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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Fußpflege / Podologin, sektorale Heilpraktikerin für Podologie und Fachexpertin für Kryotherapie / Kältetherapie
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Die Tage vor den Tagen. Für viele Frauen ist das mehr als nur ein Kalendereintrag. Es ist eine Zeit, in der sich der eigene Körper fremd anfühlt. Die Brust spannt, der Unterleib zieht und krampft, der Rücken schmerzt. Gleichzeitig fährt die Stimmung Achterbahn, von grundloser Traurigkeit über Gereiztheit bis hin zu einer tiefen Erschöpfung, die selbst nach ausreichend Schlaf nicht weichen will. Vielleicht kennst auch Du dieses Gefühl, wenn der Alltag plötzlich zur Herausforderung wird und die einfachsten Aufgaben eine enorme Kraftanstrengung erfordern. Viele Frauen suchen in dieser Phase nach Wegen, die über eine Schmerztablette hinausgehen, um ihr Wohlbefinden zurückzugewinnen. Eine dieser Möglichkeiten, die in den letzten Jahren an Aufmerksamkeit gewonnen hat, ist die Ganzkörperkältetherapie als unterstützende Anwendung.
Wenn der Zyklus zur Belastung wird: Das Prämenstruelle Syndrom
Was Du möglicherweise erlebst, hat einen Namen: das Prämenstruelle Syndrom, kurz PMS. Dieser Begriff fasst eine Vielzahl von körperlichen und emotionalen Beschwerden zusammen, die typischerweise in der zweiten Zyklushälfte, also etwa vier bis vierzehn Tage vor dem Einsetzen der Menstruation, auftreten. Mit Beginn der Blutung verschwinden die Symptome meist schlagartig oder klingen rasch ab.
Die Bandbreite der möglichen Beschwerden ist enorm und von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Zu den häufigsten körperlichen Symptomen gehören:
- Spannungsgefühle und Schmerzen in der Brust (Mastodynie)
- Unterleibskrämpfe und Schmerzen im unteren Rücken
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Wassereinlagerungen, die zu einem Gefühl des Aufgeschwemmtseins und einer leichten Gewichtszunahme führen
- Hautunreinheiten
- Verdauungsprobleme wie Blähungen oder Verstopfung
Parallel dazu können emotionale und psychische Veränderungen auftreten, die oft als noch belastender empfunden werden:
- Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und Wutausbrüche
- Ängstlichkeit und Anspannung
- Depressive Verstimmungen, Weinen ohne ersichtlichen Grund
- Erschöpfung, Antriebslosigkeit und Müdigkeit
- Konzentrationsstörungen
- Veränderungen im Appetit, oft Heißhunger auf Süßes oder Salziges
Die Intensität reicht von leichten Beeinträchtigungen, die den Alltag kaum stören, bis hin zu schweren Verläufen, bei denen Arbeit, soziale Kontakte und die Lebensqualität massiv leiden. In besonders ausgeprägten Fällen sprechen Mediziner von einer Prämenstruellen Dysphorischen Störung (PMDS), einer schweren Form des PMS, die als eigenständige depressive Erkrankung gilt und unbedingt ärztlich behandelt werden muss.
Die komplexen Ursachen hinter den Beschwerden
Warum der weibliche Zyklus für so viele Frauen zur wiederkehrenden Belastung wird, ist wissenschaftlich noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Die Forschung geht von einem multifaktoriellen Geschehen aus, bei dem Hormone, Botenstoffe im Gehirn und entzündliche Prozesse eine zentrale Rolle spielen.
Im Zentrum steht das zyklische Auf und Ab der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron. Nach dem Eisprung in der Mitte des Zyklus fällt der Östrogenspiegel ab, während der Progesteronspiegel ansteigt. Gegen Ende des Zyklus sinken dann beide Hormonspiegel stark ab, was die Menstruationsblutung auslöst. Man vermutet, dass manche Frauen auf diese hormonellen Schwankungen empfindlicher reagieren als andere.
