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Fachlich geprüft von Helga Maria Freitag – medizinische Podologin (37 Jahre Praxis), sektorale Heilpraktikerin für Podologie
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Der Morgen, an dem alles schmerzt
Der Wecker klingelt. Noch bevor Du die Augen ganz öffnest, spürst Du es. Ein vertrauter, aber nie willkommener Gast: der Schmerz. Er sitzt tief in den Fingergelenken, die sich anfühlen, als wären sie über Nacht angeschwollen und unbeweglich geworden. Die Hand zur Faust zu ballen, ist eine mühsame Übung, die Konzentration erfordert. Beim Aufstehen zieht es in den Knien und die ersten Schritte zum Badezimmer sind steif und unsicher. Jeder Handgriff, der für andere selbstverständlich ist, wird zur Herausforderung. Die Kaffeetasse greifen, den Verschluss der Milchpackung aufdrehen, eine Brotscheibe schmieren. Es ist diese allgegenwärtige Morgensteifigkeit, dieses Gefühl, im eigenen Körper gefangen zu sein, das den Alltag mit einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung so zermürbend machen kann.
Du bist nicht allein mit dieser Erfahrung. Millionen von Menschen in Deutschland kennen dieses Szenario nur zu gut. Der Tag hat noch nicht einmal richtig begonnen, und schon kämpfst Du gegen Entzündung, Schwellung und Schmerz. Es ist ein Kampf, der nicht nur körperliche, sondern auch seelische Kraft kostet. Die ständige Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen, die Planung des Tages um die Schmerzphasen herum und die Suche nach Wegen, die Lebensqualität trotz der Erkrankung zu erhalten, prägen das Leben. In diesem Ratgeber möchten wir Dir einen tiefgehenden Einblick in die Welt der rheumatischen Erkrankungen geben und beleuchten, wie eine moderne Ganzkörperkälteanwendung, wie wir sie hier in Memmingen anbieten, eine unterstützende Rolle in Deinem Gesamtkonzept spielen kann.
Was genau ist "Rheuma" eigentlich?
Der Begriff "Rheuma" ist im Alltag allgegenwärtig, aber medizinisch gesehen ist er eine Art Sammelmappe. Darin befinden sich über einhundert verschiedene Erkrankungen, die den Stütz- und Bewegungsapparat betreffen. Sie haben unterschiedliche Ursachen und Verlaufsformen. Wenn Menschen von "Rheuma" sprechen, meinen sie oft die rheumatoide Arthritis, die häufigste entzündlich-rheumatische Gelenkerkrankung.
Im Kern dieser Erkrankungsform steht eine Fehlregulation des Immunsystems. Normalerweise schützt Dich Dein Immunsystem vor Viren, Bakterien und anderen Eindringlingen. Bei einer autoimmunen rheumatischen Erkrankung wie der rheumatoiden Arthritis begeht das Immunsystem jedoch einen fatalen Irrtum: Es identifiziert körpereigene Strukturen als Feind und startet einen Angriff. Das primäre Ziel dieses Angriffs ist häufig die Gelenkinnenhaut, die Synovialis.
Diese fehlgeleitete Immunreaktion löst eine chronische Entzündung aus. Die Gelenkinnenhaut beginnt zu wuchern, produziert vermehrt Gelenkflüssigkeit und setzt entzündungsfördernde Botenstoffe frei. Die Folgen sind die typischen Symptome, die Du vielleicht kennst:
- Schwellung und Überwärmung der betroffenen Gelenke.
- Schmerzen, die oft in Ruhe und nachts am stärksten sind.
- Die charakteristische Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten andauern kann.
- Im fortgeschrittenen Stadium kann die chronische Entzündung den Gelenkknorpel und sogar den Knochen angreifen und zu bleibenden Schäden und Fehlstellungen führen.
