Infekts ist der Körper bereits stark belastet. Ein zusätzlicher extremer Reiz wäre kontraproduktiv.
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Dazu gehören ein kürzlicher Herzinfarkt, instabile Angina Pectoris, schwere Herzrhythmusstörungen, ein Herzschrittmacher oder eine unbehandelte, schwere Hypertonie (Bluthochdruck). Die starke Verengung der Blutgefäße stellt eine erhebliche Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar.
- Schwere Durchblutungsstörungen: Das Raynaud-Syndrom, bei dem es zu krampfartigen Verengungen der Finger- und Zehenarterien kommt, ist eine klare Kontraindikation. Auch andere schwere arterielle Durchblutungsstörungen schließen eine Anwendung aus.
- Tiefe Venenthrombosen oder Lungenembolie in der Vorgeschichte.
- Kälteallergie oder Kälteagglutininerkrankung.
- Unkontrollierte Krampfleiden (Epilepsie).
- Schwangerschaft.
- Schwere Anämie (Blutarmut).
- Krebserkrankungen im akuten Stadium.
Im Zweifelsfall oder bei bestehenden chronischen Erkrankungen gilt immer: Sprich vor der ersten Anwendung mit deiner behandelnden Ärztin oder deinem Arzt und hole dir grünes Licht. Wir führen vor deiner ersten Sitzung bei uns ebenfalls ein ausführliches Aufklärungsgespräch durch, um alle relevanten Aspekte zu besprechen.
Dein Weg in die Kältekammer: Ablauf und Empfehlungen
Wenn du dich für eine unterstützende Begleitung durch Ganzkörperkältetherapie entscheidest, ist es gut zu wissen, was dich erwartet. Der Ablauf ist einfach und unkompliziert. Du kommst mit trockener Haut zu uns. Vor der Anwendung legst du bis auf die trockene Badekleidung alles ab. Wir statten dich mit den nötigen Schutzmaterialien aus: spezielle Schuhe, Socken, Handschuhe, ein Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband oder eine Mütze.
Dann betrittst du die Kammer. Die Luft ist absolut trocken, wodurch sich die Kälte anders und erträglicher anfühlt als feuchte Winterkälte. Während der rund drei Minuten bleibst du in leichter, ruhiger Bewegung, zum Beispiel gehst du langsam auf der Stelle. Du bist dabei nie allein. Über ein Fenster und eine Sprechanlage haben wir jederzeit Kontakt zu dir. Nach der kurzen Zeit verlässt du die Kammer wieder und spürst sofort, wie die Wärme in deinen Körper zurückkehrt. Die meisten Menschen empfinden dieses Gefühl als sehr angenehm und belebend.
Um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen, wird in der Regel eine Serie von Anwendungen empfohlen. Ein einmaliger Besuch kann ein interessantes Erlebnis sein, aber um die Regulationssysteme des Körpers zu trainieren, ist Regelmäßigkeit entscheidend. Eine typische Startserie könnte aus zehn bis zwölf Anwendungen bestehen, die idealerweise in einem Zeitraum von zwei bis vier Wochen absolviert werden. Danach können die Abstände vergrößert werden, um den Zustand zu erhalten, zum Beispiel mit ein bis zwei Anwendungen pro Woche während der kritischen Herbst- und Wintermonate. Hier bei uns in Memmingen beraten wir dich gerne individuell, welcher Rhythmus für deine Ziele und Bedürfnisse am besten geeignet ist.
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich die Ganzkörperkältetherapie nutzen, um mein Immunsystem zu unterstützen?
Für einen initialen Impuls wird oft eine Serie von etwa zehn Anwendungen in zwei bis drei Wochen empfohlen. Anschließend kann eine wöchentliche oder zweiwöchentliche Anwendung während der Infektsaison sinnvoll sein, um die erreichten Effekte zu erhalten. Ein individueller Plan ist jedoch immer am besten.
Kann die Kältetherapie eine Erkältung verhindern?
Nein, die Ganzkörperkältetherapie kann und darf nicht als Mittel zur Verhinderung oder Heilung von Krankheiten beworben werden. Sie ist eine unterstützende Maßnahme, die darauf abzielt, die körpereigenen Regulations- und Anpassungsfähigkeiten zu trainieren und so die allgemeine Widerstandsfähigkeit zu fördern.
Ist die Anwendung bei -110 °C nicht schmerzhaft oder gefährlich?
Die Kälte ist extrem, aber durch die sehr geringe Luftfeuchtigkeit gut auszuhalten. Es fühlt sich eher wie ein intensives Prickeln auf der Haut an als wie ein schmerzhafter Kältereiz. Da die Anwendung nur wenige Minuten dauert und empfindliche Körperteile geschützt sind, ist sie bei Einhaltung der Kontraindikationen sehr sicher.
Was ist der Unterschied zu einem Eisbad oder Kneipp-Anwendungen?
Ein Eisbad wirkt über den direkten Kontakt mit kaltem Wasser und dauert länger, kühlt den Körper aber weniger stark und tiefgreifend ab. Die Ganzkörperkältetherapie nutzt trockene Luft, was eine deutlich niedrigere Temperatur ermöglicht und einen anderen, systemischeren Reiz auf den gesamten Organismus ausübt.
Sollte ich die Kältetherapie auch machen, wenn ich schon merke, dass eine Erkältung im Anmarsch ist?
Nein. Sobald du erste Erkältungssymptome wie Halsschmerzen oder Frösteln spürst, solltest du deinem Körper Ruhe gönnen. Eine Kälteanwendung wäre in dieser Phase ein zusätzlicher Stress, den das Immunsystem nicht gebrauchen kann. Kuriere den Infekt erst vollständig aus, bevor du wieder in die Kältekammer kommst.
Wie kann die Kältetherapie das Immunsystem unterstützen?
Die Forschung deutet auf mehrere mögliche Mechanismen hin. Der intensive Kältereiz könnte die Ausschüttung von entzündungshemmenden Botenstoffen anregen, die Regulation von Immunzellen beeinflussen [3] und oxidativen Stress reduzieren [2]. Die Anwendung wirkt als starker Trainingsreiz für die körpereigenen Regulationssysteme.
Benötige ich für die Anwendung eine ärztliche Überweisung?
Nein, da es sich um eine Wellness- und Regenerationsanwendung handelt, benötigst du keine Überweisung. Wir empfehlen jedoch dringend, bei bestehenden Erkrankungen oder Unsicherheiten vorab Rücksprache mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu halten.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei häufige Erkältungen begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [2] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [3] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [4] Whole-body cryostimulation (cryotherapy) provides benefits for fatigue and functional status in multiple sclerosis patients
Miller E, Kostka J, Wlodarczyk T, Dugue B (2016), Acta Neurologica Scandinavica. Untersuchung zu Fatigue und funktionellem Status bei Multipler Sklerose.
- [5] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [6] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [7] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [8] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.