Diese Hormonveränderungen beeinflussen auch die Neurotransmitter im Gehirn, allen voran das Serotonin. Serotonin wird oft als "Glückshormon" bezeichnet und ist maßgeblich an der Regulation von Stimmung, Schlaf und Appetit beteiligt. Ein sinkender Östrogenspiegel kann zu einem Abfall des Serotoninspiegels führen, was die psychischen Symptome wie Reizbarkeit, Traurigkeit und Heißhunger erklären könnte.
Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Prostaglandine. Das sind hormonähnliche Substanzen, die an Schmerz und Entzündungsprozessen im Körper beteiligt sind. Vor der Menstruation steigt ihre Produktion in der Gebärmutterschleimhaut an. Sie bewirken, dass sich die Gebärmuttermuskulatur zusammenzieht, um die Schleimhaut abzustoßen. Eine übermäßige Produktion von Prostaglandinen kann zu starken, krampfartigen Schmerzen führen, die auch in den Rücken und die Beine ausstrahlen können. Zudem können sie systemische Effekte haben und zu Kopfschmerzen, Übelkeit und allgemeinem Unwohlsein beitragen.
Ärztliche Diagnose und etablierte Behandlungswege
Wenn Du unter wiederkehrenden Zyklusbeschwerden leidest, ist der erste und wichtigste Schritt immer die Abklärung durch eine Gynäkologin oder einen Gynäkologen. Nur so können andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen, wie zum Beispiel Endometriose, Myome oder Schilddrüsenfunktionsstörungen, sicher ausgeschlossen werden.
Für die Diagnose von PMS wird Deine Ärztin oder Dein Arzt Dich bitten, über mindestens zwei bis drei Monate ein Symptomtagebuch zu führen. Darin dokumentierst Du täglich, welche Beschwerden wann und in welcher Stärke auftreten. So lässt sich das typische Muster erkennen: Die Symptome beginnen in der zweiten Zyklushälfte und enden mit oder kurz nach Beginn der Periode.
Die etablierte Behandlung richtet sich nach der Art und Schwere der Symptome. Oftmals ist ein multimodaler Ansatz am erfolgreichsten.
- Lebensstiländerungen: Regelmäßige Bewegung, insbesondere Ausdauersport, kann nachweislich die Stimmung heben und Schmerzen lindern. Eine ausgewogene Ernährung mit wenig Zucker, Salz und Koffein, aber reich an komplexen Kohlenhydraten, Magnesium und Kalzium, kann ebenfalls positive Effekte haben. Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder autogenes Training helfen, Stress abzubauen.
- Pflanzliche Mittel: Präparate mit Mönchspfeffer (Agnus castus) haben sich bei vielen Frauen bewährt, um Brustspannen und Stimmungsschwankungen zu regulieren. Ihre Wirksamkeit ist in Studien belegt, sie benötigen aber oft mehrere Wochen, bis ein Effekt spürbar wird.
- Medikamente: Bei starken Schmerzen kommen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Naproxen zum Einsatz, die die Prostaglandin-Produktion hemmen. Bei ausgeprägten psychischen Symptomen kann in manchen Fällen die Einnahme eines SSRI (selektiver Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) in der zweiten Zyklushälfte sinnvoll sein. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können durch die Unterdrückung des Eisprungs und die Stabilisierung der Hormonspiegel ebenfalls Linderung verschaffen.
Die Ganzkörperkältetherapie als möglicher Baustein
Neben diesen etablierten Wegen suchen viele Frauen nach komplementären, nicht medikamentösen Methoden, um ihren Körper zu unterstützen. Hier kann die Ganzkörperkältetherapie ansetzen. Es handelt sich dabei um eine Wellness- und Regenerationsanwendung, die keine ärztliche Behandlung ersetzt, aber im Rahmen eines ganzheitlichen Konzepts eine wertvolle Ergänzung darstellen kann.