Die Erkrankung beschränkt sich oft nicht nur auf die Gelenke. Da es sich um eine systemische, also den ganzen Körper betreffende, Entzündung handelt, können auch andere Organe wie die Haut, die Augen oder die Lunge betroffen sein. Viele Betroffene leiden zudem unter einer ausgeprägten Erschöpfung, der sogenannten Fatigue, die weit über normale Müdigkeit hinausgeht. Die genauen Ursachen für diesen "Irrtum" des Immunsystems sind bis heute nicht vollständig geklärt. Man geht von einer Kombination aus genetischer Veranlagung und auslösenden Faktoren wie Infektionen oder anderen Umwelteinflüssen aus.
Der Weg zur Diagnose: Klarheit durch ärztliche Expertise
Die Vielfalt der rheumatischen Erkrankungen und ihre oft schleichenden Anfänge machen eine Selbstdiagnose unmöglich und gefährlich. Wenn Du unter Gelenkschmerzen, Schwellungen oder einer unerklärlichen Morgensteifigkeit leidest, ist der erste und wichtigste Schritt der Gang zu Deiner Hausärztin oder Deinem Hausarzt. Diese können eine erste Einschätzung vornehmen und Dich bei Verdacht an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Rheumatologie überweisen.
Die Diagnosestellung ist ein Puzzle, das aus mehreren Teilen zusammengesetzt wird:
- Anamnese: Die Ärztin oder der Arzt wird Dir sehr genaue Fragen zu Deinen Beschwerden stellen. Wo schmerzt es? Wann treten die Schmerzen auf? Wie lange dauert die Morgensteifigkeit? Gibt es Rheuma-Fälle in Deiner Familie?
- Körperliche Untersuchung: Die Gelenke werden abgetastet, auf Schwellungen, Überwärmung und Bewegungseinschränkungen untersucht.
- Blutuntersuchungen: Im Labor wird nach allgemeinen Entzündungszeichen (z. B. Blutsenkungsgeschwindigkeit, C-reaktives Protein) sowie nach spezifischen Antikörpern wie dem Rheumafaktor (RF) oder den Anti-CCP-Antikörpern gesucht. Ihr Vorhandensein kann einen starken Hinweis auf eine rheumatoide Arthritis geben.
- Bildgebende Verfahren: Mittels Ultraschall lassen sich Gelenkentzündungen und Flüssigkeitsansammlungen gut sichtbar machen. Röntgenbilder können im späteren Verlauf Veränderungen am Knochen aufzeigen.
Nur eine gesicherte ärztliche Diagnose ermöglicht den Zugang zu den richtigen und notwendigen Therapien. Bevor Du eine unterstützende Anwendung wie die Ganzkörperkälte bei uns in Erwägung ziehst, muss unbedingt eine vollständige medizinische Abklärung erfolgt sein. Unsere Anwendung ist eine Maßnahme zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und zur Regeneration, sie ersetzt keine ärztliche Behandlung.
Fundament der Behandlung: Etablierte medizinische Wege
Die moderne Rheumatologie verfügt heute über eine Vielzahl wirksamer Strategien, um den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen, Schmerzen zu lindern und Gelenkschäden zu verhindern. Die Behandlung ist fast immer eine multimodale Therapie, die auf mehreren Säulen ruht.
Die medikamentöse Therapie ist das zentrale Fundament. Sie zielt darauf ab, die Entzündung zu stoppen und das fehlgeleitete Immunsystem zu modulieren. Zum Einsatz kommen unter anderem:
- Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Sie wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend, beeinflussen aber nicht den langfristigen Krankheitsverlauf.
- Kortison: Es ist ein sehr starker und schnell wirkender Entzündungshemmer, wird aber wegen möglicher Nebenwirkungen meist nur kurzzeitig oder in niedriger Dosis eingesetzt.
- Basistherapeutika (DMARDs): Diese Medikamente (z. B. Methotrexat) greifen in die immunologischen Prozesse ein und können den Krankheitsverlauf langfristig verlangsamen oder sogar zum Stillstand bringen. Ihre Wirkung setzt erst nach einigen Wochen ein.
- Biologika und JAK-Inhibitoren: Diese modernen, biotechnologisch hergestellten Medikamente richten sich sehr gezielt gegen bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe oder Zellen des Immunsystems.