Bei uns in Memmingen betrittst Du für rund drei Minuten eine Kältekammer, in der trockene Kälte von -110 °C herrscht. Dieser intensive, aber kurze Kältereiz löst im Körper eine Reihe von Reaktionen aus, die für Frauen mit PMS und Zyklusbeschwerden interessant sein könnten:
1. Mögliche Beeinflussung von Schmerzen: Extreme Kälte kann die Leitungsgeschwindigkeit von Nervenfasern vorübergehend verlangsamen. Das könnte dazu beitragen, das Schmerzempfinden zu dämpfen. Viele unserer Gäste berichten von einer spürbaren Linderung bei krampfartigen Unterleibsschmerzen oder Rückenschmerzen nach einer Anwendung.
2. Mögliche Modulation von Entzündungsprozessen: Wie erwähnt, spielen Prostaglandine eine Schlüsselrolle bei den entzündungsähnlichen Prozessen, die die Krämpfe verursachen. Systemische Kälteanwendungen werden im Leistungssport und in der Rheumatologie eingesetzt, da man annimmt, dass sie entzündliche Prozesse im Körper regulieren können [1]. Dieser Mechanismus könnte theoretisch auch bei zyklusbedingten Beschwerden eine Rolle spielen, indem die übermäßige Reaktion des Körpers gedämpft wird.
3. Ausschüttung von Endorphinen: Der Körper reagiert auf den extremen Kältereiz unter anderem mit der Freisetzung von Endorphinen. Diese körpereigenen Opioide wirken nicht nur schmerzlindernd, sondern auch stimmungsaufhellend. Viele Nutzerinnen beschreiben ein Gefühl von Euphorie, Klarheit und Energie direkt nach der Kältekammer. Dieser Effekt kann ein willkommenes Gegengewicht zu der gedrückten und gereizten Stimmung des PMS sein.
4. Verbesserung von Schlaf und Regeneration: PMS geht oft mit schlechtem Schlaf und Erschöpfung einher. Viele unserer Gäste berichten, dass sie nach einer Serie von Kälteanwendungen tiefer und erholsamer schlafen. Besserer Schlaf stärkt die Resilienz des Körpers und des Geistes und kann helfen, die Belastungen der Tage vor den Tagen besser zu bewältigen.
Die Ganzkörperkältetherapie ist also kein "Heilmittel" für PMS, sondern ein Werkzeug, das an mehreren Symptomebenen gleichzeitig ansetzen und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann.
Was die Forschung zeigt
Es ist wichtig, die wissenschaftliche Datenlage zur Ganzkörperkältetherapie realistisch einzuordnen. Aktuell existieren keine spezifischen klinischen Studien, die die Wirksamkeit von Kälteanwendungen direkt bei PMS oder PMDS untersucht haben. Die wissenschaftliche Forschung konzentriert sich bislang vor allem auf die Anwendungsgebiete Sport, Regeneration und rheumatische Erkrankungen. Dennoch lassen sich aus diesen Studien vorsichtige Rückschlüsse auf die physiologischen Mechanismen ziehen, die auch bei Zyklusbeschwerden relevant sein könnten.
Mehrere Arbeiten haben sich mit dem Einfluss der Ganzkörperkälte auf Entzündungsmarker im Blut beschäftigt. Eine Untersuchung an gesunden Männern zeigte beispielsweise, dass eine Serie von Kälteanwendungen den Spiegel des entzündungsfördernden Botenstoffs Interleukin-6 (IL-6) beeinflussen kann [8]. Im Sportkontext wird die Kälteanwendung ebenfalls genutzt, um die Entzündungsreaktion nach intensiver Belastung zu modulieren [1]. Auch wenn PMS keine klassische Entzündungskrankheit ist, sind entzündungsähnliche Prozesse durch Prostaglandine ein zentraler Teil des Beschwerdebildes. Die in Studien beobachtete systemische, also den ganzen Körper betreffende, Reaktion auf die Kälte [5] könnte hier ansetzen.
Ein anderer Forschungszweig widmet sich dem oxidativen Stress, einem Zustand, bei dem im Körper ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen freien Radikalen und schützenden Antioxidantien herrscht. Dieser Stress wird mit zahlreichen chronischen Beschwerden in Verbindung gebracht. Eine Studie konnte zeigen, dass eine Serie von zehn Kälteanwendungen bei gesunden Männern Marker für oxidativen Stress reduzieren und die antioxidative Kapazität des Körpers verbessern konnte [2]. Da auch chronischer Stress und Schmerz zur Entstehung von oxidativem Stress beitragen können, ist dies ein potenziell positiver Nebeneffekt.