Ergänzt wird die medikamentöse Behandlung durch Physiotherapie und Ergotherapie. Hier lernst Du, Deine Gelenke beweglich zu halten, die Muskulatur zu kräftigen und alltägliche Handgriffe gelenkschonend auszuführen. Auch eine angepasste Ernährung und regelmäßige, moderate Bewegung spielen eine wichtige Rolle im Management der Erkrankung.
Kälte als Begleiter: Die Idee hinter der Ganzkörperkälteanwendung
Wo passt in dieses komplexe Gefüge eine Anwendung wie die Ganzkörperkälte bei -110 °C hinein? Sie ist als eine ergänzende, unterstützende Maßnahme zu verstehen, die auf physikalischer Ebene ansetzt und das ärztliche Gesamtkonzept begleiten kann. Sie heilt die Erkrankung nicht, aber viele unserer Gäste mit rheumatischen Beschwerden berichten von positiven Effekten auf ihre Symptome und ihr allgemeines Wohlbefinden.
Die zugrundeliegende Idee ist einfach und zugleich faszinierend. Wenn Du für rund drei Minuten die extreme, aber trockene Kälte unserer Kammer betrittst, reagiert Dein Körper mit einem umfassenden Schutzprogramm. Die Blutgefäße in der Peripherie, also in Armen und Beinen, verengen sich schlagartig. Das Blut wird in den Körperkern umgeleitet, um die lebenswichtigen Organe warm zu halten. Die Hauttemperatur sinkt dabei drastisch ab [8], während die Kerntemperatur stabil bleibt.
Dieser intensive Kältereiz kann mehrere Prozesse anstoßen, die für Menschen mit entzündlichem Rheuma von Interesse sein könnten:
- Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung: Extreme Kälte kann die Leitungsgeschwindigkeit von schmerzleitenden Nervenfasern herabsetzen. Dies kann zu einer vorübergehenden Schmerzlinderung führen, einem Effekt, den man auch von der lokalen Kälteanwendung mit Eisbeuteln kennt, hier aber auf den ganzen Körper bezogen.
- Einfluss auf Entzündungsprozesse: Der Körper reagiert auf den Kälteschock mit der Ausschüttung verschiedener Botenstoffe. In der Forschung wird untersucht, ob dies auch die Produktion von entzündungshemmenden Substanzen anregt und die Freisetzung von entzündungsfördernden Stoffen drosselt [3, 6].
- Muskelentspannung: Viele Betroffene entwickeln durch die Schmerzen muskuläre Verspannungen. Die Kälte kann helfen, den Muskeltonus zu senken und die Muskulatur zu lockern.
Nach den drei Minuten in der Kälte verlässt Du die Kammer. Dein Körper beginnt sofort mit der Gegenregulation. Die Gefäße weiten sich wieder, warmes, sauerstoffreiches Blut strömt zurück in die Peripherie. Viele beschreiben dieses Gefühl als ein intensives, angenehmes Kribbeln und eine tiefe, von innen kommende Wärme. Gäste berichten uns oft, dass sie sich direkt nach der Anwendung wacher, energiegeladener und beweglicher fühlen und dass die Gelenkschmerzen für eine gewisse Zeit spürbar reduziert sind.
Dein Besuch bei uns in Memmingen: Ein Ablauf Schritt für Schritt
Der Gedanke an minus 110 Grad Celsius mag zunächst abschreckend klingen. Deshalb ist es uns wichtig, Dir den Ablauf Deines Besuchs in unserem Studio im Herzen des Unterallgäus transparent und verständlich zu erklären. Sicherheit und Dein Wohlbefinden stehen bei uns an erster Stelle.