Es ist jedoch unerlässlich, die Grenzen dieser Forschung zu benennen. Die meisten Studien wurden mit kleinen Teilnehmerzahlen durchgeführt. Oftmals handelt es sich um gesunde, junge und sportliche Männer, was die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Frauen mit Zyklusbeschwerden einschränkt [2, 8]. Die Beobachtungszeiträume sind meist kurz und Langzeiteffekte kaum untersucht. Ein zentrales methodisches Problem ist zudem das Fehlen einer echten Placebo-Kontrolle. Man kann Kälte nicht "verblinden", die Teilnehmer wissen immer, ob sie eine Kälteanwendung erhalten oder nicht [6]. Dies macht es schwierig, den reinen physiologischen Effekt vom Placebo-Effekt zu trennen.
Die Forschung deutet auf interessante physiologische Effekte der Ganzkörperkältetherapie auf Schmerz, Entzündung und oxidativen Stress hin. Diese Mechanismen könnten theoretisch auch bei PMS lindernd wirken. Ein direkter wissenschaftlicher Beweis für diese spezifische Anwendung steht jedoch noch aus. Die positiven Erfahrungen vieler Anwenderinnen sind daher derzeit die wichtigste Grundlage.
Praktische Anwendung der Kältetherapie bei Zyklusbeschwerden
Wenn Du die Ganzkörperkältetherapie für Dich ausprobieren möchtest, stellt sich die Frage nach dem richtigen Timing und der optimalen Frequenz. Basierend auf den Erfahrungen vieler Frauen hier in Memmingen und dem Unterallgäu hat sich ein proaktiver Ansatz bewährt.
Anstatt erst bei akuten Krämpfen in die Kältekammer zu gehen, beginnen viele Frauen etwa eine Woche vor dem erwarteten Einsetzen der Periode mit einer Serie von Anwendungen. Eine Frequenz von zwei bis vier Sitzungen in dieser prämenstruellen Woche kann dem Körper helfen, sich zu regulieren und dem Aufbau der typischen Beschwerden entgegenzuwirken. Die Idee ist, die systemischen Effekte der Kälte zu nutzen, um die Reaktionskaskade aus Schmerz und Stimmungstiefs von vornherein abzumildern.
Andere Frauen bevorzugen es, die Kälteanwendung gezielt dann zu nutzen, wenn die ersten Symptome wie Brustspannen oder Reizbarkeit auftreten. Eine einzelne Sitzung kann hier oft schon für eine spürbare Erleichterung und einen mentalen "Reset" sorgen.
Der Ablauf bei uns ist unkompliziert. Du kommst in Badebekleidung und erhältst von uns Handschuhe, Socken, Schuhe und einen Mund-Nasen-Schutz. Dann betrittst Du für maximal drei Minuten die Kammer. Die trockene Kälte ist zwar intensiv, wird aber von den meisten als gut erträglich empfunden. Unser geschultes Personal begleitet Dich die ganze Zeit über. Danach nimmst Du Dir ein paar Minuten Zeit, um nachzuspüren, wie Dein Körper auf den Reiz reagiert.
Wichtige Hinweise und Kontraindikationen
Die Ganzkörperkältetherapie ist eine sichere Anwendung, wenn sie korrekt durchgeführt wird und bestimmte gesundheitliche Voraussetzungen erfüllt sind. Deine Sicherheit hat für uns oberste Priorität.