1. Das Vorgespräch: Jeder Erstbesuch beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Wir erklären Dir genau, was Dich erwartet, und gehen gemeinsam einen Gesundheitsfragebogen durch. Hier klären wir alle Kontraindikationen ab. Deine ehrlichen Antworten sind die Grundlage für eine sichere Anwendung. 2. Die Vorbereitung: Du ziehst Dich bis auf Badebekleidung oder Unterwäsche aus. Von uns erhältst Du feste Schuhe, Socken, Handschuhe, ein Stirnband zum Schutz der Ohren und einen Mund-Nasen-Schutz, um die kalte Luft nicht direkt einzuatmen. Deine Haut muss komplett trocken sein, und Schmuck sowie Piercings müssen abgelegt werden. 3. Die Anwendung: Unsere Kältekammer wird mit reiner, gekühlter Luft betrieben, die durch eine innovative Wirbelstromkühlung erzeugt wird. Du betrittst die Kammer, deren Tür während der gesamten Anwendung unverschlossen bleibt. Du bist nie allein; eine geschulte Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter betreut Dich die ganze Zeit über und kommuniziert mit Dir über ein Sichtfenster. Während der rund drei Minuten bewegst Du Dich langsam und ruhig, ballst zum Beispiel die Hände zu Fäusten und öffnest sie wieder. Die Kälte ist intensiv, aber durch die extrem niedrige Luftfeuchtigkeit fühlt sie sich eher wie ein Prickeln auf der Haut an und nicht wie ein Sprung in eiskaltes Wasser. 4. Das Nachspüren: Nach der vereinbarten Zeit verlässt Du die Kammer. Du wirst sofort merken, wie Dein Körper zu arbeiten beginnt. Eine Welle der Wärme durchflutet Dich. Viele unserer Gäste nutzen die Minuten nach der Anwendung, um sich in unserem Ruheraum bei einem Glas Wasser oder Tee zu entspannen und dem angenehmen Gefühl nachzuspüren.
Für viele Menschen mit rheumatischen Beschwerden wird die regelmäßige Kälteanwendung zu einem festen Ritual, das ihnen hilft, besser durch den Alltag zu kommen. Die Häufigkeit der Besuche ist dabei sehr individuell und wird oft in Absprache mit uns und basierend auf dem eigenen Körpergefühl festgelegt.
Was die Forschung zeigt
Die wissenschaftliche Untersuchung von Ganzkörperkälteanwendungen bei rheumatischen Erkrankungen ist ein aktives, aber noch junges Feld. Die verfügbaren Studien liefern interessante Hinweise, erlauben aber noch keine abschließenden Urteile. Es ist entscheidend, die Ergebnisse vorsichtig zu interpretieren und sich der Grenzen der bisherigen Forschung bewusst zu sein.
Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2014 hat versucht, die damalige Studienlage zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen zusammenzufassen [1]. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass die Kältetherapie positive Effekte auf Schmerzen, Krankheitsaktivität und die Funktion haben könnte. Gleichzeitig betonten sie aber auch, dass viele der analysierten Studien methodische Schwächen aufwiesen, etwa kleine Teilnehmerzahlen oder kurze Beobachtungszeiträume. Es wurde daher die Notwendigkeit für größere und qualitativ hochwertigere Studien gefordert, um die Effekte eindeutig belegen zu können [1].
Eine neuere klinische Untersuchung befasste sich mit Patientinnen und Patienten, die unter axialer Spondyloarthritis (einer Form von entzündlichem Rheuma der Wirbelsäule) oder einem Fibromyalgie-Syndrom litten [2]. Hier wurde die Ganzkörperkältetherapie in Kombination mit körperlicher Aktivität untersucht. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass diese Kombination möglicherweise die Krankheitsaktivität und die körperliche Funktionsfähigkeit der Teilnehmenden verbessern konnte [2]. Dies ist ein Hinweis darauf, dass Kälteanwendungen gut in ein aktives Therapiekonzept integriert werden könnten.
Andere Forschungsarbeiten haben sich eher mit den grundlegenden physiologischen Reaktionen auf Kälte beschäftigt, oft an gesunden Probanden oder Sportlern. So gibt es Untersuchungen, die nahelegen, dass Serien von Kälteanwendungen Einfluss auf bestimmte Entzündungsmarker wie Interleukin-6 oder auf Marker für oxidativen Stress haben könnten [3, 5, 6]. Oxidativer Stress spielt auch bei chronischen Entzündungsprozessen eine Rolle. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese Ergebnisse aus Studien mit Gesunden nicht direkt auf Menschen mit einer komplexen autoimmunen Erkrankung übertragen werden können. Die Mechanismen im erkrankten Körper sind weitaus komplizierter. Die Forschung in diesem Bereich liefert also spannende Hypothesen, warum Kälte wirken könnte, aber keine endgültigen Beweise für die klinische Wirksamkeit bei Rheuma.
Die Grenzen der aktuellen Forschung liegen also auf der Hand: Oft sind die Stichproben klein, es gibt keine Kontrollgruppen, die eine Scheinbehandlung erhalten (Verblindung), und die Beobachtungszeiträume sind zu kurz, um langfristige Effekte zu bewerten. Die Forschung liefert somit Anhaltspunkte und plausible Erklärungsmodelle, aber keine gesicherten Wirksamkeitsnachweise im Sinne der evidenzbasierten Medizin.
Grenzen und wichtige Vorsichtsmaßnahmen
Die Ganzkörperkälteanwendung ist ein intensiver Reiz für den Körper und daher nicht für jeden geeignet. Eine ärztliche Abklärung vor dem ersten Besuch ist, insbesondere bei einer vorbestehenden Erkrankung wie Rheuma, unerlässlich. Es gibt eine Reihe von absoluten Kontraindikationen, bei denen eine Anwendung nicht stattfinden darf:
- Akute oder kürzlich zurückliegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, instabile Angina Pectoris, Herz-OP)
- Unbehandelter oder unkontrolliert hoher Blutdruck
- Schwere periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK)
- Thrombosen oder die Neigung dazu
- Raynaud-Syndrom, bei dem es zu anfallsartigen Gefäßkrämpfen in den Fingern oder Zehen kommt
- Kälteallergie oder Kälteunverträglichkeit
- Akute fieberhafte Infekte
- Schwangerschaft
Sprich offen mit Deiner Ärztin oder Deinem Arzt über Deinen Wunsch, die Kältekammer auszuprobieren. Nur sie können beurteilen, ob diese Anwendung für Deinen individuellen Gesundheitszustand sicher ist. Wir verstehen unsere Dienstleistung als eine Wellness- und Regenerationsanwendung, die Dein Wohlbefinden steigern kann. Sie ist kein Ersatz für eine medizinische Diagnose oder Therapie.
Häufige Fragen
Wie kalt ist es wirklich und wie fühlt es sich an?
Die Temperatur in unserer Kammer liegt bei -110 °C. Da die Luft extrem trocken ist, fühlt sich die Kälte aber anders an als feuchte Winterkälte. Die meisten beschreiben es als ein intensives Prickeln auf der Haut, das aber für die kurze Dauer von rund drei Minuten gut auszuhalten ist.
Wie oft sollte ich zur Kälteanwendung kommen?
Das ist sehr individuell. Viele unserer Gäste mit rheumatischen Beschwerden beginnen mit einer Initialserie von zehn bis zwanzig Anwendungen in einem kurzen Zeitraum, um einen Effekt aufzubauen. Danach gehen sie zu regelmäßigen "Erhaltungsanwendungen" über, zum Beispiel ein- bis zweimal pro Woche, um das erreichte Wohlbefinden zu stabilisieren.
Was muss ich mitbringen?
Du benötigst lediglich Badebekleidung oder trockene Unterwäsche. Alles Weitere, also feste Schuhe, Socken, Handschuhe, einen Mund-Nasen-Schutz und ein Stirnband, erhältst Du von uns vor Ort.
Hilft die Kältekammer bei jeder Art von Rheuma?
Die Reaktionen sind sehr individuell und nicht vorhersagbar. Die meisten Berichte über positive Effekte beziehen sich auf entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis. Bei degenerativen Erkrankungen wie Arthrose kann die Schmerzlinderung im Vordergrund stehen. Eine ärztliche Abklärung ist aber in jedem Fall die Basis.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
In der Regel werden die Kosten für Ganzkörperkälteanwendungen in privaten Studios nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Es handelt sich um eine Selbstzahlerleistung im Bereich Wellness und Regeneration.