Vor Deiner ersten Anwendung führen wir ein ausführliches Aufklärungsgespräch. Es ist essenziell, dass Du eventuelle Vorerkrankungen ehrlich angibst. Die Anwendung darf nicht durchgeführt werden bei:
- Akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. Herzinfarkt in den letzten 6 Monaten, instabile Angina Pectoris, schwere Herzrhythmusstörungen)
- Unbehandeltem Bluthochdruck
- Schweren Durchblutungsstörungen (z.B. Raynaud-Syndrom)
- Akuten Thrombosen oder Venenentzündungen
- Kälteallergie
- Epilepsie
- Schwangerschaft
Auch wenn keine dieser Kontraindikationen vorliegt, gilt: Die Ganzkörperkältetherapie ist eine unterstützende Wellness-Anwendung. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Therapie. Sprich Dein Vorhaben am besten mit Deiner Gynäkologin oder Deinem Hausarzt ab. Sie kennen Deine individuelle Krankengeschichte am besten und können einschätzen, ob die Anwendung für Dich geeignet ist.
Häufige Fragen
Ist die Ganzkörperkältetherapie während der Periode sicher?
Ja, die Anwendung ist auch während der Menstruation grundsätzlich sicher und möglich. Einige Frauen empfinden die Kälte gerade dann als besonders wohltuend bei Krämpfen. Andere fühlen sich an diesen Tagen eventuell sensibler. Höre hier ganz auf Deinen Körper und entscheide, was sich für Dich richtig anfiühlt.
Wie oft sollte ich die Kältekammer bei PMS nutzen?
Das ist sehr individuell. Viele Frauen erzielen gute Ergebnisse mit einer Serie von zwei bis vier Anwendungen in der Woche vor der erwarteten Periode. Andere nutzen die Kältekammer gezielt bei den ersten Anzeichen von Beschwerden. Wir beraten Dich gerne persönlich, um einen für Dich passenden Rhythmus zu finden.
Spüre ich sofort eine Wirkung?
Viele Nutzerinnen berichten von einem sofortigen Effekt auf Stimmung und Energielevel direkt nach der Anwendung. Eine Linderung von körperlichen Symptomen wie Schmerzen kann ebenfalls schnell eintreten, manchmal entwickelt sich der volle Effekt aber auch erst über eine Serie von Anwendungen.
Ersetzt die Kältetherapie meine Medikamente?
Nein, auf keinen Fall. Die Ganzkörperkältetherapie ist eine komplementäre Anwendung. Setze niemals eigenmächtig ärztlich verordnete Medikamente ab. Besprich jede Änderung Deiner Therapie immer zuerst mit Deiner behandelnden Ärztin oder Deinem Arzt.
Was muss ich vor meiner ersten Kälteanwendung beachten?
Du solltest direkt vor der Anwendung nicht duschen oder baden, die Haut muss komplett trocken sein. Trage keine Cremes oder Lotionen auf. Metallschmuck und Piercings an unbedeckten Körperstellen müssen abgelegt werden. Wir klären alle Details in unserem Vorgespräch mit Dir.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei PMS und Zyklusbeschwerden begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [2] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [3] Related Actions of Whole-Body Cryostimulation on Body Composition, Metabolic and Cardiovascular Parameters
Legrand F, Dugue B, Costello J, et al. (2021), Frontiers in Physiology. Beobachtungen zu Körperzusammensetzung sowie Stoffwechsel- und Kreislaufparametern.
- [4] Influence of the ten sessions of the whole body cryostimulation on aerobic and anaerobic capacity
Klimek AT, Lubkowska A, Szygula Z, Chudecka M, Fraczek B (2010), International Journal of Occupational Medicine and Environmental Health. Serie von zehn Kälteanwendungen und deren Effekt auf die Leistungsfähigkeit.
- [5] Whole- and partial-body cryostimulation/cryotherapy: Current technologies and practical applications
Bouzigon R, Grappe F, Ravier G, Dugue B (2016), Journal of Thermal Biology. Übersicht zu Technik, Protokollen und Anwendungsfeldern der Ganzkörperkälte.
- [6] Whole-body cryotherapy: empirical evidence and theoretical perspectives
Bleakley CM, Bieuzen F, Davison GW, Costello JT (2014), Open Access Journal of Sports Medicine. Kritische Einordnung der Datenlage und der physiologischen Erklärungsmodelle.
- [7] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [8] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.