Gibt es einen Sofort-Effekt?
Viele Gäste berichten von einem unmittelbaren Effekt nach der Anwendung. Sie fühlen sich wacher, energetischer und die durch Schmerz bedingte Steifigkeit kann sich für einige Stunden reduziert anfühlen. Nachhaltigere unterstützende Effekte stellen sich oft erst nach einer Serie von Anwendungen ein.
Kältetherapie in Memmingen
Die Ganzkörperkältetherapie bei Kältekammer Memmingen ist eine kurze, trockene Kälteanwendung bei bis zu –110 °C. Eine Sitzung dauert rund drei Minuten. Wer Kältetherapie bei Rheuma begleitend nutzen möchte, klärt die Eignung vorab ärztlich ab. Unsere Anwendung ersetzt keine Behandlung, sie kann sie im Alltag ergänzen.
Wie eine Sitzung genau abläuft, was Du mitbringst und worauf Du direkt danach achtest, steht im Ablauf der Kältetherapie. Welche Effekte in Studien und Erfahrungsberichten diskutiert werden, findest Du unter mögliche Wirkungen der Kältetherapie. Gegenanzeigen sammeln wir in den wichtigen Hinweisen.
Regelmäßige Kältetherapie ist planbar: Einzelsitzung, Karten oder Flatrate stehen in den Preisen. Fragen zur Ganzkörperkältetherapie beantworten wir gern persönlich.
Studien und Quellen
Diese peer-reviewten Publikationen bilden die Grundlage der im Text beschriebenen Studienlage. Sie zeigen mögliche Effekte, keine gesicherte Heilwirkung. Jeder Titel führt zur Fundstelle in der medizinischen Datenbank PubMed.
- [1] Cryotherapy in inflammatory rheumatic diseases: a systematic review
Guillot X, Tordi N, Mourot L, Demougeot C, Dugue B, Prati C, Wendling D (2014), Expert Review of Clinical Immunology. Systematische Übersicht zu Kälteanwendungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen.
- [2] Physical activity and whole body cryotherapy in patients with axial spondyloarthritis and fibromyalgia syndrome
Klemm P, Hudowenz O, Asendorf T, Muller-Ladner U, Lange U (2021), Rheumatology International. Klinische Untersuchung bei axialer Spondyloarthritis und Fibromyalgie-Syndrom.
- [3] Whole-Body Cryotherapy in Athletes: From Therapy to Stimulation. An Updated Review of the Literature
Lombardi G, Ziemann E, Banfi G (2017), Frontiers in Physiology. Review zu Effekten auf Entzündungs-, Muskel- und Stoffwechselmarker bei Sportlern.
- [4] Whole-body cryotherapy in athletes
Banfi G, Lombardi G, Colombini A, Melegati G (2010), Sports Medicine. Frühe Übersichtsarbeit zu Anwendung und Sicherheitsaspekten im Sport.
- [5] Whole-body cryostimulation as an effective method of reducing oxidative stress in healthy men
Stanek A, Cholewka A, Wielkoszynski T, Romuk E, Sieron K, Sieron A (2016), Advances in Clinical and Experimental Medicine. Untersuchung von Markern des oxidativen Stresses nach Kälteserien.
- [6] Do sessions of cryostimulation have influence on white blood cell count, level of IL6 and total oxidative and antioxidative status in healthy men?
Lubkowska A, Szygula Z, Klimek AJ, Torii M (2010), European Journal of Applied Physiology. Messung von Leukozyten, Interleukin-6 und antioxidativem Status bei gesunden Männern.
- [7] Anthropometric characteristics and sex influence magnitude of skin cooling following exposure to whole body cryotherapy
Hammond LE, Cuttell S, Nunley P, Meyler J (2014), BioMed Research International. Hautkühlung in Abhängigkeit von Körperbau und Geschlecht.
- [8] Thermography study of skin response due to whole-body cryotherapy
Cholewka A, Stanek A, Sieron A, Drzazga Z (2012), Skin Research and Technology. Thermografische Beobachtung der Hautreaktion auf Ganzkörperkälte.